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8 (1846) Kaaba bis Ligne
Entstehung
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456
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456 Kästner Küstrin

man die hohe See vermeidet. Man unterscheidet große und kleine Küstenfahrt und verstehtunter der erster» längere Fahrten an den Küsten hin, z. B.Holland an den stanz, und span.Küsten bis ins Mittelländische Meer, und unter letzterer die Fahrten von einem Hafen zumandern. Küstenfahrer oder cabotier hieß das dazu gebrauchte platte Fahrzeug. DenKüstenhandcl, ebenfalls cabotsgs genannt, betrachten die meisten Nationen als eineErwerbsquelle der Eingeborenen, weshalb sie alle Fremde davon ausschließen, wozu Eng-land das erste Beispiel gab.

Kästner (Karl Theod. von), Generalintendant der königlichen Schauspiele in Ber-lin, geb. anr 26. Nov. 1784 zu Leipzig, wo sein Vater Chef eines BanquiergeschäftS war,studirte seit 1863 auf der dasigen Universität und später in Göttingen, unternahm nachvollendeten juristischen Studien mehre Reisen und erwarb sich 18 > 6 die juristische Doktor-würde. Gegen Ende des 1.1813 schloß er sich dem Banner der freiwilligen Sachsen anund wurde Offizier der dazu gehörigen Husaren. Nach dem Frieden ernannte ihn der Her-zog von Sachscn-Koburg, unter dessen Commando jener Banner gestanden und dem K.seineDramatischen Kleinigkeiten" (Lpz. >815) gewidmet hatte, zum Hofrath. Hieraufübernahm er das 1817 eröffncte Skadttheater zu Leipzig, dessen Bau er besonders beför-dert hatte, auf alleinige Rechnung und führte die Direction elf Jahre lang. Während die-ser Zeit that er außerordentlich viel für dieses Institut; er gab treffliche Theatergesetze,wodurch er unter den Mitgliedern seiner Bühne Einigkeit und Ernst, sowie Lust und Liebezur Sache zu erhalten wußte, führte eine der vorzüglichsten Pensionsanstalten für die dienst-unfähigen Künstler seiner Gesellschaft ein und erhob überhaupt das Theater zu einer so be-deutenden artistischen Höhe, daß es mit vollem Rechte zu den ersten Bühnen Deutschland-gezählt werden mußte. Bon Seiten des sächs. Hofs wurde er dieser Verdienste wegen zumHofrath ernannt. Um so allgemeineres Bedauern erregte es, als er, in Folge eines von demStadtrath abgeschlagenen Erlasses am Miethzinsc für das Theatergebäude, zu Ostern 1828die Direction des Theaters aufgab, über das er in seinemRückblick auf das leipzigerStadttheater" (Lpz. 1831) dem Publicum Rechenschaft ablegte. Nachdem er einen An-trag, das dresdenerHofthcater zu übernehmen, und einen andern zurLcitung des National-theaters in Frankfurt am Main abgelehnt, übernahm er 1836 mit dem Titel eines Geh.Hofraths die Direction des Hoftheaters zu Darmstadt, das jedoch, in Folge der nökhig ge-wordenen Einschränkungen des Hofs, nach einem Jahre geschlossen wurde. Unter solchen Um-ständen trat er 1833 dieLeitung des durch Schuldenlast zerrütteten königlichen Hostheater-zu München an, wo er die höchst schwierige Aufgabe, dasselbe wieder emporzubringen, auf-glücklichste loste und sich im vollkommensten Maße die Zufriedenheit und das Vertrauendes Königs Ludwig erwarb, welchem er sein TrauerspielDie beiden Brüder" gewidmethatte und der ihn 1837 in den Adelstand erhob. Nur die Aussicht auf einen größer« Wir-kungskreis konnte ihn bewegen, im Jan. 1842 München zu verlassen. Nachdem er zuvorItalien besucht hatte, folgte er dem Ruft zu einer lebenslänglichen Anstellung in Berlin,wo er im Juni 1842 die Gencralintendantur der königlichen Schauspiele übernahm. Auchin Berlin bewährte sich das Princip seiner Verwaltung, die Einnahme von Seiten de-Publikums durch ein lebendiges interessantes Nepertoir zu erhöhen, wobei das Princip derErsparung gar nicht in Betracht kam, sondern Alles darauf hinauslief, durch eine einträg-liche Ausgabe die Einnahme zu mehren. Durch diese Operation verschaffte sich K. neueMittel, die, sowie etwaige Überschüsse, bei allen seinen Directionen der Theaterkasse verblie-ben und wieder in die Theateranstalt verwendet wurden. Daß K. nur den Flor der Kunst-anstalt, nicht Ersparung auf Kosten der Kunst beabsichtigte, zeigte sich noch deutlicher darin,daß bei allen seinen Directionen der Besoldungsetat der Künstler, sowie der Etat für Honorare an Dichter und Componisten, für Gastgeber, Garderobe und Decorationen bedeutenderhöht wurde. In Berlin fand die Erhöhung des Honorars in der Art statt, daß zumBesten der Dichter und Componisten und deren Witwen und Nachkommen die Tantiemeoder der Autorenantheil, und zwar bei Stücken, die den Abend füllen, mit zehn Procent, vonK. gleichzeitig mit der Direction des Burgtheaters in Wien eingeführt wurde, wodurch ersich um die dramatische Literatur Deutschlands ein unvergeßliches Denkmal stiftete. -

Küstrin, Stadt und Festung dritten Ranges im Regierungsbezirk Frankfurt der