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Lernäische Schlange Lesage (Alain Renö)
Bücher ,,^u-clelü <1,I Rbln" (2 Bde., Par. > 835) und „Rtiides (übistoirs et Ne pbiioso-pbie" (2 Bde., Par. !836) enthalten vermischte Aufsätze über Literatur, Politik, Religion,Socialitat u. s. w., die zuerst in der „Revue des deux mondes" gestanden haben, derenthäliger Mitarbeiter L. noch gegenwärtig ist.
Lcrnäifche Schlange oder Hydra von Lcrna, vam Typhon und der Echidnaerzeugt, hauste in dem Sumpfe Lerna im Peloponnes und verwüstete die umliegende Ge-gend. Sie hatte nach Diodor l 00 , nach Simonides 50, nach Andern nenn oder gar blossieben Köpfe, von welchen der mittelste unsterblich war; auch soll sie einer Sage zufolgegeflügelt gewesen sein. Als Hercules vom Eurystheus den Auftrag bekommen, sie zu tödten,verband er sich zu diesem Zwecke mit dem Jolaos, verjagte sie aus ihrem Lager mit seinenPfeilen, ergriff sic mit den Händen und sing an, ihr die Köpfe abzuhauen. Aber zu seinemErstaunen kamen an der Stelle jedes abgeschlagenen Kopfs zwei neue hervor. Außerdemschickte Hera der Hydra noch einen Ungeheuern Krebs zu Hülfe, welcher den Hercules anden Füßen verwundete. Doch ihn erschlug Hercules und befahl darauf dem Jolaos, einennahe gelegenen Wald in Brand zu stecken. Mit den glühenden Bränden fuhren nun Beidejedesmal über die Stelle eines abgehauenen Kopfes hin, wodurch die Wunden ausgebranntwurden, sodaß kein neuer Kopf hervorwachsen konnte. So schlug Hercules der Hydra nachund nach alle Köpfe ab, bis auf den unsterblichen, welchen er in die Erde vergrub und miteinem großen Felsstücke bedeckte. Seine Pfeile aber tauchte er in das giftige Blut des Un-geheuers. Nach andern Sagen soll sich Hercules bei diesem Kampf eines goldenen, sichel-förmigen Schwerts bedient haben.
Leros, auch L cre a, war der alte Name einer zu den Sporaden gehörigen Insel imÄgeischen Meere, an der Küste von Karien, südöstlich von Pakmos, welche jetzt Lcro heißt.
Leroux (Pierre), franz. Philosoph mit svcialistisch-demokratischer Färbung, geb.1805 zu Rennes, machte auf dem dortigen College seine Studien und wurde dann Buch-drucker. Als solcher arbeitete er > 824 in Paris- Hier verband er sich mit seinem FreundePaul Franc. D ub ois (s. d.) zur Herausgabe des „6Ic>Ks", welcher das einflußreiche Or-gan der neuen literarischen Schule wurde. Einige Zeit hindurch gehörte er der Saint-Sr-monistischen Richtung an, redigirte dann mit Hippolyte Car not (s. d.) die „Revue ei,cz-elopecligne" (1832—35) lind bctheiligte sich an der republikanischen „Revue klu pro-grss". Zugleich begründete er mit H. Neynaud die „Rnczclopädie moderne" (1834),welche dem radicalen Principe huldigt. In der Folge hat sich der demokratische Stand-punkt bei L. immer schroffer herausgcstellt. Die ausführlichste, wenn auch nicht in derForm eines Systems abgeschlossene Darstellung seiner philosophischen Ansichten findet sichin seiner Schrift „Hs 1'bumsnile" (Par. 1841). Er desinirt die Philosophie überhauptals die Doctrinc vom Fortschritt, und seine ganze Lehre, weiter ausgeführt, würde eineGeschichte der Eütwickelung des menschlichen Bewußtseins geben. Sehr beachtenswerthsind seine Aufsätze über Staat und Gesellschaft in der gehaltreichen „Revue indchisndaute",welche von chm in Gemeinschaft mit Georges Sand und L. Viardot begründet wurde.
Lesage (Alain Nene'), der Verfasser des „6il Rias", geb. zu Sarzeau auf.der Halb-insel Rh'uy's im Departement Morbihan, am 8. Mai 1668, verlor früh seine Altern undkam durch die Nachlässigkeit seines Oheims um sein nicht unbeträchtliches Erbe. SeineStudien machte er bei den Jesuiten zu Bannes, die ihn später auf einem ihrer Meierhöfein der Bretagne anstelltcn. Im I. 1692 kam er nach Paris, in der Absicht, seine philoso-phischen und juristischen Studien zu machen und irgend ein Unterkommen zu suchen.Seine persönlichen und geistigen Annehmlichkeiten erleichterten ihm seine Pläne; er fandZutritt zu den besten Gesellschaften und gewann die Neigung einer Dame höhern Standes,die ihm ihre Hand anbot. Doch löste sich dieses Verhältnis und er heirathete 1695 dieTochter eines pariser Bürgers. Er ließ sich in die Liste der Parlamentsadvocaten einschrei-ben, doch aus Neigung für die Literatur gab er nach wenigen Jahren die Advocatur ganzauf. Seinen Lebensunterhalt gewährte ihm lediglich der Ertrag seiner Schriften; dennan den Pensionen des Hofs hatte er nie einen Anthcil. Doch fand er in dem Abbe vonLyonne «inen Freund, der, begeistert für span. Sprache und Literatur, L. das Spanische
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