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8 (1846) Kaaba bis Ligne
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und Steuerdirection in Hanau. Neben seinen Berufsgeschäftcn strebte er fortwährend nachweiterer Ausbildung in den mineralogischen Wissenschaften. Zn diesem Behufs unternahmer 1803 eine Reise nach Sachsen; auch bereiste er 1805 Franke», Baiern, Ostreich, Salz-burg undSchwaben. Als das Fürstenthum Hanau 18! 0 an den Großherzog von Frank-furt abgetreten wurde, war 8. Kammerrath; Dalberg ernannte ihn sofort zum Generalin-spector der Domainen; doch verwaltete er diese Stelle nur einige Monate, da er, in Folgeder bei dem Liquidationsgeschäste zwischen Hanau und Frankreich erregten Unzufriedenheitder franz. Behörden, schon in den ersten Tagen des I. ! 8lI susvendirt wurde. Hierauflebte er den Wissenschaften, bis sich der Grvßherzog von dem Unrechte, welches L. zugefügtworden, überzeugte,ihn I8l2 zum Geh. Rath ernannte und ihm die Generalverwaltungder Octroidomainen übertrug. Da 8. nach der Restauration in Hessen keine seinen Erwar-tungen entsprechende Anstellung fand, so nahm er 1814 seine Entlassung aus dem Staats-dienste und ging nach München, wo er >815 eine Anstellung bei der königlichen Akademieder Wissenschaften erhielt. Dort lebte er ausschließend im Dienste der Wissenschaft und er-freute sich der besonder« Huld des Königs, der ihn bereits 1814 wegen der Verdienste, dieer sich um das bair. Heer bei der Schlacht von Hanau erworben, mit dem Commandeur-kreuze des Ordens der bair. Krone belohnt hatte. Im I. 1818 folgte er indeß dem Rufeauf den neubegründeten Lehrstuhl für Mineralogie und Geologie an der Universität zu Hei-delberg, wo er noch gegenwärtig wirkt. 8. ist der fruchtbarste deutsche Schriftsteller im Ge-biete der Mineralogie und Geognosie. So sehr er sich auch, besonders in seiner „Charakteri-stik der Felsarkn" (3 Bde., Hcidelb. 1824), in seiner, meist auf eigene Beobachtungen ideutscher Gebirge gegründeten Streitschrift „Die Basaltgebilde" (Stuttg. > 832) und inseiner „Uganda Feognostica" (2. Aust., Heidelb. 1830), als tüchtigen Beobachter ge-zeigt hat, so liegt doch sein Hauptverdienst in seinen systematischen und populairen Werken,von denen besonders die letzter« als unübertroffen bezeichnet werden können. Seine hierhergehörigen Hauptwerke sind die „Topographische Mineralogie" (3 Bde., Franks. 1805—0),„Grundzüge der Oryktognosie" (2. Aust., Hcidelb. 1833), „Handbuch der Oryktognosie"

(2. Aust., Heidelb. >826), „Grundzüge der Geognosie und Geologie" (3. Aust., Heidelb.1839), „Lehrbuch der Geologie und Geognosie" (Stuttg. 1833) und endlich seine unterdem Titel „Geologie oder Naturgeschichte der Erde" (4 Bde., Stuttg. 1836—45) erschie-nenen und als „6öolo^,e (168 geas du Monde" ins Französische übersetzten populairenVorlesungen. Mit Bronn zusammen gibt 8. seit 1830 das „Jahrbuch für Mineralogie"heraus. Er ist als Geolog der neuern Schule zugethan, und sein mineralogisches Systemschließt sich den chemischen zunächst an. An Darstellungsgabe wird er von keinem neuernSchriftsteller dieser Fächer übcrtroffen.

Leonidas, König von Sparta, bestieg nach dem Tode seines Vaters Anaxandridesim I. 491 v. Chr. den Thron und erhielt, als der Perserkönig ikerxe s (s. d.) mit einemungeheuren Heere Griechenland bedrohte, den Oberbefehl über die aus 300 Spartanernund ungefähr 6000 M. Hülfsvölkcrn bestehende Vertheidigungsmacht, die er 480,v. Chr.nach Thermopylä (s. d.) führte und dort so geschickt aufzustellen wußte, daß die Perser,als sie, bei diesen Engpässen angelangt, die Größe der ihnen entgegenstehenden Hindernisseerkannten, den 8. durch die lockende Verheißung der Herrschaft über ganz Griechenland fürsich zu gewinnen suchten. Als man diesen Vorschlag zurückwies, sandte Terxes einen Heroldmit der Auffoderung an die Griechen, ihre Waffen auszuliefern. „Er komme und hole sic!"war die Antwort des Spartanerkönigs. Drei Mal wurde das von den Persern nun ver-suchte Eindringen in die Engvässe mit großem Verluste zurückgewiesen. Zu derselben Zeithatte aber der verräterische Grieche Epialtes eine auserlesene Truppe von >0000 Persernauf einem geheimen Wege über die Gebirge geführt, die nun im Rücken des 8. erschienen,der, als er Alles verloren sah, mit den 300 Spartanern, 700 Thespiern und 400Thebanernden in Masse eindringenden Persern sich entgsgenwarf und den Sieg ihnen so lange streitigmachte, bis er und die Seinen mit ihren Leichnamen den Kampfplatz deckten. — Außerdemsind unter diesem Namen zwei griech. Epigrammendichter bekannt, von denen der eine, ausTarent gebürtig, um 270 v. Chr., der andere, ausAlexandrien,von5S—I27n. Chr. lebte.