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wurde derLiard zur Kupfermünze und für Frankreich und Lothringen ausgeprägt. Er trugdie Aufschrift: I^iarcl üo Trance oder I^iurcl <Ie I^nriuine und hatte den Werth von drei -Deniers, also den vierten Theil eines Sou. '
Libanius, der gebildetste und geistreichste asiat.-griech. Sophist des 4.Jahrh.n.Chr.,war aus Antiochia in Syrien gebürtig und begab sich aus Eifer für die Wissenschaften nachAthen. .Hierauf errichtete er zu Konstantinopel, nachdem man ihn von einer bereits zugc-sagten öffentlichen Lehrstelle daselbst durch Zntrigue entfernt hatte, eine Privatschule, dieer aber, von dem Hasse der übrigen Sophisten verfolgt, auch wieder aufgeben mußte. Um34» n. Ehr. wendete er sich nun nach Nikomedien, wo er ebenfalls mit ähnlichen Cabalenzu kämpfen hatte, bis er nach fünfjährigem Aufenthalte zuletzt zu Konstantinopel unterdem Schutze und der Gunst der Kaiser Julianus, Valens und Theodosius Sicherheit und !Ruhe fand, die am Ende seines Lebens um 393 n. Chr. durch häusliches Unglück noch !getrübt wurde. Von seinen überaus zahlreichen, großentheils noch vorhandenen Schriften,in denen man ein ziemlich treues Abbild antiker Kunstform und Anmuth entdeckt, erwähnenwir besonders seine Reden, Declamationen, rhetorischen Vorübungen, Erzählungen, dieJnhaltsanzeigen zu den Reden des Demosthenes und Briefe. Die Reden und Declamationenwurden am vollständigsten von Neiske (i Bde., Altenb. und Lpz. 1791—97), die Briefevon I. C. Wolf (Anist. 1738, Fol.) herausgegeben, eine neu aufgefundene Rede vonSiebenkces in den „^necckots Arseeu" (Nürnb. 1798), eine Dcclamation von Boissonadein den „^uecclots grseca" (Bd. I, Par. 1829). Vgl. Petersen, „Lnmmeotatione» äeI^ibanin" (Kopenh. l827—28).
Libänon, ein Gebirge in Syrien, gehört zu dem Gebirgssystem, das in der Gruppedes Sinai und Horeb auf der Halbinsel zwischen den Meerbusen von Suez und Akababeginnt, und sich von da an nordwärts durch das peträische Arabien, Palästina und Syrienim engern Sinne parallel mit der Ostküste des Mittelländischen Meeres hinzieht, um sich imHintergründe des Meerbusens von Skanderun oder Alexandrette an den Taurus anzu- 'schließen. Der Libanon, der den Mittlern höchsten Theil dieses Gebirgssystems bildet, steigtungefähr unter 33'/^ n. Br. aus dem Thal des Nähr Kasmieh oder Nähr el Thani (desLeontes der Alten), welches ihn von den Bergen Galiläas trennt, empor, zieht sich dannin einer durchschnittlichen Breite von ungefähr 4 M.und in einer mittler« Höhe von unge-fähr 7»»» F. in einer Länge von mehr als 2»M. nach Norden hin, östlich nach Cölesyrien,westlich in das Mittelländische Meer sich jäh abdachend, bis er unter 34°/, ° n. Br. noch steilerzur Dschunie, d. h. Ebene, einer Verlängerung der Küstenfläche, abfällt. Der mittlereTheil des Gebirgs, der eigentliche Dschebel Liban der Araber, bildet ein 6 M. langes vonSüden nach Norden ansteigendes Plateau, das südlich den 7776 F. hohen Dschebel Saninund nördlich den 8796 F. hohen Dschebel Makmel zu Eckpfeilern hat. Am Fuße desletztem Berges zieht die Straße von Tripoli nach Damask über den Libanon, in ihremScheitelpunkt eine Höhe von 7IS4 F. erreichend. Etwa 130» F. unter diesem Punktebefand sich der berühmte Cedernhain, jetzt nur noch ein kleines Wäldchen von ungefähr4» Stämmen in einer sonst von aller Vegetation fast ganz entblößten Gegend. Obschonim Libanon einige Steinkohlenlager abgebaut werden, so sind es doch nicht die Schätze desMineralreichs, welche den Reichthum dieses Gebirgs ausmachen; dieser besteht vielmehrin den ungeheuer« Maulbeerbaumpflanzungen auf dem westlichen Abhang des Gebirgs. tDiese Pflanzungen gewähren die Mittel zu einer höchst ausgedehnten Seidenzucht, welchedie bedeutendste Hülfsquelle der Bewohner des Gebirgs bildet. Östlich parallel mit demLibanon läuft die Bergkette des Antilibanon, der Dschebel el Wast der Araber, der dasNordende der großen wcstarab. Gebirgskette bildet, die sich von derStraße Bab el Mandebnordwärts längs des Rothen Meeres, dann,.parallel mit der vom Sinai ausgehenden Kette,auf der Ostseite des peträischen Arabiens bis zum Antilibanon zieht, der unter 33'/-°n. Br. sich schnell aus den nieder» Vergebenen dieser westarab. Kette erhebt, und wie der 'Libanon bis zu 34'/-" n. Br. erstreckt. Er hat ziemlich dieselbe durchschnittliche Breite,erreicht den letzter« aber nicht in seiner mittler« Höhe. Da er außerdem erst von einemziemlich hohen Plateau aus sich erhebt, so erscheint er in Vergleich zu dem vom Meere auf-steigenden Libanon noch viel kleiner. Dagegen ist sein Culminationspunkt, der große Her»