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10 (1846) Moskau bis Patricier
Entstehung
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752 Patmos PatrL

unter dem Namen Fisch cri n g den Wissenschaften, besonders der Philosophie und Politik,lebte und ging dann nach Frankreich. Im 1.1698 wurde er durch Vermittelung des kursächs.Gencrallieutenants Flemming Geh. Rath in sächs. Diensten, nachdem er bei dem neuenRegenten in Schweden, Karl XII., vergeben- um Begnadigung gebeten hatte. In dieserZeit hatte August II. von Sachsen und Polen den Plan, in Verbindung mit Dänemarkund Rußland Schweden zu bekriegen undLiesland wieder mitPolen zu vereinigen. P., vonVaterlandsliebe und Rachegcfühl beseelt, bot hierzu seine Unterstützung an. Er ging 1792nach Petersburg, und dasBündniß mit Rußland wurde geschlossen; weniger glückte esihm in Liefland. Als man am Hofe in Stockholm das Nähere über seine Ansichten erfuhr,und welchen Antheil er an August'S Manifest gegen Schweden gehabt hatte, war seinUrtheil unwiderruflich gesprochen. Eine nochmalige Verthcidigungsschrift, die er ein sendete,wurde von Henkers Hand verbrannt. P. rächte sich dadurch, daß er den Zar Peter, in dessenDienste er getreten war, vermochte, eine in Stockholm erschienene Widerlegung des Mani.fests in Moskau 1792 auf dem Markte gleichfalls verbrennen zu lassen. Nachdem er alsruss. Generalkriegscommissair zu verschiedenen diplomatischen Geschäften gebraucht wordenwar, folgte er 1794 August II. als Gesandter des Zar nach Dresden. Da es ihm aber hiernicht gefallen wollte, erhielt er auf sein Nachsuchcn den Oberbefehl über die für August be»stimmten russ. Hülfstruppen, mit dem Range eines Gencrallieutenants. In dieser Zeitbegannen die Friedensunterhandlungen zwischen August II. und Karl XII. P.'s Bemühen,den prcuß. Hof gegen Schweden zu gewinnen, scheiterte; durch eine neue Schrift (Echo")schärfte er nur den Haß der schweb. Regierung gegen seine Person. König August hatte imDec. i795 mit dem Zar eine persönliche Zusammenkunft; einige Tage nachher wurdeP. nebst 18 seiner Vertrauten verhaftet und auf die Festung Sonnenstein, dann nachKönigstein gebracht. Als Ursachen führte der sächs.-poln. Hof an: I)P. habe mit demöstr.'Eesandten unterhandelt, 4099 M. russ. Truppen, die bisher in sächs. Diensten ge-standen, in östreichische zu bringen; 2)erhabe den Zar Petcrzu bewegen versucht, StanislawLcsczinski anzucrkennen; habe 3) den Zar und August entzweien wollen; 4) hinter demRücke» des Königs August sich schändlich über ihn ausgedrückt, und 5) mit Schwedencvrrespondirt und zum Preise seiner Begnadigung sich äiHciscKkff' gemacbt, zwischenSchweden und Rußland Frieden zu stiften. P. selbst schrieb seine Verhaftung lediglich dergereizten Empfindlichkeit August's und seiner Minister zu. Als bald daraufKönig August ll.zum Frieden von Altranstädt sich gcnöthigt sah, mußte er in demselben P.'s Auslieferungversprechen. Diese erfolgte auch, da P.'s heimliches Entkommen, welches August I!. ange-ordnet hatte, wie man sagt, durch die Habsucht des Befehlshabers der Festung, der zu langeüber das Löscgcld unterhandelte, vereitelt wurde. Vergebens foderte Peter seinen Ge-sandten von dem schweb. Hofe zurück. P. mußte den Schweden bei ihrem Abzüge auSSachsen folgen. Auf dem Marsche (beim Kloster Kasimir, acht Meilen von Posen) wurdeer durch ein Kriegsgericht als Landesverräther zum Tode verurtheilt und am ist.Oct. >797von unten hinauf lebendig gerädert, dann dem Halbtodtender Kopf abgeschlagen, dcrKörperin vier Thcile gehauen und aufs Rad gelegt. Als König August II. wieder zum Besitz derpoln. Krone gelangt, wurden P.'s Gebeine >713 gesammelt und nach Warschau gebracht.

Patmos, eine kleine, zu den Sporaden gehörige Felscninscl im Ägcischen Meere,von ungefähr zehn Meilen im Umfange, südlich von Jthaka, jetzt Patino, ist als Verban-nungsvrt des Johannes (s. d.) denkwürdig, der hier unter einem Baume seine Offenba-rung geschrieben haben soll. Noch jetzt findet sich daselbst auf dem Gipfel eines Bergs einKloster des heil. Johannes, welches eine Bibliothek und Münzsammlung besitzt. Eine Be-schreibung von P. gibt Roß in seinenReisen auf den griech. Inseln des Ägcischen Meers"(Bd. 2, Stultg. und Tüb. 1843) und der dort aufgefundenen Inschriften ebenfalls Roß indenInscriptiones gruec. lnerlitse" (Bd. 2, Athen 1842).

Patois heißt bei den Franzosen eigentlich die gemeine, den Landleuten oder Bauerneigcnthümliche Sprache; doch bezeichnet man damit auch jedes andere verworrene undsprachwidrige Geschwätz. (S. Jargon.)

Paträ, eine im Altcrthume wichtige Stadt der Landschaft Achaja im Peloponnes,hatte einen guten und sichern Hafen, welcher durch lange Mauern mit der Stadt verbunden