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8 (1846) Kaaba bis Ligne
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680
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680 Lemoine Lemot

Thasos, jetzt Stalimenc genannt und zum türk. Ejalet Dschesair gehörig, mit einem Um-fange von 12 IHM. und ungefähr 8000 gricch. E., ziemlich unfruchtbar und holzarm, aberreich an gutem Weine, war schon im Alterthume berühmt durch die sogenannte 1'erralomniaoderSieg elerde (s. d.), die theils als Heilmittel, theils als Farbestoff gebrauchtwurde und noch jetzt ausgeführt wird. In einem feuerspeienden Berge, der aber nicht mehrthätig ist, war der Sage nachdie Werkstätte und der Lieblingßaufenthalt des V ulk an (s.d.),der daher auch den Beinamen Lemnius erhielt, wie überhaupt die ganze Insel viele wunder-sam gebaute Höhlen und selbst ein Labyrinth hatte. Auch erzählt man, daß hier die Weibereinst in einer Nacht alle Männer ermordet, mit Ausnahme der Hypsipyle (s. d.), die ih-ren Vater verschonte, und daß P h i l o k t e t (s. d.) wegen seiner Wunde am Fuße hier län-gere Zeit verweilen mußte. Vgl. Rhode, „Res lomnicae" (Bresl. 1829). DieHauptstadtheißt jetzt Lemn oS, im Alterthume Myrina, hat etwa 1000 E. und ist der Sitz einesgricch. Bischofs.

Lemoineoder Lemoyne ist der Name mehrer berühmter franz. Künstler. — Franc.L., geb. 1688 in Paris, wurde 1718 Mitglied der Akademie, ging 172-1 nach Italien underhielt 1736 die Stelle als erster königlicher Maler. In einem Ansalle von Schwermut!)nahm er sich am 4. Juni > 737 das Leben. Er gilt für einen der letzten franz. Maler derZeit Ludwig's XIV., die sich noch einigermaßen vor dem gänzlichen Versinken in hohle Ele-ganz und Manier zu bewahren wußten, obschon er sich durchaus nicht völlig frei davon er-hielt. Sein berühmtestes Werk ist der Plafond des großen Saales in Versailles, die Apo-theose des Hercules darstellend; überhaupt waren ihm ausgedehnte Deckengemälde dieliebste Aufgabe. — JeanBapt. L., geb. in Paris >704, gest. 1778, war einer derbesten franz. Bildhauer des vorigen Jahrhunderts, doch mehr durch Feuer und Leben, alsdurch Gemessenheit und Reinheit der Formen ausgezeichnet. Bei Ludwig XV., den er mehr-mals zu Pferde und zu Fuß darstellte, genoß er besondere Gunst. Als seine Hauptarbeitengelten die Monumente Mignard's, Crebillon's, Fleury's u. Ah in Paris. — Der noch le-bende Bildhauer Saint-Paul L-, geb. in Paris 1781, ist einer der bessern franz. Künst-ler aus der neuclassischen Schule.

Lemontey (Pierre Edouard), franz. Rechtsgelehrter, Geschichtschreiber und Dich-ter, geb. zu Lyon am 1-1. Jan. 1762, trug bei der Zusammenberufung der Generalstaatcnim I. 1789 durch eine kleine Schrift wesentlich dazu bei, daß den Protestanten die bürgcr-lichen Rechte zurückgegeben wurden. Als Abgeordneter des Rhoncdepartements in dcrNa-tionalversammlung schloß er sich der constitntionellen monarchischen Partei an und suchte,so viel er vermochte, die ausschweifenden Maßregeln der Demagogen zu mäßigen. Auchgelang es ihm, eine Menge abwesender Gelehrten, Künstler und Reisender, die man denEmigrationsgesehen unterwerfen wollte, zu retten. Bei den Verhandlungen über Lud-wigXVI. benahm er sich ebenso menschlich als brav. Während der Schreckensherrschaft hielter sich in der Schweiz auf und kehrte erst nach dem Sturze der Bergpartei nach Frankreichzurück. Später zog er sich eine Zeit lang ins Privatleben zurück und bereiste Italien. Nach-dem er wieder in Paris seinen Aufenthalt genommen, übertrug ihm in Verbindung mitzwei andern Gelehrten 1804 die Regierung die Censur der Theaterstücke, was ihm vielenTadel erregte. Nach der Restauration wurde er Generaldirector des Buchhandels und 1818Mitglied der Akademie. Er starb zu Paris am 26. Juni 1826. Von seinen Opern machte„Raima, cm le voxaFe en Oreee" während der Revolution großes Glück; unter seinenSchriften nennen wir den in Sterne's Geist geschriebenen Roman „ha kamille ilu äm-a, cmIrcms-nons a Raris" (Par. 1804), verfaßt bei Napoleon's Thronbesteigung, und den mei-sterhaften „Lssai sur I'etabüssement monsrdüczue cle Imnis XIV" (Par. 1818), der ei-nen Vorläufer seiner trefflichen „Ristoire cle la re^sncs et cle Is minorite cle houis XV"(2 Bde., Par. 1832) bildete, die er auf Anregung Napoleon's mit Benutzung der gehei-men Staatsarchive schrieb, weshalb sic unter der Restauration nicht im Druck erscheinendurfte, gleich nach seinem Tode von der Regierung mit Beschlag belegt wurde und erst nachder Julirevolution gedruckt werden konnte. Eine Sammlung seiner „Oeuvres" mit Aus-nahme des zuletzt erwähnten Werks erschien 1829 (5 Bde.).

Lemot (Franc. Fre'de'ric), einer der namhaftesten ftanz. Bildhauer der neuern Zeit,