466 Labillardiere Laborde
Sohne des Königs, der sich erst nach den Schlachten bei Philippi zum Krieg gegen die M> 1i
mer entschloß, drang er in Syrien und Vordcrasien ein, wurde aber im I. 3» von dem Le- >
gatcn des Antonius, P. Ventidius, im Taurus, ebenso wie nachher Pacorus selbst, geschla. dgen und von Demetrius, der für Antonius Cypcrn verwaltete, in seinem Zufluchtsorte in sCilicien entdeckt und getödtet. s
Labillardiere (Jean Julien), Naturforscher und Reisender, geb. zu Alencon am s28. Oct. t 753, studirte zu Montpellier Medicin, wendete sich aber später der Botanik al- k
lein zu. Er machte zuerst mehre Reisen durch England, Frankreich und die Alpen, bereist! i edann auf Kosten der franz. Negierung in den I. 1786 und 1787 Syrien und den Libanon ^ ^
und begleitete endlich als Botaniker die von der Nationalversammlung zur Aufsuchung I >
Lapeyrouse's (s. d.) ausgeschickte und von d'Entrecastcaux cvmmandirte Expedition. I l
Er sammelte, zumal in dem damals wenig bekannten Neuholland, ein sehr bedeutender e
Herbarium, wurde jedoch von den Engländern auf Java angehalten und seiner Sammlmn r
gen beraubt, die er später auf Verwenden von Sir Joseph Banks zurückerhielt. Nach i
Frankreich zurückgekehrt, wurde er im I. 1806 Mitglied des Instituts. Er starb in Pari! i
am 8. Jan. 1834. Man verdankt ihm außer vielen naturwissenschaftlichen Abhandlungen i
mehre botanische Hauptwerke, wie „lconcs pluutuium Sz-rise rsrivrum" (Par. 1781— i
1812, mit 58 Kpfrn.); „ldlovus Rollsuckiae plsnturum specimen" (2 Bde., Par. 1801 s
—5, mit 265 Kpfrn.), sowie den Reisebericht „Relation ein voxsge L la recbercke cle I.s- I
zrez-rouse etc." (2 Bde., Par. 1800, mit Atlas). -
Laboratorium nennt man den zur Ausführung chemischer Operationen bestimm- l
tcn Ort, in dessen Besihe sich jeder selbstthätige Chemiker befinden muß. Die Anfodcrun- i
gen an ein solches Laboratorium sind sehr verschieden, je nachdem dasselbe größer» kechui- §
schen oder pharmaceutischen Operationen oder endlich dem wissenschaftlichen Studium dri i
Chemie bestimmt ist. Die technischen Laboratorien dienen meist nur bestimmten Zwecken, l
wie die Farbenlaboratorien der Färbereien und Druckereien, die Laboratorien chemi- !
scher Fabriken u. s. w.; die Einrichtung der Apotheken-Laboratorien ist meist in l
den Apothekervrdnungen vorgeschrieben. Die Anfoderungen an wissenschaftlich- >
chemische Laboratorien haben sich mit der ganzen Chemie geändert; an die Stelledes alchymistischen Apparats und der übrigen abenteuerlichen Ausstattung der früher» La-boratorien sind Apparate von größerer Feinheit, Genauigkeit und Eleganz getreten. Anden Universitäten hat erst in neuerer Zeit der Staat die Sorge für die Laboratorien derProfessoren in ausgedehnterer Weise übernommen, und es hat Deutschland den Ruhm,in der neuern Zeit drei Musterlaboratorien ausgestellt zu haben, nämlich das zu Gießen !unter Liebig's, das zu Göttingen unter Wöhler's und das zu Leipzig unter Erdmann's Di- jrection. Da Gelegenheit zu eigenem Arbeiten in einem guten Laboratorium unter tüchtigerLeitung das wesentlichste Bildungsmittel tüchtiger Chemiker ist, so sind die erwähnten Fort-schritte von dem größten Einflüsse auf die Verbreitung tüchtiger chemischer Kenntnisse. —
Bei der Artillerie versteht man darunter den Ort, welcher vorzugsweise zur Anfertigung derPulvermunition, von Zündungen, Ernst- und Lustfeuerwerken eingerichtet und mit den erst-derlichen Gerätschaften versehen ist. Man unterscheidet Feld-, Festungs- und solche Labors-tonen, die bei Belagerungen gebraucht werden. Haupterfodernisse eines Laboratoriums sind >eine trockene, freie, gegen Feuersgefahr gesicherte Lage, hinlänglich große und viele zumTheil jheizbare Räume, ein oder mehre Brunnen und Bewachung durch ausgestellte Posten. Ze !nach der verschiedenen Art der Arbeiten müssen auch die Räume besondere Einrichtung ^haben; nicht alle sind gedielt, weil das vorkommende Schlagen und Rammen einen Lehm-fußboden nöthig macht; die Feuerarbeiten müssen in ganz abgesonderten Localen eingerich-tet sein; viele Arbeiten werden auch im Freien oder unter Zelten vorgenommen; endlichbraucht man verschließbare Zimmer zur Aufbewahrung der Gerätschaften und Materia-lien ; nie aber wird fertige Munition, selbst nicht aufkurze Zeit, daselbst aufbcwahrt, und selbst "von dem zur augenblicklichen Verarbeitung bestimmten Pulver darf nie mehr als ein Cent-ner auf einmal eingcbracht werden. Die größte Vorsicht, Ordnung und Reinlichkeit kannallein die Unglücksfälle vermindern, der Erfahrung gemäß aber doch nicht ganz verhindern.Laborde (Jean Joseph de), rin durch Thätigkeit, Unternehmungsgeist und wohl-