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8 (1846) Kaaba bis Ligne
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wieder ab. Für alle Arten Bequemlichkeiten und Vergnügungen ist in dem Bade sowiein Rihebüttel hinlänglich gesorgt, während einige benachbarte Punkte zu nahen und Ham.bürg, Altona, Helgoland, selbst London und Rotterdam, mit welchen Orten fortwährender,lebhafter Verkehr durch Dampfschiffe besteht, zu weiteren Ausflügen sich eignen. Vgl.Abendroth,Ritzebüttel und das Seebad zu K." (2 Bde., Hamb. 1818-37).

Kuyp oder Cuyp (Albert), einer der vorzüglichsten Maler der holländ. Schule,geb. zu Dordrecht 1606, erhielt durch seinen Vater, Jak. G e erits K., der ein guter Por>trait- und Landschaftmalcr und Mitbegründer der Malerakademie zu Dordrecht war, denersten Unterricht. K. war ein frommer Calvinist und brachte die meiste Zeit seines Lebensin seinem Landhause zu Dordwyck bei Dordrecht zu, wo noch jetzt die Zimmer mit seinenGemälden geschmückt sind, da er nicht immer Käufer für dieselben fand. Er starb »ms Z.1672 und hinterließ einen großen Schatz an Gemälden und Zeichnungen, die erst müderZeit ihre volle Würdigung fanden, namentlich durch die Engländer, deren Licblingsmeistrrer wurde. Kaum mag es neben ihm einen Maler geben, der mit gleicher Meisterschaft allesDarstellbare malte. Seine historischen Darstellungen, seine Schlachten, Städteanfichten,Kirchen, Portraits und Stillleben tragen das Gepräge der bewundernswürdigsten Wahr-heit; vor Allem aber sind seine Landschaften mit Vieh, seine Flußansichten und seine Jagd.Partien ausgezeichnet. Auch radirte er eine Folge von Kühen, aus acht Blatt bestehend,deren zwei zu den größten Seltenheiten gehören. Von ihr gibt es Copien, welche den Ori-ginalen täuschend ähnlich sind und in der Regel für diese verkauft werden. Weniger gelun-gen sind die Copien des holländ. Capitains Bagelaar. Unter K.'s Nachahmern steht Jak.van Stry (s. d.) oben an, der K.'s Gemälde und Zeichnungen in einer solchen Vortreff,lichkeit nachahmte, daß oft das geübteste Kennerauge seine Arbeiten nicht vom Originalezu unterscheiden vermag.

Kwaß ist ein in ganz Rußland sehr beliebtes Getränk, welches die Stelle des BiercSvertritt und selbst auf der Tafel der Großen selten fehlt. Bei den Bauern ist der Kwaßweiter nichts, als ein trüber, saurer, noch zählender Aufguß auf geschrotenem Getreide,welcher nur das eine Angenehme hat, daß er kühlend ist. Dagegen sind die feinern SortenKwaß, besonders der Apfel- und Himbeerkwaß, die in Petersburg und Moskau in eigenenTrinkstuben verabreicht werden, sehr wohlschmeckend und haben mit dem gewöhnlichen Ge-tränk dieses Namens gar keine Ähnlichkeit.

Kyanifirung oder Kyanisa tion heißt die von dem Engländer Kyan gemachte Er-findung, in die Erde vergrabenes Holz mittels Sättigung mit einer Auflösung von Subli.mat gegen Fäulniß und Moder zu schützen. In England und Belgien hat man die Kya>nisirung auf die Schwellen der Eisenbahnen angewendet, doch ist dieselbe, um allgemein inAnwendung zu kommen, zu kostspielig.

Kyau (Friedr. Wilh., Freiherr von), bekannt durch seine witzigen Einfälle, geb. am6. Mai >654, trat in seinem 18. Jahre als Gemeiner in kurbrandenburg. Kriegsdienste.Noch war er nach zehn Jahren Fähnrich, als er in Folge einer verunglückten Posse nachSpandau kam. Zwar wurde er auf Vorbitten der Kurfürstin bald wieder seiner Haft ent-lassen; doch ein Zweikampf nöthigte ihn später, nach Sachsen zu flüchten, wo er wiederKriegsdienste nahm. Durch seine stets frohe und satirische Laune machte er sich am HofeAugust des Starken sehr beliebt, wurde nachher dessen Generaladjutant und zuletzt mit demTitel eines Generallieutenants Commandant der Festung Königstein, wo er am > 9. Jan.1733 starb. K. war nie verheirathet und nannte deshalb scherzhafterweise den Königsteinseine steinerne Frau. Von Charakter brav, haßte er alle Schmeichelei und rügte begangeneFehler mit der größten Freimüthigkeit. Ohne den Namen eines Spaßmachers zu führen,diente er dem ganzen Hofe zur Belustigung, behauptete aber dessenungeachtet seine Würde,da er weniger sich als Andere zum Gegenstände des Gelächters wählte. Wenn er auch bis-weilen kindische oder unanständige Scherze tbieb, so lag dies zum Theil in dem Zeitalter;Niemand fühlte seine Geißel mehr als die adelstolzen Höflinge. Vgl. Wilhelm!,K.'s Le-ben und lustige Einfälle" (3 Bde., Lpz. 1772; Freystadt 1796; neuerzählt von Wilhelm!,Lpz. I7S7) undK.'s Leben und Schwänke" (Lpz. 1800).

Kyburg, ein Pfarrdorf im schweiz. Canton Zürich, über dem linken Abhange des

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