Groschen
Großbeeren
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Bilde des ersten Consnls zu Pferde für Mailand (1802) wollte sich lange durchaus nichtsdarbicten. Platz und Rang unter den Meistern seines Fachs erhielt er erst 1804 durch seinBild der Pestkranken zu Jaffa, welches de» Ruf seiner Genialität begründete. Demselbenfolgten die Schlacht von Abukir und dann Napoleon'« Besuch auf dem Schlachtfelde vonErstau, ein auf des Kaisers Befehl ansgeführtes Werk, das in der Charakteristik groß, aberin den Effecten übertrieben und, wie viele Bilder dieses Künstlers, in den Farben unange-nehm ist. Nach der Rückkehr der Bourbons wählte G. zunächst Gegenstände der frühemZeiten zur Darstellung, und sein Franz i. und Karl V. in der Kirche von Saint-Denis ge-hören zu den werthvollsten Leistungen der neuen franz. Kunst. Beinahe mislungen kannman dagegen seine Abreise des Königs Ludwig's XVIII. in der Nacht zum 20. März >815nennen, obschon dieses Bild einen außerordentlichen Eindruck auf den Beschauer macht, so-wie seine.Einschiffung der Herzogin von Angouleme im Hafen von Pauliac am 2. Apr.>815. Gleichsam zur Erholung malte er sodann einige Bildnisse, unter denen das desGenerals Lasalle und seiner Gemahlin, sowie das des Medailleurs Galle berühmt gewor-den sind. In der kleinern Kuppel der Genovcvenkirche führte er später in kolossalen Ge-stalten mit Ölfarben auf Krcidegrund die Huldigung der vier Dynastien Frankreichs gegendie Schutzheilige des Landes aus, wofür ihm Karl X. das Doppelte der festgesetzten Summezahlte und den Titel eines Barons verlieh. Das Werk ist nicht ohne große Verdienste imEinzelnen, aber manierirt und weit entfernt von dem ruhigen, monumentalen Stil, dereinem Kuppelbilde dieses Rangs zukommt. Auch ist die Wahl des Materials, der Ölfarbe,nicht zu billigen. G. starb zu Paris am 27. Juni l 835 durch Selbstmord. Er hat nichtsgeschaffen, was sein frühes Bild, die Pest in Jaffa, erreichte oder überträfe, wird aber im-mer als einer der bedeutendsten franz. Historienmaler gelten durch die große, wenn auchbisweilen in Effekthascherei ausartendc Kraft des Ausdrucks und die dramatische Bewe-gung seiner Scenen. Im Colorit befriedigt er im Vergleich mit den Leistungen der soge-nannten romantischen Schule nirgend.
Groschen nannte man im Mittelalter alle dicke Münzen oder Pfennige im Gegen-sätze der Hohlmünzen oder Bract eat en (s. d.). Nach der Meinung Einiger entstand derName aus dem lat. grossus; Andere dagegen leiten ihn von demKreuze (cros, croix) her,welches auf den ältesten Groschen sich findet. Die ersten Groschen wurden im l 3. Jahrh.in Böhmen und Sachsen nach der franz. Turnose (Zros Vournois) geprägt. Sie warenvon feinem Silber, und es gingen 6» auf die Mark. Im >6. Jahrh. wurde der Groschenallgemein in Deutschland verbreitet und nun ein allgemeiner Münzname, den man durcheinenBeisatz näher bezeichnete; cs gab Breite-, Spitz-, Marien-, Fürsten-, Engels-, Weiß-und andere Groschen, theils nach dem Gepräge, theils nach den Münzherren u. s. w. be-nannt. In der Münzkunde nannte man alle kleinere Silbermünzen unter '/z ReichsthalerGroschen und die Sammlungen derselben Groschenkabinete. Der Groschen als spä-tere deutsche Silbermünze im Werth« von zwölf Pfennigen ist meist an der Bezeichnungseines Werths, 24 einen Reichsthaler, zu erkennen; der Conventionsgroschennach dem Conventionsfuße von 1703 ausgeprägt und mit 320 eine feine Mark bezeichnnet. In Folge der Münzconvention der Staaten des Zollvereins ist an die Stelle desselbender Vereinsgroschen, hier Silber- dort Neugroschen genannt, getreten, deren 30auf den Courantthaler gehen. In Preußen hat der Silbergroschen zwölf, in Sachsen derNeugroschen >0 Pfennige. Unter den franz. Groschen (Zros) sind besonders durch ihreStempel ausgezeichnet der gros Tournois der Stadt Tours, der gras a 1a Ueur <Ie(Liliengroschcn) und der gros ä 1a couronne.
Großaventurcontract (respnoclentia) nennt man im Seehandel einen Vertrag,zufolge dessen ein Darlehn auf die Ladung eines Schiffs gegeben wird, das im Falle, daßdas Schiff verunglückt, nicht zurückgefodert werden kann. Die Zinsen für ein solches Dar-lehn sind natürlich sehr hoch, weil sie zugleich die Prämie für die Übernahme der Gefahrin sich schließen. Ein verwandtes Geschäft ist die Bodmerei (s. d.).
Großbeeren, ein Dorf im Regierungsbezirk Potsoam der preuß. Provinz Bran-denburg, ist durch die Schlacht am 23. Aug. 1813 merkwürdig geworden. Als nach Ab-
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