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8 (1846) Kaaba bis Ligne
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471
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Lacarlle Lacalprenede 471

I bis Prof. Lepfius zur Durchforschung der Alterthümcr nach Ägypten entsendet worden ist! und mit der Untersuchung des Labyrinths sich bereits sorgfältig beschäftigt hak. Ein! zweites Labyrinth auf Kreta, welches der Sage nach Dädalus (s. d.) aufBefehldes Minos bei Knossus erbaute, wird von Einigen für nichts Anderes gehalten als dieweitläufigen, zum Theil unterirdischen Steinbrüche in jener Gegend oder für eine von der! Natur gebildete, mit langen sich durchkreuzenden Gängen versehene Felsgrottc. Bon neue-ren gleisenden, namentlich von dem Engländer Nob. Pashley in den ,,1'ravels in Crete",

! wurde dasselbe als ein reines Gebilde der dichterischen Phantasie betrachtet, während in^ neuester Zeit der Franzose Savary in seinen»ttres snr Iu6rece" mit ziemlicher Evidenz! nachzuwcisen sucht, daß das Gebäude, dessen Abbildung auch auf alten knosischen Münzensich finde, wirklich bestanden habe. (S. Kreta.) Noch unentschiedncr bleibt die Angabedes Minus, daß das Grabmal des Porsenna zu Clusium (s. d.) in seinem Grundbauein nicht zu entwirrendes Labyrinth enthalten habe.

Lacarlle (Nie. Louis de), berühmter franz. Astronom, geb. zu Rumigny bei Nossyam 15. März >713, unternahm gemeinschaftlich mit Cassini und Maraldi die Messungder franz. Küste von Nantes bis Bayonne, und betheiligte sich, als dieses Geschäft beendigtwar, gegen Ende Apr. >739 an der Messung des Meridians, welche große Arbeit er nochin demselben Jahre beendigte. Dieselbe unglaubliche Thätigkeit bewies er im Winter von>749 auf 1741, indem er seine Dreiecke über die Berge von Auvergne ausdehnle, um mitdem Meridian eine neue bei Nom gemessene Basis in Verbindung zu bringen. Gleichzeitigberichtigte er die 1669 von Picard vorgenommene Messung und setzte die Länge der Toiftfest. Inzwischen zum Professor der Mathematik am College Mazarin ernannt, beendigteer, bevor er 1746 dieses Amt antrat, die Mittagslinie im Norden Frankreichs. Nach derRückkehr ging er an die Berechnung seiner Messungen, und gelangte durch dieVergleichung' der verschiedenen von ihm gemessenen Bogen zu dem Resultat, daß vom Äquator nach den' Polen zu die Meridian-Grade wachsen. SeineI^eynns ele'menliiires cl'cwtronomie"

, (Par. 1746; 4. Ausg. von Lalande, Par. 1789) und andere Lehrbücher beweisen, mit

j welchem Eifer er sein Amt verwaltete, und seineLpi>ömeric1e8 6es mouvemens celestss

clepuis 1745 jiisqil'en 1775" (6 Bde.), die von Lalande fortgesetzt wurden, seine zahlrei-! chen5lemnires" in den Schriften der Akademie und seine Berechnungen der Finsternissefür l 899 Jahre in dem Werke ,,^rt cie vöriüer les clsto5" geben Belege seiner fortgesetz-ten astronomischen Beobachtung. Nachdem er 14 Jahre lang in Paris den Himmel be-obachtet, um die Fixstcrnverzeichnisse zu berichtigen, ging er 1759, um die niemals überdem Horizont von Paris erscheinenden Sterne der südlichen Hemisphäre kennen zu ler-nen, und zugleich die Parallaxe und Entfernung des Mondes zu bestimmen, nach demCap der guten Hoffnung und bestimmte hier in 127 Nächten die Stellung von 9899 bis-her unbestimmten Sternen. Dabei maß er auch noch einen Grad und auf der Rückreise, nahm er Karten der Inseln Jsle de France und Bourbon auf. Mit der Ausarbeitung

! mehrcr Schriften beschäftigt, starb er plötzlich am 21 . März 1762. Die Menge sowie die

Genauigkeit seiner Beobachtungen ist bewundernswürdig, zumal wenn man bedenkt, daßi seine ganze astronomische Laufbahn sich auf 27 Jahre beschränkt. Außer den bereits ange-

' führten Werken nennen wir noch seine^stronamiae lnnclamenta" (Par. 1757, 4.);

1Coelum sustrulo stelliierum", herausgegcben von Maraldi (Par. 1763, 4.);Obser-vutivns snr 515 etoiles «in irociisczue", herausgegeben von Bailly (Par. 1763), und seinäournsl clu vo^oge f-üt su <1e donne espersnee", herausgegeben von Carlier (Par.1763; deutsch, Alkenb. >778).

Lacalprenede (Gauthier de Costcs, Chevalier, Seigneur de), der Verfasser mehrersehr lang ausgesponnener Nitterromane, wurde zu Anfang des 17. Jahrh. auf demSchlosse Tolgon in Gascogne geboren, studirte in Toulouse und kam 1632 nach Paris.' Später trat er in die Armee, wurde 1659 königlicher Kammerherr und starb im Oct. >663.Unter seinen Romanen erwähnen wirOusssnclre" (19 Bde., Par. 1642; neue Aust.,1731);Oeopätrs" (12 Bde.) undksi-amonti" (7 Bde., Par. 1661), der nach seinemTode noch fünf Bände Fortsetzung von Pierre Dortigue de Vaumoriere erhielt. Sie schil-dern Begebenheiten aus der Geschichte der frühesten Zeit im Geiste und der Manier des