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8 (1846) Kaaba bis Ligne
Entstehung
Seite
705
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Leptis Lerche 705

über die Verwandtschaft der semit., »nd., äthiop. und anderer sprachen, die zweite überden Ursprung der Zahlwörter in den indogerman. Sprachen, eingereicht, und dafür denPreis (1200 Francs) erhalten. Seine Anwesenheit in Italien benutzte er außerdem zuForschungen über die ctrur. und oscische Sprache, deren Überreste er in denInscriptio-nes nmliricue et v5cse" mit einem erläuternden Commcntar (Lpz. 1841) herausgab,und zu den zwei AbhandlungenÜber die tyrrhenischen Pclasger in Etrurien und überdie Verbreitung des italischen Münzsystems von Etrurien aus" (Lpz. 1842 ) gehören.In England, wohin L. von Rom aus >838 in Geschäften des Instituts gereist war,fand er Bunsen wieder, mit dem er den Plan zu einem großen historisch-antiquarischenWerke über Ägypten entwarf, das er auch sofort in Angriff nahm, dessen Vollendungaber von der ägypt. Reise, die er zuvor unternehmen sollte, abhängig gemacht wurde.Aber statt einer Einzelreise wurde L. mit der Oberleitung einer ägypt. Expedition beauf-tragt, welche der König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen auf die Fürsprache Huin-boldt's, Bunsen's, des Ministers Eichhorn und der Akademie der Wissenschaften beschlos-sen. Dieselbe anzutreten, ging L. im Sommer 1842 zunächst nach London, wo er bis zum15. Juli 1842 verweilte. In Alexandrien fand sich die ganze Expedition zusammen. DieTheilnehmer waren die beiden Hieroglyphenzeichner Weidenbach, die Architekten Erbkamund Wild, der Engländer Bonomi, der Prediger Abcken, der Maler Georg», im Gan-zen zehn Personen, mit etwa gleich viel Dienern und einem Dragoman. Von denSchicksalen, welche die Expedition erlebt hat, ist nur Erfreuliches zu berichten, da sie überallvon der ägypt. Negierung begünstigt und beschützt war, auch keins ihrer Mitglieder gestor-ben ist. Einige der wichtigen Resultate, die man dieser Expedition bereits verdankt, sindfolgende. Für die Erforschung der ägypt. Denkmäler des ältesten Pharaonischen Reichsvon der 18. Manethoniscben Dynastie und der äthiopischen jenseit der zweiten Kataraktehat L. auf den Gräberfeldern zu Giseh und Sakara gegen 30 neue Gräber der ältestenägypt. Dynastie öffnen lassen, auch zum ersten Male den historischen Beweis geführt, daßdie bei Howara vorhandenen Ruinen wirklich die des Labyrinths des Möris sind. Älsdannhat die äthiop. Reise als wichtigstes Ergebniß die Überzeugung geliefert, daß die im Alter-thum so berühmte äthiop. Macht und Weisheit keine andere gewesen sei als eine, etwa2000 Jahre v. Ehr. eingewanderte ägypt. Civilisation, daß ferner noch eine große Anzahlecht äthiop. Inschriften von den meroitischen Pyramiden bis nach Philä vorhanden sindund daß dies äthiop. Kernvolk von Meroc kein schwarzes, sondern ein braunes und kauka-sisches war, dessen Herrschaft später sich hauptsächlich nach Osten wendete und im Mit-telalter unter dein Namen der Bcdja ein zu beiden Seiten des Rothen Meeres »nächtigesReich gründete. Endlich hat L. durch neue Ausgrabungen in dem sogenannten Memno-nium in Theben, besonders im hintern, noch unbekannten Theile, zum ersten Male einenvollständigen und in keinem wesentlichen Punkte zweifelhaften Erundplan dieses schönstenunter den ägypt. Tempeln entdeckt, sowie auch das Grab des Ramnes-Sesostris in Babel-meluk und die Haupttcmpel mit größter Genauigkeit neu ausmessen und aufzeichnen las-sen. Vor seiner Abreise nach Ägypten war L. zum Dircctionsmitgliede des archäologischenInstituts gewählt und vom Könige von Preußen 1842 zum außerordentlichen Professorin Berlin ernannt worden. Die Expedition wird im Laufe des I. 1845 zurückkehren.

Leptis hießen zwei von den Phöniciern gegrüiidete Städte an der Nordküste vonAfrika, die beide unter karthag., später unter röm. Herrschaft kamen. Die eine, I-eptisparva genannt, lag nördlich von der kleinen Syrte, iin heutigen Tunis, die andere, I^optirmagna, östlich vom heutigen Tripolis, wo noch der Name eines OrtS Lebeda und weitläu-fige Ruinen aus der röm. Zeit an sie erinnern.

Lerche ist der Name einer über Europa und Afrika verbreiteten Gattung von Sper-lingvögeln. Der Flug der Lerchen ist flatternd; daher sie sich meist laufend an» Boden be-wegen, wo sie auch ihre wesentliche Nahrung, harte Samenkörner, aufsuchen. Sie lebenin Monogamie, sind übrigens gesellschaftlich und durch Gesang ausgezeichnet, vertragendie Gefangenschaft weniger gut als verwandte Vögel, und wandern in Zügen. Das Gefie-der der curop. Arten ist braun oder grau, das der ausländischen häufig bunt. Man fängtConv.-Lex. Neunte Aufl. VIII. 45