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8 (1846) Kaaba bis Ligne
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Leibitiß

snpreinstus sclegalioni» principum kcrmsnise" (1677) Theil; später wurde er beauf-tragt, die Geschichte des Hauses Braunschweig zu schreiben und reiste deshalb, um die nö«thigen Urkunden zu sammeln, >687 nach Wien und Italien. Die Früchte dieser umfassen-den historischen Arbeiten waren der „Cockex jnris gentium ckijilomsticuo" (2 Bde., Hannov.169Z—17 66, Fol.), die„8crij>tore« rernm l-riinsvicenü. illiistrstioni inserviente5"(3Bde-,Hannov. 1767 — 11, Fol.), die „^ccessiones bistoriese" (2 Bde., Lpz. und Hannov. 1698—1766,4.), die „Visqmritio «le orißine k'rsncoriim" (Hannov. 1715) und endlich die„^nnsles imperii occiilentis driinsvieen?.", die erst gegenwärtig Pertz aus L.'s HandschriftherauSzngeben angefangcn hat (2 Bde-, Hannov. 1843—45). Damit verband er etymo-logische Forschungen („Collectsnes etxmolo^ics", Hannov. 1717), für welche er seinedurch die Jesuiten bis nach China reichenden Verbindungen benutzte. Sein durch die Ver-wandtschaft der Häuser Hannover und Brandenburg unterstützter Einfluß machte es ihmmöglich, in Berlin durch Friedrich l. im I. ..1766 eine Akademie der Wissenschaften zu stif-ten, deren erster Präsident er war; etwas Ähnliches versuchte er ohne Erfolg in Dresden,ebenso in Wien. Gleichzeitig mit seinen historischen Arbeiten beschäftigte er sich eifrig mitdem durch die damaligen Verhältnisse begünstigten Plane einer Vereinigung der protestan-tischen und katholischen Kirche, für welche sich dcrHerzog von Hannover, Ernst August, sehrinteressirte. Er correspondirtc darüber bis zum I. 1694 mitPelisson undBossuct und ent-warf ein conciliatorisches „Systems tbeologiciim" (zuerst gedruckt Par. >819; deutschvon Räß und Weis, Mainz 1826), und nur die Konsequenz des Katholicismus, der nochmehr Concessionen verlangte, als L. ohnedies zu machen geneigt war, ließ ihn diese Bestre-bungen aufgeben. Daß er Kryptokatholik gewesen sei, ist längst widerlegt. Vgl. G. F.Schulz, „Über die Entdeckung, daß L. ein Katholik gewesen" (Gott. 1827). Sein persön-licher Ruhm war unterdessen so fest begründet worden, daß die letzten Jahre seines Lebensmit Ehren und äußern Vorthcilen überhäuft wurden. Er war nicht nur in Hannover zumGeh. Justizrath und Historiographen, sondern auch von Wien aus zum Freiherrn,undNeichshofrath mit 2666 Fl. Pension ernannt worden; ebenso gab ihm Peter der Große,mit dem er 1711 eine Zusammenkunft in Torgau hatte, den Titel eines Geh. Raths undeinen Jahrgehalt von >666 Rubel. Nur die Streitigkeiten mit Ncwton's Anhängern überdie Priorität der Erfindung der Differentialrechnung, über welche die königliche Socictätzu London ein ungerechtes Urthcil sprach, trübten seine letzten Lebensjahre. Vgl. „Com-mercium ep>5toIicum Ilr. 2. Collins et »lioriim <Ie snslM promots juesii reg. societst»in lucem eckitum" (Lond. 1712, 4.). Er starb an einem Gichtansall zu Hannover am 1 4.Nov. 1716; seiner Leiche folgte Niemand als sein treuer Verehrer Jvh. G. von Eccard;die berliner Akademie und die londoner Socictät ignorirten seinen Tod, währendFontenellein Paris ihm eine glänzende Lobrede hielt. Seine Ruhestätte fand er in der neustädter Hof-kirche zu Hannover, wo man ihm später ein schlichtes Monument mit der Aufschrift: OsssI^ilmitü setzte; doch ist man neuern Untersuchungen zufolge Zweifelhaft geworden, ob erwirklich hier begraben worden sei. Sein Denkmal am Waterlooplatze in Hannover trägtam Fließ der Kuppel die von Heyne angegebene Inschrift: Kenia l,eibnitü. Das Haus inHannover, wo er wohnte und fiarb, kaufte 1844, um es vor dem Niederreißcn zu bewahren,der König Ernst August. Er war von mittlerm Wüchse, mager, aber von fester Gesund-heit; seine Gesichtsbildung war ausdnrcksvoll; unermüdete Thätigkeit erhielt ihn immerheiter. Er arbeitete mit erstaunlicher Leichtigkeit, für seine ausgebreitete Lecture bediente ersich nur kleiner Zettel zu kurzen Excerpten, die er aber wegen seines vortrefflichen Gedächt-nisses nicht wieder ansah; im Umgänge war er bescheiden, seine Schriften sind oft Musterweltmännischer Feinheit; jedoch hat man ihm Zorn, Geldliche und Eitelkeit zum Vor-wurfgemacht. Sein Hauswesen vernachlässigte er; verheirathetwarer nie. Vgl-überfeinLeben, außer den ältcrn Schriften von Fontenelle (>716), Bailly (1769), I. G. von Ec-card (gedruckt 1779), Jaucourt (1757), Kästner (I769)u.A., besondersG.E.Guhraucr,„G. W. Freiherr von L. Eine Biographie" (2 Bde., Brest. 1842). Nach dem Gesagtenist es kaum zu verwundern, daß L. kein einzelnes Werk hinterlassen hat, dessen innere Vollen-dung der Größe seines Geistes entspräche. Seine meisten wissenschaftlichen Arbeiten, na-mentlich die mathematischen und philosophischen, sind kurze Aussätze, die er in Zeitschriften