Lachner Lachs 475
Vulgata (Bd. l, Bert. >8-12) hat L. nichts gewollt als das mit Sicherheit Erreichbare,nämlichHcrstellung des Textes, wie er namentlich in der oriental. Kirche im und 1.Jahrh.überliefert war. Von seinen übrigen Schriften gehören der classischen Philologie an seinemetrischen Untersuchungen „De ciwricis sMemutis tragstcnrmn grsec." (Bcrl. 1819)und „De melisiir» trugoelliuriim" (Bcrl. 1822), die Ausgaben des Catull (Bcrl. 1829),des Tibull (Bcrl. >829), des Ecnesius (Bonn 18.11), des Terenkianus Maurus (Berl.>819), des Babrius (Bcrl. 1815) und des Avianus (Bcrl. 1815), sowie die für dieLiteratur des röm. Rechts wichtigen Ausgaben des Gajus (Bonn 1811 und Berl. 1812)und die Abhandlungen über Dositheus (Bcrl. 1817) und über Ulpian im neunten Bandevon Savigny's „Zeitschrift u. s. w."; von einer Ausgabe der Agrimensorcn hat er in zweiProgrammen (Berl. 1811) Proben gegeben. Der altdeutschen Philologie gehören an seine„Auswahl aus den hochdeutschen Dichtern des I I. Jahrh." (Bcrl. 1829), die Ausgabendes „Nibelungenliedes und der Klage" (Berl. 1826; 2.Aufl., 1811), Walther's von derVogelweide (Bcrl. 1827; 2. Aufl., 1811); die mit G. F. Benccke besorgte Ausgabe vonHartmann's „Jwein" (Bcrl. >827; 2. Aufl., 1811); die Ausgaben von Wolfram vonEschcnbach(Bcrl. 1811), von Hartmann's „Gregor" (Berl. 1818), von Ulrich von Lichten-stein (Bcrl. >811), sowie die gehaltreichen „Abhandlungen „Über die Leiche der deutschenDichter des, > 2. und I I. Jahrh." (1829), „Über althochdeutsche Betonung und Vcrskunst"(1811), „Über das Hildebrandslicd" (1811), „Über Singen und Sagen" (1811) und„Über den Eingang des Parzival" (1815), deren erste im „Rheinischen Museum", dieübrigen in den „Abhandlungen" der berliner Akademie erschienen sind. Außerdem sindseine Übersetzungen von Shakspeare's „Sonetten" (Bcrl. 1829) und „Macbeth" (Berl.1829) und seine treffliche kritische Ausgabe von Lessing's „Sämmtlichen Schriften"(I I Bde., Berl. 1818—19), sowie seine Ausgabe von Klenze's „Philologischen Abhand-lungen" (Bcrl. 1819) zu erwähnen.
Lachner (Franz), Hofkapellmeistcr zu München, wurde 1801 zu Krain in Baierngeboren, wo sein Vater Organist war. Von diesem im Clavier-, Orgel- und Violinspielunterrichtet, setzte er seine Studien in München unter Winter und Eisenhofer, später inWien unter Stadler's Leitung fort, auf dessen Empfehlung er auch Organist an der dorti-gen evangelischen Kirche wurde. Bald darauferhielt er die Kapellmcistcrstelle am Kärntner-thortheater, die er 1811 mit der gleichen Stelle in Manheim vertauschte, worauf er 1816nach München in seine gegenwärtige Stellung ging. L. ist den bedeutendem Vocal- undInstrumental-, namentlich Symphoniecomxonisien der neuesten Zeit beizuzählen, obgleichdie öffentliche Meinung über ihn anfangs in sehr verschiedener, zum Theil fast entgegenge-letzter Weise sich aussprach. Seine Compositionen bestehen außer verschiedenen kirchlichenArbeiten und einer Oper aus früherer Zeit, die in München ohne Erfolg gegeben wurde,hauptsächlich in Symphonien, Quartetten und ähnlichen Jnstrumentalwerken, zahlreichenLiedern und einer Oper „Katharina Cornaro", die indeß gleichfalls nur geringen Erfolghatte. Den meisten Ruf erwarben ihm seine Symphonien und Lieder, obschon auch gegensie, namentlich in Folge der maß- und haltungsloscn Lobpreisungen, in denen man sich vonWien aus auf Veranlassung der daselbst mit dem ausgcsetzten Preis gekrönten Sympho-nien L.'s erging, nicht unbegründeter Einspruch erhoben wurde. Wahr ist, daß unter L.'sLiedern sehr vieles Unhaltbare, dem Augenblick Gewidmete sich findet, daß der Erfolg je-nen Lobpreisungen, die L. ohne Weiteres lieben Mozart und Beethoven stellen wollten,keineswegs entsprach, daß er auch mit Franz Schubert in keiner Weise einen Vergleichaushält; allein ebenso wahr ist, daß seine Symphonien, namentlich die sechste, zu dem Be-sten gehören, was die neuere Zeit in dieser Gattung hervorgcbracht hat, einer Gattung, inder seit Beethoven selbst quantitativ keineswegs viel geleistet wurde.
Lachs, eine sehr artenreiche, zumal über die nördlichen Gegenden unserer Halbkugelvielverbreitete Gattung von Fischen aus der Abtheilung der Weichfloffer. Die meistenArten sind kräftig, sehr lebhaft und schwimmen sehr schnell und geschickt; sie sind mit Zäh-nen reichlich versehen und daher schwächer» Wafferbewohnern gefährlich, ziemlich gefräßig,listig und vorsichtig und meist durch wohlschmeckendes Fleisch ausgezeichnet. Der eigentlichsogenannte Lachsist ein Seefisch und kommt in allen nördlichen Meeren vor. Er steigt
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