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10 (1846) Moskau bis Patricier
Entstehung
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Pastellmalerei

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Pastellmalerei heißt diejenige Art zu malen, für welche man sich trockener, ausverschiedenen Farbenteigcn gebildeter Stifte bedient. Mit einem Wischer werden die Strickeverwischt, die Tinten, Halbschatten u. s. w. aber dadurch hervorgebracht, daß man dieFarbe an dem Orte, wo sie bleiben soll, vertreibt und verwischt. Nur die hellsten Lichterwerden nicht verrieben. Der gewöhnlichste Stoff für Pastellmalerei ist grauröthlicheS odergraublaues und rauhes Papier oder auckPe.rgamenr. Die Pastellgcmäldc haben eine An-muth und Frische, welche das Auge besticht; wegen des Wolligen, das sich in der Pastell-malerei ausdrücken läßt, ist sie geschickter, als eine andere, Zeuchstoffe, sowie das Markigeund Natürliche der Fleischfarben auszudrückcn, weshalb sie sich auch besonders für das Por-trait eignet. Man kann die Arbeit nach Gefallen verlassen, wieder vornehmen, nachhelfen,das Misfällige auslöschen und in beliebiger Zeit vollenden, da das Unterbrechen nicht, wiebei andern Arten der Malerei, auf ihre Farben und ihre Mischung Einfluß hat. Weil aberdie Farben nur wie zarter Staub auf der Fläche kleben, so sind Pastcllgemälde auch dievergänglichsten. Namentlich müssen sie vor Einwirkung der Luft und aller Feuchtigkeit,sowie vor Staub und Erschütterungen möglichst verwahrt werden. Die Pastellmalereileitet ihren Ursprung aus dem 16. Jahrh. her. Leonardo da Vinci soll sich ihrer oft bedienthaben, um Apostel - und Christusköpfc auf Papier zu bringen. Fiorillo nennt Jos. Vivicn,geb. 1657, gcst. 1735, einen Schüler von Charl. Lebrun, als einen der Ersten, welche inPastell malten. Unter den spätem fran'z. Meistern in der Pastellmalerei ist Latour zu nen-nen. Unter den Italienern ist als Pastcllmaler geschätzt Cariera Nosalba, geb. 1672, gcst.1737, unter den Engländern Ruffel und unter den Deutschen Naf.Mengs. Eine schöneSammlung von Pastellgemälden enthält die königl. Gemäldegalerie in Dresden.

Pasten, vom ital. pssta, d. h. Teig, heißen im Allgemeinen Abbildungen oder Co-pien von alten geschnittenen Steinen, Münzen und Medaillen in verschiedenen Massen,namentlich in Glas, Porzellanerde, SiegclwachS und in Schwefel, welcher mit Zinnoberoder einer andern Erdmasse vermischt wird, obwol man mit genauerer Unterscheidung diePasten in Siegelwachs Abdrücke, die in Schwefel Abg üsse (s.d.) nennt. Durch solcheAbdrücke werden die Gelehrten und Liebhaber derKunst in den Stand gesetzt, die Schönheitalter Gemmen u. s. w. richtiger und genauer, als es durch Kupferstich und sonstige Zeich-nungen geschehen kann, cinzusehen. Schon im Alterthume finden wir Glaspasten, da dieAlten aus einer schwarzen Glasart, dem sogenannten Vitrum oksickiannm, Gemmen ver-fertigten. (S. Gemme und Daktyliothek.) Auch noch im Mittelalter und in derspätem Zeit der Mediceer kannte man diese Kunst, die dann zuAnfang des 18.Jahrh. vonPhilipp, Herzog von Orleans, in Paris und von einem Arzte Quin in Dublin immer mehrvervollkommnet wurde. Diese Glaspasten hatten vor andern Abformungen den Vorzug,daß durch sie zugleich die Farbe der alten Gemmen nachgeahmt werden konnte, daher sieauch Lippert (s. d.) anfangs anwendcte, der spater aber eine besondere Masse erfand,aus einer mit Hausenblase versetzten Talkerde, die den Einflüssen der Lust und Witterungwidersteht. AuS einer neuen, sehr harten und zum Formen ebenso wie zum Poliren vor-züglich geeigneten Composilion verfertigte fast um dieselbe Zeit Jam. Tasfie in Londoneine große Menge von Pasten, die von Naspe in demLstslogne raisonae ck'une collec-lion gönerale elo pierres grsvees sntigueo et wockemes" (2 Bde., Lond. 1791,3.) geord-net und beschrieben worden sind. Zu Anfang dieses Jahrhunderts bediente sich I. P. I.d'Arcet, Münzwardein in Paris, eines eigenen Gußmetalls, um bronzirte Gypsabdrückezu vervielfältigen, dessen Verfahren in der von Klüber ans dem Französischen übersetztenund mit Zusätzen versehenen SchriftNeueErfindung, metallene Gußabdrücke mit Eyps-,Schwefel- und Siegellackformen zu machen" (Tüb. 1896) näher auscinandergesctzt wor-den ist. In der neuesten Zeit, die auch hierin manche Verbesserung gebracht hat, verfertigtman in Mailand und Berlin ausgezeichnete Abdrücke und in Wien vortreffliche Elaspastennach antiken Muster».

Pastete, eine Leckerspeise von verschiedenartigen meist sehr nahrhaften und pikantzubcreiteten Fleischspeisen und andern Stoffen. Nach den Hauptbcstandtheilen unterschei-det man Gänse leb er-, Trüffel-, Fasan-, Rebhühner-, Wildpret-, Aal-,Austern - Pastetcnu. s. w. Frankreich, die Heimat der verfeinerten Kochkunst, liefert