Leoben Leonhard 689
mische Oper „6 cioe" (Das heißt) beweist. Übrigens war er der erste Comxonist, der sichin seinen komischen Opern der Form der Rondos bediente. Als seine vorzüglichsten Opern-compositioncn erwähnen wir „sotonislia" (l 7 l 8); „Olimpiscle"; „I.n demenrn <Ii 'Vit»"(1735) und „Kokille in 8ciro" (1740); ferner die beiden Oratorien „8antn Llsna nlcsivario" und „I-n inorte 6'^dele", und unter seinen Kirchenstücken das „Vve Karin" undein „Kiserore" slln cspella, welches sich durch erhabenen Stil, harmonische und contra-punktische Vollendung und durch Adel und Klarheit der Schreibart auszeichnet.
Leoben, Stadt an der Mur im Herzogthume Steiermark, mit 3000 E-, Eisenwer-ken und Stcinkohlenbau, einem Oberbergamt und Berggericht und der Hauptniederlagedes steiermärk. Roheisens, ist durch den am 18. Apr. 1797 zwischen Ostreich und der franz.Republik abgeschlossenen Präliminarfrieden merkwürdig, welchem sechs Monate nachherder Friede zu Campo Formio (s. d.) folgte. „Laut dieses Präliminarfriedens erhieltFrankreich Belgien und den Rhein, außerdem trat Ostreich in Italien alles Land bis an denOglio ab, dagegen sollte es die Terra firma von Venedig bekommen, dieses aber durch diedrei päpstlichen Lcgationen entschädigt und aus den übrigen ital. Ländern eine Republik ge-bildet werden.
Leobschütz, Stadt im Regierungsbezirk Oppeln der preuß. Provinz Schlesien undHauptort de§ preuß. Antheils der dem Fürsten von Lichtenstein gehörigen FürstenthümerJägerndorf und Troppau, unweit der Zinna, mit 5600 E., hat drei katholische und eineevangelische Kirche, ein katholisches Gymnasium und ein Waisenhaus und ist Sitz der fürst-lichen Negierung und eines Fürstcnthumsgerichts. Außer starken Getreide- und Flachs-märkten machen Garnhandel und Leinwand-, Strumpf- und Tuchmanufactur die Haupt-nahrung des Orts aus.
Leon, ein span. Königreich, im nordwestlichen Theile Spaniens, wird im Nordendurck Asturien, im Osten durch Altcastilien, im Süden durch Estremadura und im Westendurch Portugal und Galicien begrenzt, und nimmt einen Flächcnraum von 943 IHM. ein,der von nickt mehr als ungefähr 1 Mill. Menschen bewohnt wird. L. ist ein gebirgigesLand und wird in der Mitte in seiner ganzen Breite vom Duero durchflossen. Es ist größ-tentheils nickt sehr fruchtbar und nichts weniger als gut angebaut. In den ältesten Zeitenwar es abwechselnd von Römern, Gothen und Sarazenen beherrscht, bis die Spanier die-selben vertrieben und ein eigenes Königreich hier gründeten, das 1065 mit der Krone C a-stilien (s. d.) vereint, nach Alfons'VIII. Tode wieder davon getrennt, 1218 jedoch aufsneue damit verbunden wurde und seitdem die Schicksale dieses Reichs thcilte. (S. Spa-nien.) Es wird in administrativer Hinsicht in die sechs Provinzen Leon, Valladolid, Pa-lencia, Toro, Zamora und Salamanca getheilt. Die bedeutendsten Städte sind Leon,Vallad olrd (s. d.) und Salamanca (s. d.). Leon, die I-ogio sezitimans gemms, vonder das Königreich den Namen erhalten hat, an der Bernesja und dem Torio, mit 6000 E.,ist der Sitz eines Bischofs und einer gelehrten Schule, hat einschließlich der Kathedrale 13Kirchen, die mit ihren vielen Thürmen der Stadt rin großartiges Aussehen geben, und einprächtiges Nathhaus. Unter den Klöstern war das des hcil.Zsidro berühmt, weil hier langeZeit die Könige des Landes beigesetzt wurden. Zn gewerblicher Hinsicht ist nur der Handelmit Arzneipflanzen von Bedeutung.
Leon oder Isla de Leon, eine zur span. Provinz Sevilla gehörige, mit der Land-zunge, auf deren nordwestlicher Spitze die Stadt Cadiz (s.d.) liegt, drei M. lange Inselim Atlantischen Ocean, nordwestlich von der Straße von Gibraltar, wird vom Festlandenur durch den schmalen Meercsarm von San-Pedro getrennt, über welchen die Brücke delSuazo führt, welche die Insel mit dem Festlande verbindet.
Leonardo da Vinci, s. Vinci.
Leonhard (Karl Cäsar von), Geh. Rath und Professor der Mineralogie und Geo«logie an der Universität zu Heidelberg, geb. zu Rumpenheim bei Hanau am 12. Sept. 17 7 9,wurde durch Privatunterricht zur akademischen Laufbahn vorbereitet und studirte 1797—99 in Marburg, dann in Göttingen, wo Blumenbach ihm die Vorliebe für die mineralogi-schen Wissenschaften einflößte. Bereits im 1.1800 wurde er Assessor bei der Landkassen»Conv.-Lex. Neunte Aufl. VIII. 44