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8 (1846) Kaaba bis Ligne
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Leipzig (Schlachten)

nach der Lausitz und Kursachscn und belagerte Leipzig. Die kaiserlich-sächs. Truppen warenim Parallelmarsche gefolgt, konnten jedoch erst am 21. Oct. über Wurzen zum Entsätze derStadt anlangen, wo Torstenson bereits einen Sturm gegen das Schloß unternommen undeine tüchtige Bresche hatte legen lassen. Beherzt rückte ihnen der schweb. General, um nichtzwischen der Stadt und der Armee eingeschlossen zu werden, am 23. Oct. vom Gerberthoreaus entgegen. So kam es am 2. Nov. auf derselben Stelle, wo ein Jahrzehnt früher Gu-stav Adolf Tilly schlug, nur daß die Stellung umgekehrt war, zur Schlacht, in welcher Tor-stenson die Kaiserlichen so ungestüm angriff, daß ihr linker Flügel, trotz aller Anstrengungihres Anführers, auseinanderstob und bald ihre ganze Linie aufgcrollt wurde. In dreiStunden war auch dieses zweite Treffen bei Breitenfeld entschieden und das kaiserliche Ge-schütz und Gepäck erobert. Die Belagerung L.'s wurde nun mit Nachdruck erneuert unddrei Wochen später (8. Dec.) siel die Stadt in die Gewalt der Schweden.

Am folgereichsten aber unter den Schlachten bei L. war dieB ölkerschlacht am 16.bis 18. Oct. 1813, ausgezeichnet ebenso durch ihre Ausdehnung, wie durch die Masse derStreitkräfte und durch die Dauer des Kampfs. Die verbündeten Mächte hatten für denHerbstfeldzug des I. 1813 den Plan entworfen, auf beiden Flanken Napolcon's zu operi-ren und sich in seinem Rücken zu vereinigen. Dahin waren die Bewegungen der schief. Ar-mee unter Blücher, der Nordarmee unter dem Kronprinzen Karl Johann von Schwedenan der Niederelbe und der großen Armee unter Schwarzenberg an der Oberelbe gerichtet.Die Umstände bestimmten endlich die Gegend von L-, wo man sich die Hände bieten undNapoleon von der Saale abschnciden konnte. Man darf annehmen, daß Napoleon dieseAbsicht wohl erkannte, aber auch früher» Erfahrungen zufolge sich stark genug glaubenmochte, sie zu vereiteln, soviel drohender auch die Gefahr jetzt für ihn erschien. Ein schnel-ler Marsch zwischen Mulde und Elbe und ein rascher Übergang über die letztere bei Dessau,dem Scheine nach forcirt, um nach Berlin vorzudringen, sollten den Heerführer der Nord-armee täuschen, zurückhalten und Napoleon Zeit gewähren, sich gegen Schwarzenberg zuwenden und denselben in das sächs. Gebirge zu treiben. War dieser überwunden, solltenBlücher und der Kronprinz von Schweden geschlagen und zerstreut werden. Nach dieserVoraussetzung erklärt es sich auch, warum Napoleon die Elbe festhalten ließ und nicht dar-an dachte, Sachsen zu räumen und sich aus dieser augenscheinlich mislichen Lage zu zie-hen. Er gab noch nichts verloren und konnte im günstigen Falle dann um so leichter vonder Elbe her den Oderfestungen die Hand bieten und seinen Vortheil weiter verfolgen.Dem Plane der Verbündeten gemäß zog das große böhmische Heer, > 26006 M. stark, vom12. Oct. an in drei Colonnen durch das Erzgebirge gegen L. Die Colonne des linken Flü-gels ging über Zwickau und Altenburg, d!.: der Mitte über Chemnitz, die des rechten Flügelsbei Dresden vorüber, wo sie den Marsch der andern Colonnen kurze Zeit verdecken und überFreiberg und Grimma zum Hauptheere sich hinanzichen sollte, um die Verbindung mit derNordarmee zu bewerkstelligen. Napoleon seinerseits beschäftigte sich vom 14. an gleichfallsaufs ernstlichste mit den Anstalten zum Entscheidungskampfc. In der Absicht, mit seinenvereinten Strcitkräften das im Vordringen nach L. begriffene böhm. Haupthecr womöglichvereinzelt anzugreifen und vor Ankunft des Kronprinzen von Schweden und Blücher's zuschlagen, hatte er schon vorher an alle nördlich gezogenen fraiu. Heertheile den Befehl er-lassen, aufs schleunigste zu ihm zu stoßen, und begann nun die nach und nach um ihn sichversammelnden Truppcncorps in einem Halbzirkel um L. herum aufzustellen. Um über dieseBewegungen nähere Kenntniß zu erhalten, fand am 13. Oct. von Seiten der Verbündeteneine große Necognoscirung statt, die zwei Stunden östlich von L., auf den Höhen von Wa-chau und Licbertwolkwiß, lebhafte Reitergefechke veranlaßte. Die Generale Klenau undWittgenstein commandirten an diesem Tage gegen Murat, welcher beinahe gefangen ge-nommen worden wäre, und gegen Abend wurde der für beide Theile ehrenvolle Kampf, derviel Leute gekostet hatte, abgebrochen. Napoleon war während des Treffens von Düben her inL. angelangt; seine Garden trafen gegen Abend ein. Am 13. Oct. musterte er das Heerund wies den Feldherren ihre Bestimmung an. Seine ganze Macht betrug 80 —60000M-, da die Corps von Ney und Reynier noch unterwegs waren. Im Fall eines Übeln Aus-gangs sollte das Corps von Vertrank den Paß von Lindcnau sichern. Der Plan des Für.