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8 (1846) Kaaba bis Ligne
Entstehung
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440
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440 Kupfermünzen Kupferstechkunst

getheilt, so nimmt auch die andere Walze dieselbe an und durch die Reibung wird der Druck-tisch mit den darauf befindlichen Gegenständen zwischen den Walzen durchgezogen und derAbdruck vollendet. Die Laufwalze hat gewöhnlich einen bedeutend geringer« Durchmesserals die Grundwalze, da kleine Walzen schärfere Abdrücke geben. Das zum Kupferdruckbestimmte Papier ist meist ein halbgeleimtes Velinpapier und wurde sonst in Holland undvorzüglich in der Schweiz am besten fabricirt; jetzt fertigt man auch in Deutschland undFrankreich sehr gute Sorten. Das Papier wird vor dem Abdruck von Fasern und Knötchen,welche nicht allein den Abdruck, sondern auch die Platte verderben würden, gereinigt unddann in reinem Wasser, dem man etwas Alaun zusctzt, gefeuchtet. Die Platte wird, wennsie ganz vollendet und rein polirt ist, eingefärbt, meist mit schwarzer, bisweilen auch nülanderer Farbe. Von der Feinheit und Gleichmäßigkeit der Farbe hängt zum großen Theildie Schönheit des Abdrucks ab. Die fertigen Abdrücke werden zwischen sogenannten Preß-spänen, feinen und festen Pappen, in der Presse getrocknet. Die verschiedenen Manierendes Kupferstichs erfodern auch eine verschiedene Behandlung der Platte beim Einfärben.Bei dem Druck mit mehren Farben bleibt das Verfahren dasselbe, nur erhält jede Farbe-platte ihre zugehörige Farbe und der Druck geschieht meist trocken, da das Papier sich, wennes gefeuchtet ist, beim Trocknen zusammenzieht und die verschiedenen Platten nachher nichtineinander passen würden. Sollen mehre Farben in Einer Platte gedruckt werden, so wirdauf die passenden Stellen die gehörige Farbe mit kleinen Ballen eingetragen. Die erstenAbdrücke von jeder Knpferplatte fallen rauh aus; die besten Abdrücke aber finden sich un-ter den ersten Hunderten. Eine kräftig gestochene Platte gibt 15V» gute Abdrücke, dienächsten 1500 haben weniger Haltung; das vierte Tausend wird schon grau und die Plattemuß aufgestochen werden. Eine geäzte Platte liefert etwa 500 und eine leicht radirte 150gute Abdrücke. Die Abdrücke vor der Unterschrift (avant la lettre) sind die besten, wes-halb sie von Liebhabern oft bedeutend theurerbezahlt werden, als Abdrücke mit der Schrift.

Kupfermünzen nennt man alle aus Kupfer geprägten Münzen. Zur Zeit der Ent-stehung des gemünzten Geldes bediente man sich nur edler Metalle, des Goldes und Sil-bers, zu den Münzen; das Kupfer wurde erst später dazu verwendet. Daher rührt die auf-fallende Erscheinung, daß Kupfermünzen Griechenlands seltener Vorkommen als silberne,während bei den römischen gerade der umgekehrte Fall stattfindet. Nom schlug seine erstenMünzen aus Erz, d. i. Kupfer mit verschiedenem Zusatz (»es grave). Die Einheit dieserMünze war das A s (s. d.), ein röm. Pfund (libra), und wurde auf'den Münzen mit I be-zeichnet. Es zerfiel in zwölf Theile, welche mit dem As mehrfache Neduction erlitten, jenachdem der Werth des Geldes stieg. In Griechenland war-<«-.i-o; der allgemeine Aus-druck für Kupfer- oder Scheidemünze. In dem neuern Münzwesen wird das Kupfer nurzu Scheidemünze geprägt und zwar die Mark zu 6 gGr., was ein Verhältniß zum Silberwie 1: 64 gibt, also ähnlich dem, wie man in Rom zur Zeit der Kaiser rechnete, wo l: 60angenommen war. Auch die Kupfermünzen sind der Verringerung durch unedlere Metallefähig, namentlich durch Blei und Eisen. Elftere kennt man leicht daran, daß sie, auf Koh-len gelegt und geglüht, ganze Tropfen von Blei ausschwitzen, was bei den chines. Kupfer-münzen am häufigsten vorkommt. In Schweden wurde im 17. Jahrh. unter der KöniginChristine die Kupfermünze als Courantmünze in großen Platten ausgeprägt, im Werthevon bis zu 3-t Thlrn. (Lopperdsler). Es sind dies große viereckige Platten, ein Pfundund mehr an Gewicht, auf einer Seite mit fünf Stempeln, deren einer in der Mitte denWerth angibt, z. B. 2 Osler u. s. w. Die übrigen vier in den Ecken enthalten

die Krone und den Namenszug des jedesmaligen Regenten. Der Zweck der Einführungwar wol die Ersparung der Prägkosten für die Scheidemünze, nicht aber, wie man ge-wöhnlich angibt, um das Zählen der kleinen Münze zu ersparen. Ein solcher Kupfcrthalergalt den dritten Theil eines Silberthalers. Seit >770 wurden diese Stücke nicht mehr ge-prägt und meist eingeschmolzen. Jetzt betrachtet man sic als Kuriosität und benutzt sie sogarzu Präsentirtellern. Vgl. Reinhardt,Kupfercabinet oder Beschreibung einer großen An-zahl Kupfermünzen der neuern Zeit" (6 Bde., Eisenberg l 82628).

Kupferstechkunst nennt man die Kunst, auf einer Kupferplatte ein vertieftes Bildhervorzubringen und dieses mittels des Drucks zu vervielfältigen. Als eine Tochter der Zei-