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8 (1846) Kaaba bis Ligne
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Leuchtenberg (Eugen, Herzog von)

wenig auszurichten; doch gewann er am >4. Juni das Treffen bei Naab; auch zeigte erin der Schlacht bei Wagram seine militairischcn Talente. Nach der Scheidung seiner Mut-ter, bei welcher Gelegenheit er sich mit Würde benahm, ernannte ihn der Kaiser zum Nachfol-ger des Fürsten Primas alsGroßherzog von Frankfurt. Im russ. Feldzuge von >812 befehligteer das dritte Armeecorps mit Ruhm in den Gefechten bei Ostrowno und Mohilew und in derSchlacht an der Moskwa. Seiner und Ney' S (s. d.) Thätigkeit auf dem unglücklichenRückzuge hatte Frankreich wenigstens die Erhaltung der Trümmer des Heers zu verdanken.Nach Napoleon's und Murat's Abgänge übernahm er den Oberbefehl und zeigte in derunglücklichen Lage kriegerische Geschicklichkeit wie Festigkeit des Charakters. Am 2. Mai1813 entschied er durch die Umgehung des rechten feindlichen Flügels den Sieg in derSchlacht bei Lützen und den Rückzug der Verbündeten. Von Dresden aus schickte ihn Na-poleon nach dem bedroheten Italien, wo er sich nach dem Beitritte Ostreichs zur Coalition,selbst nach Murat's Abfall, auf das geschickteste zu vertheidigen wußte. Nach dem SturzeNapoleon's schloß er, am 23. Apr. 1813, mit dem Grafen Bellegarde eine Convention,nach welcher Ostreich Mantua und die Lombardei überliefert wurde. Vergebens boten ihmdie verbündeten Mächte auch jetzt das Großherzogthum Genua an.Möge mein Degen inder Hand zerbrechen", schrieb er dem Kaiser Alexander,wenn ich je Napoleon oder Frank-reich verrathe". Er begab sich mit seiner Familie zunächst nach Paris, wo er die sranz.Marschallswürde ablehnte, dann nach München und nach Wien, wo er dem Congrcsse bei-wohnte. Bei Napoleon's Rückkehr ging er nach Baireulh, nahm aber an den Begebenhei-ten des I. 1815 keinen Antheil. Im Vertrage von Fontainebleau, am I l. -Apr. 1813,waren ihm für seine Dotationen inJtalien Entschädigungen imBetrage von 2025 Mill.Francs ausgeworfen worden; der Congreß bestimmte aber, daß er seine Dotationen in derMark Ancona behalten und vom Könige beider Sicilien 5 Mill. Francs empfangen sollte.Er überließ diese Summe der Krone Baiern und erhielt dafür von seinem Schwiegervater,dem Könige Maximilian Joseph, die Landgrafschaft Leuchtenberg und das FürstenthumEichstädt. Er starb zu München am 21. Febr. 1823 und hinterließ das Andenken einesredlichen, äußerst wohlwollenden und unbefleckten Charakters. Vgl. Aubriet,Vis poiili.-gue et militaire ll'LuAene Lesubarnais" (2. Ausl., Par. 1825) und Vaudoncourt,8i-stoire politiczue et militaire ck» prince Luj-öu«" (3 Bde., Par. 1827). Seine Gemahlin,Amalie Auguste, die älteste Tochter des Königs Maximilian Joseph vonBaiern, geb.am21. Juni 1788, zeigte sich als Vicekönigin ebenso tugendhaft und charaktervoll wie später.Besonders erwarb sie sich große Verdienste um die sorgfältige Erziehung ihrer Kinder.Außer zwei Söhnen ist sie Mutter von vier lebenden Töchtern: Josephine, geb. >807, dieGemahlin des Königs Oskar von Schweden; Eugenie, geb. 1808, die Gemahlin des re-gierenden Herzogs Friedrich von Hohenzollern-Hcänngen; Amalie, geb. 1812, die Witwedes Kaisers Dom Pedro von Brasilien; Theodelinde, geb. 1813, seit 1831 die Gemahlindes Grafen Wilhelm von Würtcmberg. Der älteste Sohn, KarlAug. Eugen N a -poleon,HerzogvonL., durch Vermählung mit der Königin Donna Maria königlicherPrinz von Portugal, wurde zu Mailand am 0. Dec. > 81o geboren. Die Italiener begrüß-ten seine Geburt mit lebhafter Freude. Der Prinz erhielt nach der Anordnung seines Va-ters die ausgezeichnetsten Lehrer und machte besonders in der Mathematik große Fortschritte:Im I. >820 besuchte er die Universität München. Zufolge der Vermählung seiner Schwe-ster mit dem Kaiser Dom Pedro begleitete er dieselbe 1820 nach Brasilien und erwarb sichdie Liebe seines Schwagers. Während der Revolution in Belgien wünschte ihn die eineder Parteien auf dem belg. Throne zu sehen ; doch scheiterte das Project an dem Wider-stande des sranz. Hofs, der für den Herzog von Nemours als Bewerber auftrat. Auch wiesihn die sranz. Regierung 1832 aus Frankreich, als er zu Paris mit seiner Schwester, derKaiserin von Brasilien und deren Stieftochter, Donna Maria, eine Zusammenkunft haltenwollte. Auf den Wunsch des sterbenden Kaisers Dom Pedro wurde dem Prinzen nach demlängst gehegten Plane 1833 die Hand der jungen Königin Donna Maria (s. d.) vonPortugal angetragen. Er verließ Baiern gegen Ende Nov. und feierte seine Vermählungzu Lissabon am 25. Jan. 1835. Doch dieses glückliche Band, das auch die Nation mit gro-c?onv.-«ex, Neunte Aufl. VIII. 46