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8 (1846) Kaaba bis Ligne
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1785—96 erneuert und mit Oser's Gemälden geziert wurde, und die Pauliner- oder Univer-sitätskirche (erbaut 1246, erneuert 15-1-1) zu erwähnen mit den Begräbnißstätten desMark-grafenDiezmann (s.d.),dem neben dem frühem 1841 ein neues, schönes Denkmal crrich.tet wurde; ferner der Gemahlin des Kurfürsten Ernst, Elisabeth, des Joach.Camerarius und' des Joh. Tetzel, welche letztere aber durch Abbrechen eines Theils der Kirche im 16. Jahrh.außerhalb derselben gekommen und durch nichts mehr bezeichnet ist.. Andere merkwürdigeGebäude der innern Stadt sind das 1556 erbaute, vielfach reparirteRathhaus; die Univer-sitätsgebäude, nämlich das nach Schinkel's Plan 1831 — 36 von Geutebrück aufgeführleAugusteum mit prachtvoller Aula; das >8-13 ebenfalls von Geutebrück erbaute Fridericia-num, das Paulinum, das Fürstenhaus, das l 8-15 um ein Stockwerk im alten Stile erhöhteBibliothekgebäude, das große Fürstencollegium und das kleine Fürstencollcgium; das Ge-wandhaus, die >834—36 von Geutebrück erbaute deutschcBuchhändlerbörse, die Handels-börse, die erste Bürgerschule, das Georgenhaus, das >817 von Weinbrenner erbaute, 1841restaurirte Schauspielhaus; die 1549 vom Kurfürsten Moritz erbaute, durch Neubauten seit1818—45 in eine Kaserne umgewandelte Pleißenburg, mit einem alten, >790 zur Stern-warte eingerichteten Thurme, und unter den Privatgebäuden Auerbach's Hof (s. Auer-bach), das Thome'sche oder Königshaus, Koch's Hof, das Hohenthal'sche Haus, Stieg-litz's Hof, Hohmann's Hof, die große Feuerkugel, die Tuchhalle, das Dufour'sche Hausund das Hotel de Pologne. In den Vorstädten sind als ausgezeichnete Gebäude zu erwäh-nen das Postgebäude, das Wagegebäude, die zweite Bürgerschule, die Wasserkunst; fer-ner das von Härtel erbaute sogenannte röm. Haus, mit schönen Freskomalereien, jetzt imBesitz von Leplay, das Lehmann'sche, das Haugk'sche und Eruner'sche Haus, die Neimer'-sche Villa in dem in Straßen umgewandelten Neimer'schen Garten, die Brockhaus'sche, dieNies'sche und die Teubner'sche Officin, und endlich in den neuen Anbauen vor Allem derprachtvolle Bahnhof der Sächs.-bair. Eisenbahn, das Schützenhaus sowie mehre Privat-gcbäude. Die früher berühmten großen Gärten in den Vorstädten sind jetzt größtentheilsparccllirt und angebaut, wie der erwähnte Neimer'sche (früher Groß-Bose'sche) und derKlein-Bose'sche (nachher Richter'sche) Garten; der Neichel'sche (früher Apel'sche) undNndolf'sche (nachher Niedel'sche) Garten, welche letztere beide, jetzt vereinigt, sich zueinem neuen Stadttheile umgestalten, dem die 1845 im Bau begonnene katholischeKirche im goth. Stile, nach Heideloff's Plane, zur besonder« Zierde gereichen wird; derLurgenstein'sche Garten und Breiter's Wintergarten. Von den noch bestehenden sind zu er-wähnen der Löhr'sche (jetzt Keil'sche), der Ncichenbach'sche (früher Richter'sche, jetzt Ger-hard'sche), mit Poniatowski's Denkstein, an der Stelle, wo derselbe in der Elster ertrank,und einem Denkmale desselben, der Trier'sche, der, seitdem ihn die Universität ererbt, zumbotanischen Garten geworden ist, und der Frege'sche Garten. Zn der Grimmaischen Vor-stadt haben wir noch des Johanniskirchhofs zu gedenken, mit der Johanniskirche,unddem Johannishospital, der als eine besondere Zierde der Stadt in großer Ordnung gehal-ten und von den Einwohnern mit vieler Liebe gepflegt, jährlich am Johannistag im reich-sten Schmucke erscheint und eine Menge interessanter Denkmäler berühmter Verstorbenenenthält, unter denen wir nur an Geliert, Tzschirner, Rosenmüller, Ehr. Fel. Weiße, Mahl-mann, Spohn, Haubold, Wiener, Ehr. Dan. Beck und Pölitz erinnern. Vgl. Gretscbel,„Der Friedhof bei St.-Johannes" (Lpz. 1836) und Heinlein, „Der Friedhof zu L. oderSammlung aller Inschriften auf den Denkmälern daselbst" (Lpz. 1844). Ein neuer Eot-tesacker wurde, da eine Erweiterung des bisherigen nicht mehr thunlich erschien, I 845außerhalb der Stadt zwischen den Thonbergs-Straßcnhäusern und dem Johannisthaleangelegt, ist aber noch nicht eingeweiht.

Der slaw. Urstamm der Bewohner L.s ging allmLlig unter, was hauptsächlich in demVerhältnis der Deutschen zu den Sorben, als der Sieger zu den Besiegten, seinen Grundhatte. Der endlich ganz deutsch gewordenen Bevölkerung mischten sich im 17. Jahrh. durchAnsiedelung Franzosen und Italiener bei. Abgesehen von den Gelehrten und Beamten, da inL. der Adel und das Militair kaum in Betracht kommen können, durchdringt die übrige Ein-wohnerschaft mehr oder weniger der Handel als das belebende Princip. Schon seit dem Endedes i2.Jahrh. hatte L. privilegirte Märkte, die aber vor dem 15. Jahrh. noch keine Messen

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