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8 (1846) Kaaba bis Ligne
Entstehung
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493
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La Grarrja Laharpe (Frederre Ce'sar) 493

sanunlung bestätigte ihm 1731 seinen Gehalt von 6000 Fr., auch wurde er später Mitgliedder Belohnungscommission für nützliche Erfindungen, und im März 1782 Mitvorsteherder Münze, welches Amt er jedoch bald niederlegte. Zwar wurde das Edict vom 16. Oct.1783, in Folge dessen alle Ausländer aus Frankreich gewiesen werden sollten, auf ihn nichtangewendet; doch fortwährend war er in der Zeit der Schreckensregierung in Gefahr, einOpfer wilder Pöbelwuth zu werden. Nachdem die Ruhe und Ordnung wiedergekehrt wa-ren, wurde er Professor an der neuerrichteten Normal-, sowie an der PolytechnischenSchule in Paris; auch wurde er erstes Mitglied des Instituts und Mitglied des neu ent-stehenden Längenbureaus. Sein Ruhm stieg von Tage zu Tage, und die Regierung derfranz. Republik beschloß, ihm ein öffentliches Zeichen der Achtung zu geben. Demgemäßbeauftragte der damalige Minister der auswärtigen Angelegenheiten, Talleyrand, denfranz. Gesandten in Turin, L.'s Vater aufzusuchen und ihm im Namen Frankreichs Glückzu wünschen, einen solchen Sohn zu besitzen, ein Auftrag, der auf die feierlichste Weise aus-geführt wurde. Wie die republikanische Regierung, so ehrte auch Bonaparte L.'s Geist undVerdienste und ernannte ihn nach und nach zum Mitglied des Senats, mit dem Großkreuzder Ehrenlegion, und zum Grasen. L. starb am > 0. Apr. 1813 und wurde im Pantheon bei-gesetzt. Er war ebenso liebenswürdig im Umgänge als bescheiden in seinen Ansprüchen, undnie ließ er sich durch die ihm so vielfach erwiesenen Auszeichnungen Hinreißen, den Werth An-derer zu verkennen. Seine wichtigsten Werke sind die „Tkeorie «les fonctinnscontenimt I«8 principes cku calcul üitkerontiel" (Par. I 787 ; neue Ausl-, 1813, -1.), wor-in die Differentialrechnung nicht wie früher auf den Begriff vom unendlich Kleinen basirt,sondern auf di« einfache Analyse der endlichen Größen zurückgeführt ist; ferner der ,,3'raite<ls la rssolntion ües ö<zuations numöric>ne8 cle t»>i8 <1egre8, svec cle8 not«8 8>irplil8>eilr8;>oint8 Oe la tböorie «1e8 ö<juati<in8 sl^ebri<iue8" (Par. 1788; 3. Aust., 1826, 3.) unddie „lVlecanigne snslxti<i»e" (2 Bde., Par. 1788; neue, vom Verfasser sehr vermehrte,nach dessen Tode von Prony, Garnier und Binet besorgte Ausgabe, Par. 1811 — >5, 3.).Außerdem lieferte er eine große Zahl einzelner Abhandlungen, welche zum Theil von hoherWichtigkeit sind. Seine nachgelassenen Manuscripte wurden >815 von Carnot, dem da-maligen Minister des Innern, angekauft und dem Institut übergeben.

La Granja, ein Lustschloß bei San-Jldefonso, zwölf Meilen von Madrid, in einerromantischen Gegend, von Philipp V. erbaut, wurde in neuester Zeit durch die sogenannteRevolution von L. berühmt, indem in der Nacht vom 13. Aug. 1836 die durch Geldund Wein gewonnenen Garden die Königin Marie Christine, die mit ihren Töchtern undeinem kleinen Hofstaate daselbst verweilte, zu dem Versprechen zwangen, die Constitutionvon >812 wiederherzustellen. (S. Spanien.)

Lagthing heißt die eine der beiden Kammern, in welche die norweg. Reichsversamm-lung öder das Storthing (s. d.) zerfällt.

Lagunen, vom lat. lscuna,d.i. Lache oderVertiefung, heißen überhaupt alle sumpfige,morastige Küstenniederungen, wo das eingedrungene Meer Inseln und Kanäle bildet.Vorzugsweise aber nennt man die Sümpfe, die an der nordwestlichen Küste des Adriati-schen Meers von der Jsonzomündung bis zum Delta des Po und darüber hinaus, fast 20M. lang, sich hinziehen, Lagunen, inmitten deren Venedig (s. d.) erbaut ist- Bei hohemStande des Meeres werden die Lagunen hoch überflutet, bisweilen aber auch so seicht, daßsie durch ihre Ausdünstung der Gesundheit gefährlich sind. Nach ihrer Bewegung oderihrem Stillstände theilt man sie in lebende oder tobte Lagunen.

Lagus und Lagiden, s. Ptolemäer.

Laharpe (Frederic Ce'sar), Director der helvetischen Republik von 1788 und Erzie-her des Kaisers Alexander von Rußland, stammte aus einer Patrizierfamilie des Waadt-landes und wurde 175-1 zu Rolle geboren. In der Anstalt Nesemann's zu Haldenstein er-zogen, studirte er zu Tübingen die Rechte und erwarb sich 20 Jahre alt den Dvctorgrad.Er wurde hieraus Sachwalter bei der welschen Kammer zu Bern; doch gab er, die Brustvon Idealen geschwellt, diese Laufbahn nachher wieder auf, begleitete einen vornehmenRussen nach Italien und ging auf des Barons GrimM Vorschlag 1782 nach Petersburg,wo er im folgenden Jahre Lehrer der Großfürsten Alexander und Konstantin wurde. Der