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8 (1846) Kaaba bis Ligne
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430 Kunaxa Kunersdorf (Schlacht bei)

thümer, die zugleich als Hcmptraubncstcr und Sammelplätze des gefährlichsten Gesindel-berüchtigt sind. Menschenraub und Sklavenhandel sind bei diesem Volk an der Tages-ordnung. Von ihnen zu unterscheiden sind die Kasi-Kumüken, die zwar auch Muham-medaner und ein kriegerisches Naubvolk sind, aber zum Stamme der Lcsghier gehörenund mehr westlich, wohnen. Kumük und Kasanisch sind hier die Hauptorte, beide wohlbe-völkcrt und die Sitze verschiedener Stammesfürsten.

Kunaxa, ein Ort in Babylonien, am östlichen Ufer des Euphrat, ungefähr ltz M.von Babylon, wurde denkwürdig durch die Schlacht zwischen dem jünger» Cyrus (s. d.) undseinem Bruder Artaxcrxes Mnemon (s. Artaxcrxes) im I. 301 v. Ehr., worin Erstemvon Letzterm getödtet wurde.

Kllllda, in Esthland, ein an einer Bucht des Finnischen Golfs zwischen Narwa undNeval neuangelegter Hafen und Flecken, von wo aus besonders eine starke Ausfuhr vonBauholz, welches die vielen dort befindlichen Sägemühlcn liefern, desgleichen von Getreideund Branntwein stattfindet.

Kunersdorf, ein Dorf im lebuscr Kreise des Regierungsbezirks Frankfurt derpreuß. Provinz Brandenburg, ist durch die Schlacht am l2.Aug. >759 bekannt, welcheeine der merkwürdigsten des Siebenjährigen Kriegs war. Die Gegner Friedrich des Gro-ßen schienen 1759 zu einer mehr übereinstimmenden Wirksamkeit entschlossen und seineLage war in der That bedrohter als je zuvor. Beobachtend stand er an der Grenze Ober-schlesiens Daun gegenüber, während dessen die Russen unter Soltikow gegen die Oder vor-drangen, um sich mit London zu vereinigen, der ihnen mit 30999 M. entgegenzog. Umdiese Vereinigung unter jeder Bedingung zu hindern, hatte Friedrich den General Wedelden Russen entgcgengesendet, der aber, als er ohne Kenntniß des Terrains mit ungleicherTruppcnzahl den Feind in seiner vorthcilhaften Stellung beim palziger Hammer oder beidem Dorfe Kai zwischen Züllichau und Krossen am 23. Juli angriff, geschlagen wurdeund mit einem Verluste von 5999 M. sich über die Oder zurückziehcn mußte. Die Russenbesetzten nun Frankfurt und ihrer Vereinigung mit den Östreichern, die unter Loudon undHaddik heranzogen, stand nichts weiter entgegen. Jetzt durfte der König keine Zeit mehrverlieren, wollte er seine Erbstaatcn retten. Er ließ daher die große östr. Armee unter Daundurch ein Corps unter dem Prinzen Heinrich fcsthaltcn, entsendete einen Theil der Trup-pen dieses Corps an die Oder und eilte nun selbst dahin. Doch Loudon'ö Verbindung mitSoltikow konnte er nicht mehr aöwcndcn; Beide, 69999 M. stark, standen bereits zumKampfe gerüstet auf dem rechten Ufer der Oder bei Frankfurt. Der König, der sich vonMüllrose her näherte, marschirte am linken Ufer hin, setzte seine etwa 39999 M. starke Ar-mee nördlich der Stadt über den Strom und begann am darauf folgenden Morgen dieSchlacht. Der rechte Flügel der Feinde war durch die Oder, der linke durch Sümpfe undBüsche und noch außerdem durch starke Verschanzungen, die Fronte durch tiefe Gründe ge-deckt. Dennoch gelang es den Preußen beim Angriffe auf den linken russ. Flügel nacheinem langen heißen Kampfe und trotz des heftigsten Kartätschcnfeuers aus >99 russ. Ka-nonen, die Schanze zu ersteigen, die Batterien zu nehmen und die Russen in die Flucht zujagen, und bereits Abends 6 Uhr eilten Siegesboten nach Schlesien und Berlin. Nochaber hatten die Russen mehre feste Punkte inne; trotz der Gegenvorstellungen seiner Ge-nerale, beschloß der König mit den schon sehr ermüdeten Truppen auch den rechten Flügelder Russen anzugreifen. Der Kampf begann und obschon die Preußen einzelne Vorthcileerrangen, so konnten sie doch, durch Terrainschwicrigkcitcn verhindert, nichts Entscheidendesausrichten. Sie zu unterstützen, rief der König den General Seidlih mit der Reiterei vonseinem Beobachtungsposten, Loudon gegenüber, durch wiederholte Befehle ab. Sogleichbenutzte Loudon, der im Rückhalte den Stand der Dinge aufmerksam verfolgte, diese Ge-legenheit, um hervorzubrechen und mit seiner Reiterei sich auf die ermatteten Haufen derStürmenden zu werfen. Dieses entschied die Schlacht. Vergebens versuchten die Preußennoch, den Spitzberg zu erobern. Ein neuer Angriff Loudon's warf Alles in wilde Flucht.Die Preußen verloren gegen 26099 M. und beinahe ihr ganzes Geschütz; doch hatten auchdie Feinde23999 M. eingebüßt. Dem König wurden zwei Pferde unter dem Leibe erschos-sen, eine Flintenkugel zerschmetterte ihm ein goldenes Etui in der Westentasche und nur der

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