590 Pumpe
Parlament brachte deshalb nach seinem Zusammentritt einen Treueid (»all, <>s allegiance)zu Stande, in welchem jeder Katholik dem Papste die Gewalt über den König und dessenLänder absprechen mußte. Die meisten Katholiken und auch ihr Erzpriestcr, Georg Black-well, leisteten den Eid, vbschon dies der Papst auf das strengste untersagte. Jm J. Ibiowurde dieser Eid durch Parlamentsbeschluß auf alle geistlichen und weltlichen Beamten aus-gedehnt, um das Einschlcichen des heimlichen Kakholicismus zu verhindern.
Pumpe nennt man jenen Apparat, durch welchen die Fortschaffung flüssiger Körpermittels eines in einem hohlen Raume sich bewegenden, an die Wände des Raums genau an-schließenden Kolbens bewirkt wird. Je nach der Art des flüssigen Körpers erhalten auch diePumpen ihre Namen. So gibt es für die gasartigen Flüssigkeiten die Luftpumpen (s. d.),für die tropfbar flüssigen die Wasserpumpen, Bierpumpen u. s. w. Der eigentlicheMechanismus der Pumpe ist höchst einfach. In eine innen vollkommen glatte Röhre,welche gewöhnlich cylindrisch ist, jedoch auch einen vierseitigen oder jeden anders geformtenQuerschnitt haben kann, paßt ein Block, der Kolben, sehr genau und wird durch eine Liede-rung von in Talg getränktem Hanf vollends zum luftdichten Schluß gebracht. Dieser Kol-ben ist durchbohrt und diese Bohrung wieder mit einer genau passenden Klappe geschlossen,welche sich nach oben öffnen kann und von selbst wieder zufällt. Diese Klappe heißt das Ven-til, auch wol der Eimer, und befindet sich an einer langen Stange, der Kolbenstange. Amuntern Ende der Röhre ist eine zweite, sich ebenfalls nach oben öffnende Klappe. Stellt mannun die Röhre in das Wasser, daß die untere Klappe über dem Wasserspiegel steht, undhebt den Kolben, so entsteht über dem Wasser ein luftleerer Raum, in welchem dann derDruck der äußern atmosphärischen Luft das Wassdr aufwärts treibt, welches die untereKlappe öffnet und über dieselbe tritt. Sobald nun der Kolben wieder abwärts bewegt wird,schließt sich die untere Klappe durch den Druck des Wassers, dieses aber stößt das Ventil imKolben auf und tritt über diesen. Wird er nun wieder gehoben, so nimmt er das über ihmstehende Wasser mit und gießt es ans der Abflußröhre aus. Unterdeß hat sich aber unter ihmwieder ein luftleerer Raum gebildet, in welchen durch die untere Klappe wieder Wassersteigt und so wiederholt sich dasselbe Spiel, so lange der Kolben hin und her bewegt wird.Dies ist die einfachste Pumpe, die Saugpumpc. Sic ist aber nur für gewisse Höhen an-wendbar, indem der Druck der atmosphärischen Luft nur eine Wassersäule von 32 F. zutragen vermag. Sobald also das Wasser auf eine größere Höhe gefördert werden soll, mußman einen Pumpensatz anbringcn, d. h. durch die erste Pumpe das Wasser in ein Reservoirheben lassen, in welchem eine zweite Pumpe steht, welche es dann wieder um 32 F. hebt undso fort bis zur crfoderlichen Höhe, oder man wendet Druckpumpen an. Durch diese kannman das Wasser in jeder beliebigen Richtung, und hat man hinlänglich starke Röhren unddie nöthige Kraft, auch zu jeder beliebigen Höhe forttreiben. Bei den Druckpumpen ist dieRöhre und das untere Ventil genau wie vorher; über dem untern Ventil aber befindet sichan der Seite des Saugrohrs eine zweite Klappe, welche in ein mit dem Saugrohre verbun-denes Ncbenrohr, das Steigrohr, mündet und sich auch dahin öffnet. Der Kolben aberist massiv und hat gar kein Ventil. Steigt nun der Kolben, so tritt das Wasser in das Saug-rohr, füllt dies an und wird darin durch das beim Absteigen des Kolbens sich schließende un-tere Ventil gehalten; der Kolben selbst drückt aber das Wasser aus dem Saugrohrc durch diezweite Klappe in das Steigrohr. Wird nun der Kolben wieder gehoben, so schließt das Was-ser im Steigrohre seine Klappe, es entsteht ein luftleerer Raum im Saugrohre, Wasser trittein und das vorige Spiel erneuert sich. Bei den beschriebenen Pumpen geschieht der Hubstoßweise und der Wasserstrahl intermittirt beim Absteigen des Kolbens, bei der Druckpumpebeim Anfsteigen; will man aber einen fortwährenden Wasserstrahl haben, so stellt man zweiPumpen in das Bassin und regulirt sie so, daß die Kolbcnspiele wechselseitig sind. BeidePumpen treiben dann ihr Wasser in ein gemeinschaftliches Steigrohr, mit welchen: maneinen Windkessel (s. d.) in Verbindung bringt, wodurch der Ausfluß ganz gleichmäßigwird. Die Druckpumpe ist der Hauptbestandtheil der Feuerspritze (s. d.). Man hak auchrotirende Pumpen, bei welchen das Kolbenrohr in: Kreise gebogen ist und in welchemzwei Kolben in dem halben Umfange hintereinander gehen. Die Einflußöffnung ist unten.Tritt nun der erste Kolben bei der Einflußöffnung vorbei, so entsteht dort der luftleere Raum,