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8 (1846) Kaaba bis Ligne
Entstehung
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,,^cta ermlitorum", „NiscsIIsnou llerolinonsia", „äonrnal <Ie Trevoux" und „äournal6es Savans" veröffentlichte; Vieles sprach er nur ganz gelegentlich in seinen überaus zahl-reichen Briefen aus. Gesammelt wurden dieselben von Kortholt (-1 Bde.,Lpz. 173-1—42), ^

Grubcr(2Bde., Hannov.undGötk. >743), Michaelis (Gott. 1755), Vcesenmcycr(Nürnb. !

1788), Feder (Hannov. 1815) und Cousin im „än»rn»> <Ies 8uvuns" (184 4). Unter sei-nen philosophischen Schriften sind nur zwei von größerm Umfange, der „Ls.-wi ele Tkso- >«lies« s»r I« Ironie <le j)ien. In lilrerte <Ie I'üoinme et l'origine ein mol" (2 Bde., Amst.

«710; hcrausgegcbcn von Jaucourt, 2 Bde., Amst. 1747 ; lat., Tüb. 1771; deutsch, !Mainz 182l») und die gegen Locke gerichteten „^nuve.-uix essais sur ieiitencksment Im- ^

muin", die erst 50 Jahre nach L.'s Tode von Raspe in den „Oeuvres ziliilosopkiguos <le ;

jeu Llr. 1^." (Amst. und Lpz. 1765,4.) herausgegcben wurden. Die erste, aber sehr unvoll-ständige Sammlung seiner Werke unternahm Ludw. Dutens (6 Bde., Eens 1768, 4.).

In neuerer Zeit ist auch nach Raspe's Ergänzungen Manches geschehen, um L.'s Arbeitenvollständig zugänglich zu machen; außer dem schon Erwähnten sind zu nennen „L.'s deutscheSchriften" (hcrausgcgebcn von G. E. Guhrauer, 2 Bde., Berl. > 838—40). Eine Samm-lung der sämmtlichen philosophischen Schriften L.'s besorgte Erdmann (Berl. 1840,4.).

Eine wirklich vollständige Ausgabe der Werke L.'S würde wenigstens über die Kräfte einesEinzelnen in jeder Beziehung hinausgehen.

Um nun L.'s Bedeutung als Philosoph kurz zu bezeichnen, muß daran erinnert wer-den, daß im 17. Jahrh. einerseits durch Galiläi, Cartesius u. A. die ersten Versuche einerden hergebrachten scholastischen Formalismus überschreitenden Naturcrklärung gemachtworden waren, andererseits das kirchliche Dogma, gestützt aufdcn Begriffdcr Offenbarung,als etwas Unantastbares dastand. Die Fortschritte der Physik und Mechanik hatten dieHoffnung erregt, innerhalb der Körperwelt wcrde'sich Alles aus mechanischen Ursachen er-klären lassen; nur über das Verhältniß zwischen Leib und Seele, d. h. zwischen materiellen !und immateriellen Substanzen konnte der Mechanismus keinen Aufschluß geben und jeder *physische Zusammenhang zwischen beiden schien unbegreiflich. L. nun war mit den Versu-chen der mechanischen Naturcrklärung ganz einverstanden; aber schon frühzeitig sprach eraus, daß der Mechanismus tiefer liegende Gründe habe, und daß man von der Mathematikrückwärts zur Metaphysik gehen müsse. Die Annahme eines physischen Einflusses (inllu-xus pkxsicus) zwischen Leib und Seele, dann zwischen allen Substanzen überhaupt, ver-,warf er ebenfalls; nur wollte er nicht eine fortwährende Reihe von Wundern zugebcn, diedas sogenannte System des Occasionalismus (s. d.) nöthig mache. So wurde er aufdie Grundgedanken seiner Monadologie und die Annahme der prästabilirten Har-moniegeführt. Monaden nämlich sind ihm die letzten einfachen, durchaus keine Theilehabenden Substanzen, die allem Zusammengesetzten zu Grunde liegen ; sie können nur durchein Wunder, d. h. durch Schöpfung oder Vernichtung entstehen oder vergehen; sie sind daswahrhaft Seiende, alles Übrige sind nur Erscheinungen, die aus ihnen resultiren. Nament-lich also sind Raum und Zeit nichts Reelles, sondern nur Bezeichnungen einer gewissenOrdnung der Monaden; ebenso wenig ist aber dieMaterie identisch mit dem Raume. JedeMonade hat in sich ein inneres Princip ihrer Veränderungen; ihr wesentliches Merkmalist diese innere Aktivität, die nicht durch die Einwirkungen anderer Monaden hervorgeru- ,fen, sondern nur in ihren Äußerungen gehemmt werden kann. Die allgemeinsten Ausdrückefür diese innere Activität sind Vorstellung und Bestrebung (psrception und a^etition);beide können aber verworren oder deutlich, bewußt oder unbewußt sein. Dadurch unterschei-den sich von den gleichsam ganz rohen Monaden (monackes nuckse) die Seelen der Thiereund der Menschen; Gott, die monas monackum, ist die ursprüngliche Monade. Die Ablei-tung der übrigen Monaden aus Gott, also die Schöpfung, versucht L. nirgend auf spekula-tivem Wege aufzuklären; höchstens bezeichnet er sie durch das Bild einer Ausblitzung (Ef-fulguration) aus Gott. Ebenso wenig kann die Art genügen, wie L. sich über dasVerhält-niß der Erscheinungen zu den Monaden und ihren innernVeränderungen erklärt. Die Er-scheinungen sind entweder wie die unorganisirten Körper blose Aggregate, wobei L. verschie-dene Wendungen macht, die Materie bald auf eine Art von Repulsion (Antitypie), baldauf ein den Monaden von Gott besonders zugesclltes materialisirendes Band (vioculum