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8 (1846) Kaaba bis Ligne
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Kunz von Kaufungen Kupfer

Kunz von Kaufungen, der Räuber der sächs. Prinzen Ernst und Albrecht, wurdeauf der Burg Kaufungen bei Penig geboren. Obgleich er schon im Hussitenkriege-mit Aus- izeichnung gefachten haben soll, so wird seiner doch erst bei Gelegenheit der Fehde, welche1449 die Stadt Nürnberg mit dem Markgrafen Albrecht von Brandenburg hatte, na- !mentlich gedacht. K., der für die Nürnberger kämpfte, hatte das Glück, den Markgrafen 'gefangen zu nehmen, ließ ihn aber, statt ihn pflichtmäßig der Stadt zu übergeben, gegenein hohes Lösegeld wieder los. Kurz darauf trat er in des Kurfürsten von Sachsen, Fried- !rich's des Sanftmüthigm, Dienste, und wurde, als er in dem Kriege, den dieser gegen seinen !Bruder führte, zum Entsatz von Gera abgeschickt worden war, nebst dem andern AnführerNiklaS Pflug, von den böhm. Hülfsvölkern des Herzogs Wilhelm gefangen genommen >und nach Böhmen geführt, wo Beide sich um 4000 Goldgülden loskaufen mußten. K.soderte Ersatz dieses Lösegelds, aber der Kurfürst verweigerte ihn, weil K. nicht sein Lehns-mann sei, sondern ihm nur als Söldner gedient habe. Auch hatte der Kurfürst ihm zureinstweiligen Entschädigung für seine verwüsteten Besitzungen in Thüringen bis zum Frie-den mehre Vitzthum'sche Güter in Meißen eingeräumt. Als nun der Kurfürst nach ge-schlossenem Frieden diese zurückfoderte, erhob er auch deshalb große Ansprüche an denKur-fürsten, der den Streit zu Altenburg durch Schiedsrichter entscheiden lassen wollte. Ohmjedoch diese Entscheidung abzuwarten, beschloß K., die beiden Söhne des Kurfürsten zurauben und dann dem Vater Bedingungen vorzuschreiben. Nachdem er sich mit Wilh. vouMosen, Wilh. von Schönfels und einigen andern Edelleuten verbunden und mit dem- ^chenbedienten des Kurfürsten, Namens Schwalbe, ein Einverständnis! angeknüpft hatte, !führte er in der Nacht vom 7. zum 8. Juli 1455 auf dem Schlosse zu Altenburg sein An-haben aus. (S. Prinzenraub.) Durch einen Köhler, Schmidt, der nachmals Triller ge-nannt wurde, an der böhm. Grenze gefangen genommen und dem Kurfürsten überliefert,wurde K. nach kurzem Proeeß am l 4. Juli zu Freiberg mit dem Schwerte Hingerichte!. <

Kunzen (Friedr. Ludw. Emil), Componist, geb. l 76 1 zu Lübeck, wo fein Vater Or- 'ganist und Musikdirektor war, bezog 1784 die Universität zu Kiel und ging >787 nach Ko-penhagen, wo er sich nun ganz dem Studium der Musik widmete. Sein erster theatralischerVersuch war die von Baggesen gedichtete OperHolger Danske oder Oberon", welche1789 zu Kopenhagen mit BeifÄl ausgenommen wurde. Im I. 1790 wendete er sich nachBerlin, wo er mit Reichardt in naher Verbindung lebte, und bald nachher wurde er beidemNationaltheater in Frankfurt am Main angestcllt, wo er mit dem Geiste der Mozart'scheiiWerke sich bekannt machte. Diesem Vorbild arbeitete er mit glücklichem Erfolge nach, so-daß seinFest der Winzer", das er einige Jahre später als Musikdirektor bei der Schauspie-lergesellschaft in Prag auf das Theater brachte, den lautesten Beifall erhielt. Auf Empfth- !lung des königlichen Kapellmeisters Schulze in Kopenhagen wurde er 1795 vom Königevon Dänemark zu dessen Nachfolger ernannt. Er starb zuKopenhagen am 28. Jan. t8l7.Neben mehren dän. Opern, Singspielen, Cantaten und Oratorien lieferte er auch einigegute Clavierstücke und Lieder.

Kupetzky (Zoh.), einer der ausgezeichnetsten deutschen Portraitmaler, geb. >667 zuPesing an der ungar. Grenze, der Sohn eines Leinwebers, lernte die Malerei bei Claus inWien und ging dann nach Italien, wo er anfangs mit vieler Noth zu kämpfen hatte, dann ,aber durch Unterstützung des Fürsten Joh. Sobieski in glücklichere Verhältnisse kam. Nacheinem 22jährigen Aufenthalte daselbst kehrte er nach Wien zurück, wo er die Bildnisse derkaiserlichen Familie und vieler Großen malte. Später nahm er seinen Aufenthalt in Nürn-berg, wo er 1740 starb. Er war ein Nachahmer Rembrandt's und seine Gemälde habeneine große charakteristische Wahrheit und Stärke des Effects, sind aber durch die Zeit sehrdunkel geworden. Vieles ist nach ihm gestochen worden, besonders von B. und I. C. Vogel.

Kupfer, ein schon seit den ältesten Zeiten bekanntes, durch seine eigenthümliche rothe .Farbe charakterisirtes, nicht sehr hartes, sehr biegsames, zähes und geschmeidiges, in Weiß-glühhitze schmelzbares Metall, kommt in. der Natur seltener gediegen, als Oxydul undOxyd (Rothkupfererz und Kupferschwärze), als kohlensaures Oxyd (Kupferla-sur und Malachit oder Kupfergrün), besonders häufig aber als Sch wesel kupfer, mitSchwefeleisen und andern Metallen verbunden im Kupferkies, Buntkupfererz und Fahl- ^