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8 (1846) Kaaba bis Ligne
Entstehung
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445
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Kltpferstechkunst 445

E. Maile, H. und S. Cousins und CH. Turner, deren schöne Blätter noch dadurch einenHähern Werth erhalten, daß sie meist nach berühmten Malern, wie Lawrence, Vernet undLaroche, gearbeitet sind.

Die Lcblon'sche Stichgattung mit bunten Farben, die Erfindung desMalers Leblon zu Frankfurt gegen das Ende des >7. Jahrh., wurde, da sie weder inDeutschland noch in Holland Glück machen wollte, durch den Erfinder selbst, und zwarmit Erfolg, nach England verpflanzt. Die Technik in der Behandlung der Platte kommthiermitderderSchabkunst überein, nur mit dem Unterschiede, daß diese zur Hervorbringungder Abdrücke blos einer Platte bedarf, zu jener aber mehre Platten erfoderlich sind, vondenen jede mit einer besondern Farbe gedruckt wird. Früher hatten Lastman, P. Schenk,Taylor und einige Andere wol auch Versuche im Buntdrucken gemacht; da sie aber mitStrichen geätzt hatten und die verschiedenen Farben blos auf die Platten aufgetragen wa-ren, so konnten sie nie zu der beabsichtigten Wirkung eines Gemäldes gelangen. Leblon'szumTheil vortreffliche Arbeiten ahmen die Malerei nach und sind jetzt äußerst selten gewor-den. Schüler und Nachahmer Leblon's waren Robert, I. F. Gautier, I. l'Admiral u. A.

Die englische Punktirstichgattung wurde von I. Bylaert, einem Holländer,erfunden und durch F. Bartolozzi (s.d.) in England cingeführt, wo sie vielBeifall fand.Bartolozzi hatte eine Menge freilich zum Theil sehr mittelmäßiger Künstler zu Nachfol-gern; und in Deutschland wurde die Punktirstichgattung von Sinzenich, Pfeiffer, John,Flcischmann u. A. betrieben. Sie war fast stets ein Kind der Mode und hat des Gutenwenig, des Schlechten aber sehr viel aufzuweisen.

Der franz. Kreidezeichnungsstich ist wahrscheinlich eineErfindung des Franzo-sen I. C. Francois um 1756. dem aber N. Magny und G. E. Demarteau diese Ehre strei-tig machten. Diese Manier hat den Zweck, Zeichnungen nachzuahmen. Durch L. Bonnetwurde diese Kunst, ähnlich der Leblon'schen Manier, verbessert. Ihm schloß sich CorneliusPloos van Amstel an, der zu Amsterdam um > 7 58 Arbeiten aufZeichnungsarl in Kupfer lie-ferte, die zu den schönsten Kunsterzeugnissen gehören. Kaum kann es etwas Vollkommncresgeben als die Nachahmungen der Handzeichnungen der großen Holland.Meister, die er und,nach seinemTode, der ihm in Kenntnissen nicht nachstehende H.Josi in London in kostbarenWerken hcraiesgabcn. In Holland, wo diese Kunst bei der Vorliebe der Holländer für dieHandzeichnungen ihrer großen Maler besonders heimisch wurde, betrieben sie nach PlooSvan Amstel mit zum Theil nicht wenig Glück I. Cootwyck, I. Spilman, I. Buys, I. vander Velde, G. Saint u. A. Hierher gehören auch die schönen Arbeiten des F. Janinet, dasie mit den Arbeiten des Ploos v. Amstel in der Hauptsache übereinstimmen, sowie die inFarben gedruckten Blätter von G. Maile aus der neuern Zeit.

Die Aquatinta- oder Bistermanier (s. Aquatinta) wurde wahrscheinlich vondem als Kunstkenner bekannten Abbe Saint-Non erfunden, doch wird gewöhnlich I. P. lePrince,um 1788, als deren Erfinder angegeben. Ausgezeichnete Arbeiten in dieser Manierlieferten J.G. P rest el(s. d.) und dessen Gattin, Herzinger, Pringer, Darnstedt und Schlot-terbek; Meister aber in dieser Kunst waren W. von Ko bell (s. d.) und K. Kuntz (s. d.).

In neuerer Zeit hat der um 1825 erfundene Stahlstich (s.d.) einen Theil derAufgabe übernommen, welche vicrthalb Jahrhunderte lang dem Kupferstich und demHolzschnitt oblag, während zugleich der Steindruck (s. d.) eine ungeheure Verbreitunggewann und auch der Holzschnitt (s.d.) aus langer Lethargie erwachte und für ganzeGattungen bildlicher Vervielfältigung, z. B. die Illustrationen, fast das ausschließlicheMittel wurde. Der Steindruck hat vor dem Kupferstich den Vorzug der Wohlfeilheit;der Holzschnitt allein läßt sich mit dem Letterndruck verbinden; der Stahlstich jedoch hatvor dem Kupferstich nichts voraus als die übergroße Anzahl von Abdrücken, welche er ge-stattet. Der weichgemachte Eußstahl gibt nämlich an sich schon gegen 50880 Abdrücke,und, wieder gehärtet noch mehr, während die Kupferplatte schon bei 4888 Abdrücken ab-genutzt ist. (S. Kupferdruck.) Radirung und Aquatinta sind noch viel empfindlicherals der reine Kupferstich und gestatten nicht viel über 588 Abdrücke. Der Kupferstich bleibtjedoch immer die vielseitigste, der mannichfachsten Behandlung fähige und deshalb fürWerke höherer Gattung geeignetste Art bildlicher Vervielfältigung; er allein vermag fast