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dem Grabstichel förmlich zu malen verstand; Suyderhoef, Soutman und Corn. Bloe- 'mart(s.d.), mit wclchemLctztern die Kupfcrstechschule in Frankreich, wohin dicscKunst Isich damals wendete, eine neue Epoche begann. Natalis, Rousselet, die Poilly, namentlich 'Franc. Poilly, Pitou und Noullet waren die bedeutendsten Stecher unter Ludwig XIV., ,dessen Günstling Colbert, sowie die diesem befreundeten Maler Lebrun und Mignard die iKupferstechkunst sehr unterstützten. Die genannten Künstler waren auch die vorzüglichsten !Stecher des berühmten „(üadinet du Lo)", eines der schönsten Kupferstichwcrke. Ihnen !reihen sich die Portraitstecher, z. B- Nanteuil, der unvergleichliche Massen (s. d.), dann !die Drevet an, später die Audrans, von denen Gerard Au dran (s. d.) und neben ihmvielleicht Nie. Dorigny (s. d.) die ersten Stellen als Stecher historischer Darstellungencinnehmen. Beide verbanden die Nadirnadel mit dem Grabstichel, die sie mit der bewein-dernswürdigsten Leichtigkeit führten. Ger. Edelink (s. d.) von Antwerpen, aus des Ru-bens Stecherschule hervorgegangen, der Rafael unter den Kupferstechern, lieferte eineMenge unübertroffener Stiche; Houbracken (s. d.), aus Dordrecht, stach kleinereBlätter,besonders Portraits, mit malerischer Leichtigkeit, und J.J.Balechou von Arles historischeund landschaftliche Darstellungen. In Deutschland erwarben sich Matth. Meria»
(s. d.) Vater und Sohn durch Ihre unzähligen Prospecte und kleinern historischen Blättervon etwas handwerksmäßiger Art einen fast allzugroßen Nus. Geistreicher sind die Stichevon B. Kilian, besonders dessen Portraits, und die von Wenzel Hollar (s. d.). Derital.Schule gehörte der berühmte Z. Frey an. E. Wagner in Venedig bildete eine Kupferfiech-schule, aus welcher Barto lo zzi (s. d.) hervorging, der dann in England die Kunst aus-übte und tüchtige Schüler zog. G. F. Schmidt aus Berlin und I. E. Wille (s. d.) ausHessen erneuerten in Frankreich die frühere Glanzperiode der Kupferstechkunst; Letztererwar unübertrefflich in den Blättern nach den holländ. Genremalern, Ersterer, der denGrabstichel mit der Radirnadel verband, in Portraits und geistvollen Blättern nach Rem-brandt. E. Ficquet, P. Savart und der Kunstliebhaber I. B. Eratelonp stachen in derMitte des 18. Jahrh. Portraits im Kleinen in einer solchen zarten Vortrefflichkeit, wiedie Kunstgeschichte weder vor noch nach ihnen weiter aufzuweisen hat. Schüler Wille'swaren Z. M. Schmutzer (s. d.) in Wien, I. G. v. Müller (s. d.), Charl. Clem. Bcr-vic(s. d.), und Schüler dieser sind P. Audouin, N. U. Massard, Desnoyers (s.d.),
I. T. Richomme, F. Ligno», C. Johannot, Leroux, F. Förster und andere ausgezeichneteKünstler Frankreichs. Insbesondere trugen zur Belebung der Kupferstechkunst in Frank-reich bei daS Galeriewerk „d.s Vlieses Kupoläon", eine der großartigsten Kupferstichunter-nehmnngcn neuerer Zeit, sowie die Gesellschaft der ^mis des beemx srtr, welche Platte»stechen läßt und den Debit selbst besorgt. In England stachen die Kupferstecher fast nurPortraits. Als die bedeutendsten historischen Kupferstecher sind zu nennen W. Ryland,R- Strange, W. Sharp, Sherwin und die Heath, und als die größten Landfchaftsstecher,vielleicht für alle Zeiten, I. Brown, F. Vivares aus Frankreich, W. Woollett, I. Fitklerund Mason. Durch Wilkie, den Maler, Burnet und Raimbach gewann die Stechkunstfür die Genrebilder, und TH.Holloway begann die Rafael'schen Cartons inHamptoncourtherauszugeben. In Italien, wo im >7. Jahrh. außer Pietro Santi-Bartoli und denGebrüdern Aquila kaum ein Kupferstecher besonders auszuzeichnen wäre, zog im l 8.Jahrh.der treffliche Cunego eine Menge Schüler, unter denen Bartolozzi (s.d.) und Volpako(s. d.) als vorzüglich zu nennen sind. Ihnen reihen sich an C. A. Porporati und R. Morghen(s.d.), einer der größten und fruchtbarsten unter den neuern Kupferstechern; ferner G.Folo,F-Rosaspina, F. Rainald,, F. und P. Anderloni (s.d.), P. M. Gandolsi, G. Earavag-lio, A. Schiatzone, A. Perfetti, G. Longhi (s. d.) und P. Toschi (s. d.). Was seit derSchule Cunego's die ital. Kupferstcchkunst besonders hob, war ihre Emancipation von dergleichzeitigen Malerei und ihre Rückkehr zu den großen Mustern des l 6.Jahrh. Überhaupthat die treue und emsige Nachbildung hauptsächlich der Werke Rafael's die ganze moderneKupferstcchkunst oft vor manieristischen Abwegen beschützt. Auch Deutschland hat vielevortreffliche Kupferstecher aller Gattungen aufzuweisen. Nach I. G. von Müller ist be-sonders dessen Sohn I. F. W. Müller (s. d.) zu erwähnen, der zwar wenige, aber un-übertreffliche Blätter geliefert hat; nächst ihnen sind Bause (s. d.) und Roßmäsler in