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8 (1846) Kaaba bis Ligne
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652
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652 Leibrenten Leicester (Rdb. Dudletz)

malischer Form zusammenzuordncn, meist von seinen Anhängern her. Neben Chr. Wolf(s. d.) sind in dieser Beziehung besonders zu nennen G. Bernh. Bilfinger oder Bülfinger,„Oilucielstione« pliilaoopliicru: <Ie >I«o, unim» et muiikio" (3. Ausg-, Tüb. 1746, 4.),„Oe origine et pormirsinnv muii" (Franks, und Lpz. >724) und „Oe karmoniu unimi etcorporis prsertabilitu" (Franks, und Lpz. >723); Gottfr. Ploucquet, „Orimsria mon-,-Nologiae cspita"(Berl. >745) und viele andere logische und metaphysische Arbeiten. Vgl.im Allgemeinen G. Ludovici, „Entwurf einer vollständigen Historie der L.'schcn Philoso-phie" (2 Bde., Lpz. l 7 37) und L. Feucrbach, „Darstellung, Entwickelung und Kritik derL.'scheu Philosophie" (Ansb. >837).

Leibrenten (lat. vitsiitinm, franz. reute« viagere«, engl, snnuities »pon liver)nennt man die Einkünfte eines Capital-, da- unter der Bedingung dargeliehen wird, daßder Anleiher dem Gläubiger lebenslängliche und zwar höhere als sonst übliche Zinsen zahlt,mit des Letzter» Tode aber das Capital erbt. Die Absicht von Seiten des Gläubigers hier-bei ist, sich ein größeres jährliches Einkommen ohne Arbeitsleistung zu verschaffen, als au-ßcrdem vielleicht selbst mit dem angestrengtesten Fleiße möglich sein würde. Bei Errichtungdes Leibrentenvcrtrags und bei Bestimmung, wie groß die Rente sein soll, hat der AnleiherRücksicht zu nehmen auf Alter, Leibes - und Gesundheitszustand des Darleihers, weil na-türlich der Jüngere und Gesunde geringere Zinsen erhält als der Alte, Gebrechliche undKränkliche, indem der Tod des Letztem, also der Verfall des geliehenen Capitals, früher zuerwarten ist als der des Erster«. Auch ihre Berechnung gründet sich, wie bei der Lebens-versicherung überhaupt, auf die Sterblichkcitslisten (s.d.), unter denen dievonDepar-cieux die vorzüglichsten sind. Die Leibrenten geben in der That ein Mittel an die Hand,durch welches einzelne Personen sich vor der relativen Armuth sichern, manche sogar in einesolche Lage sich setzen können, daß sie.ihren gewohnten Aufwand zu vergrößern und statteines hinreichenden Auskommens sich Überfluß für ihre Lebenszeit zu verschaffen im Standesind, wobei aber allerdings auf die Erben nicht Rücksicht genommen wird. (S. An lei-hen, Tontine und Lebensversicherung.)

Leicester, eine von den zwölf mittlern Grafschaften Englands, zwischen Nottingham,Lincoln, Rutland, Northampton, Warwick und Hercford gelegen, zählt auf 37'/, IHM.gegen 200000 E. Der wellenförmig ebene, hier und da mit Bergen durchzogene Bodenist für Ackerbau und Viehzucht sehr geeignet, im Norden und Westen reich an Steinkohlenund wird von der Trente und deren Nebenflüßchen Soure und dem Unions-, Ashby- undZouchkanal durchströmt. Außer trefflichen Schafen und brauchbaren Pferden führt L.auch gute Käse, sowie Strumpfwaaren in Menge aus. Die Hauptstadt Leicester, ander Soure, eine der ältesten Städte Englands, wo schon 680 ein Bisthum errichtet wurde,mit 48000 E., vielen Altcrthümern, ist Hauptsitz der Weberei wollener Strümpfe undStrumpfwaaren, auch fertigt man daselbst baumwollene und halbseidene Waaren.

Leicester (Rob. Dudley, Graf von), der Günstling der Königin Elisabeth vonEngland, geb. 1531, war der Sohn des Herzogs von North umberland (s.d.), welcherdie Johanna Gray (s. d.) auf den engl. Thron setzte. In Folge der Ereignisse, die seinenVater aufs Schafot brachten, sollte der junge Dudley ebenfalls dieses Schicksal erleiden,allein die Königin Maria liebte und begnadigte ihn. Die Königin Elisabcth (s. d.), dieer schon im Tower hatte kennen lernen, schenkte hierauf dem schönen, verführerischen Hvf-manne sehr offen und unzweideutig ihre Gunst, und Dudley war ehrgeizig und unver-schämt genug, dieses Vcrhältniß in jeder Weise auszubeuten. Gleich mit der Thronbestei-gung seiner Gönnen« wurde er zum Obcrstallmeister und, ungeachtet seiner Gcistesbeschränkt-heit, zum Geh. Rath erhoben und dabei mitGütern und Gnaden überhäuft. Dudley hofftesogar auf die Hand der Königin, intriguirte deshalb gegen die Vcrmählungsanträge vonSeiten Ostreichs und Frankreichs und brachte wahrscheinlich auch seine Gemahlin, AmyRobsort, die er 1550 geheirathet, durch Gift aus der Welt. Elisabeth trug 1564 die Handihres Günstlings der Königin Maria Stuart von Schottland an und ernannte ihn zugleichzum Grafen von 8. und Baron von Dcmbigh, brach aber bald selbst diese, gewiß nickt ernst-lich gemeinten Unterhandlungen ab. Als Maria Stuart 1568 in England Schuh suchte,schien sich L. ihrer anzunehme» und da- Complot zu deren Vermählung mit dem Grafen