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8 (1846) Kaaba bis Ligne
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Lepidus 703

u schaffung aller Adelsrechte und Titel. Im Aufträge der Versammlung entwarf er hieraufr den allgemeinen Theil eines neuen Strafgesetzbuchs, in welchem die Todesstrafe nur auf

s die Häupter politischer Parteien beschränkt war. Diese merkwürdige Arbeit kam am 22.

!i ' und 23. Mai 1791 zur Verhandlung, fand aber damals noch sehr heftigen Widerspruch,ir Im Processe des Königs stimmte er für dessen Hinrichtung ohne Aufschub und Appella-I. tion. Dieses Votum wurde die Ursache seines Todes wie seiner revolutionairen Berühmt-er heit. Ein Gardesoldat, Namens Paris, stieß ihm am2ü. Jan. 1 793 in einer Nestauration,

g nachdem er ihn über seinen Namen und sein Votum befragt, den Säbel in den Leib. Der

n Mörder entfloh und wurde niemals aufgefunden. Der Convent decretirte 8. die Ehre des

l- Pantheons und erklärte seine einzige Tochter zum Adoptivkind der Nation. Sein Leichen-n begängniß geschah mit großem Pomp und seinen Namen legte man einer Straße bei. Auche> mit seiner Büste wurde bei revolutionairen Aufzügen, bei den Festen der Vernunft und

r- selbst im Convente viel Unfug getrieben. FelixL., Graf von Saint-Fargeau, des Vo-

i! rigcn jüngerer Bruder, geb. am 12. Juli 1 769, war beim Ausbruche der Revolution Ad-

2 jutant des Prinzen von Lambesc und ein sehr heftiger Gegner der Bewegung. Nach dem

l, Tode des Bruders zeigte er sich jedoch als eifriger Jakobiner und verwickelte sich sogar >796

t. in die Verschwörung Babeufs, wurde aber freigesprochen. Nach dem Attentat vom 3. Ni-

rr vöse (23. Dec. 189») gegen den ersten Consul bemächtigte man sich seiner und verbannte

l- ihn bis zum I. >803 nach Italien. Während der Hundert Tage schickte ihn das Wahlcol-

>) lcgium von Dieppe in die Deputirtenkammer, wo er großes Aufsehen machte, indem er

te Napoleon als den Retter des Vaterlandes proclamirte. Mit der zweiten Restauration

m mußte er deshalb in die Verbannung nach Frankfurt am Main wandern. Er ist der Her»

ausgeber derOeuvres" seines Bruders (Brüss. > 82>), die neben mehren juristisch-publi-r- cistischen Schriften auch den erwähnten Strafgesetzentwurf enthalten,m Leprdus ist der Name einer röm. Familie, die zu dem altpatrizischen Geschlecht der

s Amilii gehörte. Am bekanntesten sind Marcus Ämilius L-, derim I. 78 v. Chr.m als Consul den Versuch machte, die Einrichtungen Sulla's umzustürzen, und mit einem

>it Heere gegen Rom rückte, aber, von Catulus und Pompejus geschlagen, im I. 77 nach

.) Sardinien floh, wo er starb, und sein gleichnamiger Sohn, der Triumvir. Dieser erklärte

n- ! sich als Prätor im I. 39 für Cäsar, der, da er selbst nach Spanien eilte, Nom unter seinete Obhut stellte und durch ihn zum Dictator ernannt wurde. Cäsar gab ihm im I. 38 das

diesseitige Spanien als Provinz, machte ihn dann zu seinem Magister Equitum und im I.i- 30 auch zu seinem College» im Consulak. Für das J.33 war ihm das narbonensische Gäl-te lien und Spanien zur Provinz gegeben; mit der Zusammenziehung seines Heers beschäf-

n- tigt, weilte er noch vor Nom, als Cäsar ermordet wurde, und Antonius, der ihm dieWürde

t- des Pontifex Maximus verschaffte, wußte nun ihn und seineTruppen zu benutzen. Im Mu-lt- tinensischen Kriege, 3 3 v. Chr., unterstützte er von Gallien aus den Antonius, anfangs unter

:>- der Hand, doch bald vereinigte er sich offen mit ihm. Als Octavian sich auch mit Antonius

th verband, wurde L. gegen Ende Oct. mit in das Triumvirat ausgenommen, in welchem er

en bei seiner Charakterschwäche und dem Mangel an staatsmännischen und kriegerischen Ta-

en lenken nur eine untergeordnete Nolle spielen konnte. Bei der Theilung der Provinzen nach

ck. , der Schlacht bei Philippi wurde er von Octavian und Antonius, die ihn als Consul im I.as , 32 zur Bewachung von Italien zurückgelassen hatten, nicht befragt; doch gaben sie ihm im

n. I. 3« die anfangs vorenthaltcne Provinz Afrika. Auch bei der Erneuerung des Triumvi-

n. rats im I. 37 blieb er in demselben, obwol er weder bei der zweiten Theilung zu Brundi-

a- sium im I. 3», noch bei dem Vergleich mit Sext. Pompejus zu Misenum im I. 39 zuge-

W zogen worden war. Im I. 36 endete seine öffentliche Wirksamkeit. Er war, als der Krieg

ch gegen Sext. Pompejus von neuem ausbrach, auf Octavian's Auffoderung nach Sicilien

übergegangen, hatte nach des Pompejus Flucht acht Legionen desselben, die in Messanaid , lagen, an sich gezogen, und im Vertrauen auf diese Macht wollte er seinen Anspruch aufw Sicilien gegen Octavian mit gewaffneter Hand durchsetzen. Als es aber zum Kampfe kom-

ch men sollte, wurde er von seineü Soldaten verlassen, die Octavian gewonnen hatte, und

n- mußte sich diesem ergeben, der ihm sein Vermögen und auch die Pontifexwürde ließ, bis er

b> im I. 1 3 v. Chr. starb. An der Verschwörung, die sein gleichnamiger Sohn, den er mit