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der Kammer die Präsidentschaft. Der König übertrug ihm hierauf nochmals die Bildungeines neuen Cabincts, welches nun endlich am 13. Mai aus den verschiedensten Elementen ,ins Leben trat. (S. Fra nkreich.) Soult übernahm zwar mit dem Auswärtigen die Prä>sidenlschaft; allein P. blieb, mit dem Portefeuille der Finanzen, das eigentliche Haupt derVerwaltung. Als im Febr. 1849 die beantragte Dotation des Herzogs von Nemours vonder Kammer verworfen wurde, trat P. mit seinen Collegen zurück und überlieferte dasStaatsruder an Thiers. Seine politische Thätigkeit beschränkte sich seitdem auf die Depu-tirtenkammer, dis er >844 zum Pair erhoben wurde. — Auch sein Bruder Antoine P., .der, früher bei dem Nechcnhofe angestellt, nach der Julirevolution Präfect im Departementder Eure wurde und diese Stelle bis > 83" verwaltete. Wo er in die Kammer gelangte, hatsich als glückliches Nednertalcnt bewiesen.
PaßwanOglu, geb.zu Widdin >758, der Sohn desBaschiPaßwan Omarzu Widdin, der 179t wegen seiner Ngichthümer hingerichtet wurde, empörte sich, um denTod seines Vaters zu rächen, gegen die Pforte, sammelte eine Schar von 5999 Insur-genten, bemächtigte sich damit im 1.1797 der Stadt Widdin und stellte sich daselbst an dieSpitze der misvergnügten Janitscharen, mit deren Hülfe er einen so furchtbaren Aufstanderregte, daß das türk. Reich eine Zeit lang davon erschüttert wurde. Die glücklichen Erfolge,welche Paßwan Oglu errang, zwangen die Pforte, ihm 1798 Begnadigung zu gewährenund das Paschalik von Widdin zu verleihen. Er starb 1897.
Pasta (Giuditta), eine der ausgezeichnetsten dramatischen Sängerinnen ihrer Zeit,geb. zu Como 1798, erhielt theils hier durch den Kapellmeister am Dom, Bartolome«Leotti, theils im Conservatorium zu Mailand ihre musikalische Ausbildung. Seit I8I Itrat sie in Oberitalien aus den Theatern zweiten Ranges auf; sie sang mit Beifall inBrescia, Parma und Livorno, keineswegs aber gab sie damals Hoffnung zu ihrer nach-maligen Größe. Erst 1822, während des Congresses zu Verona, fing sie an, Aufsehen zuerregen. Im nächsten Jahre erhielt sie einen Ruf nach Paris, wo sie Alles in Staunenversetzte. Erst setzt schien cs ihr klar zu werden, was sie zu leisten berufen sei, und mit unab-lässiger Anstrengung rang sie danach, dieses höchste Ziel, das sie sich selbst gesteckt hatte, zuerreichen. Bereits als erste Sängerin gefeiert, lebte sie in Paris, doch fast nur dem Studium,und gewann sich so jene äußere Vollkommenheit, welche die höchsten Leistungen nicht ent-behren können. Auf dem höchsten Gipfel ihrer Kunst befand sie sich in den I. 1825—39;ihren letzten Triumph feierte sie l 832 in Wien, wohin sie berufen wurde. Später hatte sieihren Aufenthalt abwechselnd in Mailand und auf ihrer Villa am Comersee. Doch auchsic wußte nicht zu rechter Zeit sich zurückzuziehcn, und nur bedauerlich mag man es nennen,daß sie noch in den letzten Jahren, bei den immer merklichem Zeichen, daß die Zeiten ihresElanws vorüber seien, eine größere Reise durch Europa unternahm, um öffentlich aufzu-treten. Sie besaß in ihrer Blütezeit bei dem klangvollsten Organ einen Umfang von zweiund einer halben Octave, vom »«gestrichenen g bis zum dreimal gestrichenen 9, sodaß sieallen Foderungen an den Contraalt und an den hohen Sopran aufs vollständigste ge-nügen konnte. Noch höher stand der intensive Werth ihrer Stimme, wodurch jeder ihrerTöne zu einem vollen, reinen Glockenlaut wurde. Außerordentlich wie ihre Stimme, wardie Gestalt der Sängerin. Ihre Erscheinung auf der Bühne hatte die Majestät der be- §herrschenden Ruhe, und bei allem Feuer und aller Kühnheit blieb ihr plastisches Spiel dochimmer edel und begrenzt. Ihre vorzüglichsten Rollen waren Medea, in der gleichnamigenOper von Sim. Mayr, Desdemona in Nossini's „Othello", Semiramide in dessen Opergleiches Namens und Giulia in Zingarelli's Oper „Romeo und Giulia". ^
Paste nennt man eine gewisse Art Arzneimittel, welche man durch Auflösung vonPflanzenschleim und Zucker in reinem Wasser oder einem Decoct und darauf folgendes iAbdämpfen bis zu einer weichen, zähe», aber nicht klebenden Masse gewinnt. Am bekann-testen sind die Süßholzpaste (Unsta licjiiicitiae), aus Süßholzabkochung, Mimosen-gummi und Zucker bereitet, und die E u m mipa ste (käst» xummosa), eine Lösung von "Mimosengummi und Zucker mit nachfolgendem Zusatz von Eiweiß und aromalischkniWasser, unter den Namen braune und weiße Neglise- Beide sind bei leichten entzündlichenReizungen der Kehlkopf- und Luftröhrenschleimhaut zu empfehlen.