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8 (1846) Kaaba bis Ligne
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446
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446 Krrpferstichmaschinen Kuppel

die völlige Schattentiefe des Holzschnittes mit der Weichheit der Lithographie und mit demzarten Detail des Stahlstiches zu vereinigen und wird deshalb bei möglichst allseitiger INachbildung der größten Meisterwerke immer den ersten Nang behaupten. Vgl. Huber, IRost und Martini'sHandbuch für Kunstliebhaber" (S Bde., Zür. 17961804); Bartsch,keintre Fraveur" (21 Bde., Wien 1802 21) und dessenAnleitung zur Kupferstich-kunde" (2 Bde., Wien 1821); Joubert,lAauuel cl'smste»r8 »I'estsmpes" (3Bde., Par, !1821); Heller,Praktisches Handbuch für Kupferstichsammler" (2 Bde., Bamb. >821)und Quandt,Entwurf zu einer Geschichte der Kupferstechkunst" (Lpz. 1826).

Kupferstichmaschinen sind mechanische Hülfsmittel der Kupferstecher, mittels ,deren sie sich in den Stand gesetzt sehen, ihren Arbeiten eine größere Vollendung zu gebenund dabei noch Zeit und Arbeit zu sparen. Wenn auch an einem Kupferstiche die Lagen derTaillen durch die Stoffe oder Körper, welche dargestellt werden sollen, bedingt werden undderen Schwung und Charakter Sache des Genies bei dem Künstler sind, so gibt es dochauf den meisten Platten eine Masse von Gegenständen, welche durch parallel laufende,überall gleich breite Linien schraffirt werden können, die sogenannten platten Tinten (leinte»plates). Dahin gehört z. B. das ruhige Meer, die Luft, die geraden und gekrümmten Flächen,geometrische und architektonische Körper und Maschinen u. s. w. Früher mußten alle dieseLinien nach Parallellinealen sorgfältig gezogen werden, was um so mehr Schwierigkeit hatte,wenn die Linien stufenweis breiter werden, oder nach und nach enger aneinander rückensollten. Die Umständlichkeit der hierbei vorkommenden Berechnung, und die große Kunst-fertigkeit, welche die Ausführung erfoderte, machten es wünschenswerth, denselben Erfolgauf mechanischem Wege zu erreichen. Die Engländer waren die Ersten, welche zum Zickgelangten und Edmund Turell erfand eine Kupferstichmaschine, die auf das System desDreiecks basirt war, welches, sich an einem Lineale verschiebend, genaue Parallelen gibt.Vervollkommnet wurde dieselbe durch Conte in Paris im,J. >818 und es sind die voll- >kommensten jetzt vorhandenen nur Modifikationen der Conte'schen Maschine, bei welchendas Princip der Guillochir Maschinen (s. d.) mit in Anwendung gebracht ist. Diebesten liefert gegenwärtig Donndorf in Frankfurt am Main. Eine andere Art Kupferstich-Maschinen sind die sogenannten Relicf-Copirmaschinen. (S. Hautreliefstich.)

Kuppel, Kugel- oder Kesse lg ewölbe nennt man ein polygones, gedrücktrundesoder halbkugelrundes. Gewölbe, welches runden Gebäuden zur Decke dient und oben ge- .wöhnlich eine runde Öffnung behält, durch welche das zurBeleuchtung nöthige Licht herein- !fällt. Diese Öffnung bleibt entweder ganz frei, oder wird mit einem kleinen, an den Seitenoffenen Thürmchen überbaut, welches man die Laterne nennt. Die Griechen wendeten jnur in den frühsten Epochen ihres Baustils eine Art von gespitzter Kuppel an und zwar >beim Bau ihrer Thesauren oder Vorrathshäuser; die Etrusker dagegen scheinen fortwäh- §rend mit dieserBauform vertraut gewesen zu sein und dieselbe aufdieNömer vererbt zu haben.Rom besitzt in seinem berühmten Pantheon Agrippa's das älteste Kuppelgebäude von mo-numentalem Charakter. In der Folge bemächtigte sich vorzüglich das oström. Reich desKuppelbaues und lehnte an die Kuppeln Halbkuppeln in den bizarrsten Formen. In denKirchen wurde bald gar keine andere Art von Bedachung mehr angewendet. Das be-rühmteste Denkmal dieser Gattung ist die unter Iustinian erbaute Flachkuppel der So-phienkircke in Konstantinopel. Unter oström. Einflüsse erhielt sich der Kuppelbau auch ineinzelnen Gegenden Italiens, z.B. in Ravenna und später in Venedig, und bahnte sich vonda einen ÄZeg nach dem Norden, wo er in Verbindung mit der B asilika (s. d.) die ganzeromanische Bauepoche über den Mittelpunkt des Kreuzes zieren half, bis das Erwachen desgothischen Stils in Deutschland den Kuppelthurm verdrängte, in den übrigen Ländernaber, obwol als widersprechendes Element, in sich aufnahm. Die höchste Ausbildung er-hielt die Kuppel in der modernen ital. Baukunst, welche darüber den Thurm völlig vernach-lässigte. Brunelleschi's Kuppel auf dem Dom zu Florenz gab die hauptsächlichste An-regung zum Kuppelbau der Peterskirche in Rom, welche seitdem für die Kirchenbaukunstder ganzen katholischen Welt maßgebend wurde und sogar in dem protestantischen Englandeinen Rival an der Paulskirche in London gefunden hat. Als eine der schönsten modernenKuppeln gilt der schlanke Dom der Invaliden in Paris. Die modernital. Kirchcnkuppe