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Stifter, indem er ihr nicht nur die Besitzungen des Paulinerklosiers schenkte, sondern auchfünf Dörfer und reiche Einkünfte aus den cingczogenc» Gütern der Klöster auf dem Pcters-bcrgc und zu Pegau. Auch wurde für arme Stürmende durch die erste Begründung desConvictoriums und einer Menge Stipendien gesorgt. Seit > 58» bildeten die vier theolo-gischen nebst einer der morgenländischcn Sprachen, die fünf juristischen, die vier medicini-schen und die neun philosophischen Professuren die 25 Professuren alter Stiftung. Na-mentlich sorgte auch König Friedrich August I. für bessere Ausstattung der Universität. Siehat alle vier Jahrhunderte ihres Bestehens hindurch sich den Nuf einer der ausgezeichnetstendeutschen Hochschulen bewahrt und zählt unter ihren Lehrern und Schülern eine große Zahlgefeierter Namen. Ihre Verfassung unterlag vorzüglich seit >85», wo die Aufhebung derNationen erfolgte, nachdem bereits 182» zur bessern Verwaltung eine Nentverwalterei eilige-setzt worden war, vielfachen Umgestaltungen. Seitdem bilden der Rector Magnifieus undder akademische Senat oder das Collegium sämmtlichcr ordentlicher Professoren den Mit-telpunkt der Universitätsverwaltung. Aus letztem wirdi>er Rector erwählt, dessen Amtsfüh-rung seit 183» einJahr dauert. An derSpiße der Facultäten stehen jährlich neugewählteDekane. Die Disciplin dcr Studirenden überwacht seit >82» das Universitätsgericht, wel-ches aus demRector, dem Universitätsrichter, einemProfcssor alsBeisitzer und einem Actuarbesteht. Die theologischeFacultät zählte >845 sechs ordentliche (Großm ann (s. d.), Wi-nerss.d.), Krehl (s. d.), Niedner (s.d.), der >845 von Erlangen berufene Harleß(s. d.) und Tuch), sechs außerordentliche Professoren und sechs Privatdocenken; die juri-stische sieben ordentliche (Günther (s. d.), Schilling, Steinacker, Marezoll (s. d.), Hä-nel (s.d.), Alb recht (s. d.) und von der Pfordten), drei außerordentliche Professoren undfünf Docenten; die medicinische zehn ordentliche (E. E. Weber (s. d.), Clarus (s. d.),Jörg, Wendler, O. B. Kühn, Cerutti, Braune, Radius, G. Günther und Walther), achtaußerordentliche Professoren und achtDocentcn, und die philosophische 20 ordentliche(Her-männ (s. d.), Wachsmuth (s. d.), Drobisch, Hasse (s. d.), Schwägrichen, Pohl, We-stermann(s. d.), Fechner (s. d.), Fleischer (s. d.), Erdmann, Hartenstein, W. A.Becker (s.d.), Bülau (s.d.), W.Weber (s.d.), Möbius, Haupt (s.d.), Kunze, Nau-mann (s.d.), Weiße (s. d.) und Hanssen, elfaußerordentlicheProfessoren(Seyffarth(s.d.), Nobbe (s-d.), W. Dindorf(s.d-), Küchler, Plato,Klotz, Flathe, Poppig (s.d.),Biedermann, Stallbaum und H. Brockhaus) und acht Docenten. Hierzu kommen nochsieben Lectoren und mehre Exercitienmeister. Die Zahl der Studenten betrug im Sommer-Halbjahr 1845 864, darunter 269 Ausländer. Der Aufwand der Universität wird gedecktdurch ihre eigenen Einkünfte, durch den unter der Verwaltung des Cultusministeriumsstehenden Universitätsfonds und Zuschüsse von Seiten der Staatskasse. Das Vermögender Universität beläuft sich einschließlich der Vermächtnisse zu Stipendien, Freitischen u. s.w.,die aber freilich gegen 740000 Thlr. betragen, auf 1,100000 Thlr., der Universitätsfondsgegen 357000 Thlr.; die jährlichen Bewilligungen aus der Staatskasse betrugen einige30000 Thlr. Zur Universität gehören, abgesehen von der Bibliothek, das anatomische In-stitut mit zahlreichen und schönen Präparaten unter E. H. Weber und E. Weber; dieSternwarte mit Bibliothek und Jnstrumentensammlung unter Möbius; der physikalischeApparat unter W. Weber; das chemische Laboratorium unter Erdmann; das naturhisto-rische Museum unter Pöppig; der botanische Garten unter Kunze; die archäologischeSammlung unter W. A. Becker; das pharmakognostische Museum unter iöraune; dieEntbindungsschule oder das Trier'sche Institut unter Jörg; das mit dem städtischen Ja-kobshospitale verbunden klinische Institut unter Clarus; das medicinisch-poliklinische In-Mut unter Cerutti und Braune, und das chirurgisch-poliklinische Institut unter Waltherund Francke. Vgl. Gretschel, „Die Universität Leipzig" (Dresd. 1830).
Die kirchlichen Verhältnisse anlangend, so bekannten sich zu Ende des I. 1843 vonden 54519 E. 51934 zur protestantischen, 963 zur reformirten, 1349 zur katholischen,wovon indessen die Hälfte 1844 zu der deutsch-katholischen Gemeinde übertrat, 98 zurgriech. Kirche und 235 zum Mosaischen Cultus. Die Protestanten haben acht Kirchen,indeß nur zwei Hauptkirchen, nämlich die Thomas - und die Nikolaikirche, in welche sämmt-liehe Bewohner hinsichtlich der Taufe und Trauungen eingepfarrt sind. Der Pastor