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8 (1846) Kaaba bis Ligne
Entstehung
Seite
429
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Kumaniscke Seen Knmüken 42st

IOVVO inS byzantin. Gebiet floh und gegen die sie auch in der Schlacht an der Kalka im I.> 22-1 mit den Russe» verbündet vergebens stritten. In Ungar» hat sich in Folge einerAnsiedelung ihr Name noch in dem Namen Groß- und Klein-Kumanien erhalten, denLandschaften an der Mittlern Theiß tragen. Zum Waffendienst wurden diese Kumanen, dieim Laufe der Zeit ihre Eigenheit ganz gegen die magyarische aufgegebcn haben, in zweiAbtheilungen getheilt, aus deren Namen, dem lat. Balistarn, d. i. Steinschleuderer, unddein ungar. Jaszok, d.i. Bogenschützen, durch sonderbare Entstellung Philistäi und Iazyges,was auch der Name eines alten scythischen Volks ist, geworden sind. Daß auch die SzeklerSiebenbürgens von den Kumanen herstammcn, ist nicht recht wahrscheinlich.

Kumanische Seen, Astrachanische oder Wolga-Seen, nennt man jene Reihe zumTheil recht beträchtlicher Seen in den beiden russ. Gouvernements Astrachan und Saratow,die im Norden der Wolga, in der Nähe der Achtuba, in einem Steppenlande liegen, welchesbald wolgaische, bald kalmückische, bald Kirgisensteppe genannt wird, und welches wie dieKumanische S teppe (s.d.), als deren Fortsetzung sie erscheint, ganz deutlich die Spureneines früher hier gestandenen Meeres (des Kaspischen) trägt, aus röthlichem Sande mitvielen Muscheln besteht, ganz dürr und waldlos erscheint, und nur an wenigen Stellen mitüppigerm Graswuchs und saftigern Kräutern überwuchert ist. Alle Flüsse und Seendieser Steppe sind salzig, und Salz ist fast das einzige Product, welches hier gewonnenwird. Unter jenen Seen zeichnen sich besonders durch ihre Größe und ihren Salzgehalt ausder Gorka, der Elton oder Jelton (mongolisch Altan-Nor, d. i. goldncr See) und der heiligeoder Bogdosee, die alle nur eine Tiefe von 2 3 Ellen haben, und wo oft über tausendArbeiter beschäftigt sind, die jährlich aus dem Elton allein 5 Mill. Pud Salz ausbeuten.

Kumanische Steppe heißt im enger» Sinne jene Steppe, die sich zwischen derKunia, dem Manisch, Terek und dem Kaspischen Meer ausdehnt und sich südwärts an dieTereksche und nordwärts an die von Kalmücken bewohnte Astrachanische Steppe anreiht.Im weitesten Sinne des Worts versteht man aber unter diesem Namen den Verein aller dieserdrei genannten Steppen, die sich auch in der Bodenbeschaffenheit gleichen, mit röthlichemSande, vielen Muscheln, salzigen Flüssen und Seen bedeckt sind, und noch deutlich dieSpuren des früher hier gestandenen Meeres verrathen, indem man hier auf dem eigentlichenfrühern Grunde des Kaspischen Meeres wandelt. Die russ. Festung Georgiewsk liegt imsüdlichen höhern Theile dieser Steppe; die Städte Jekaterinogrod, Mosdok und Kisljarliegen in demjenigen Theil der Steppe, der auch die Tereksche genannt wird; Astrachanendlich und Tschernoi Jar liegen in dem nördlichen oder astrachanischen Theile jener großenSteppe, deren Areal fast so groß ist, als ganz Esth-, Liv- und Kurland zusammengenommen.

Kumiß heißt ein bei den Kalmücken sehr beliebtes Getränk, welches aus saurerStutenmilch besteht, die zuvor einem Gährungsproceß ausgeseht wird. Der Kumiß hateinen säuerlichen, nicht üblen Geschmack, ist sehr kühlend, aber zugleich berauschender Art.Auchgibtes Kumißbranntwein, Wina oder Nacky von den Kalmücken genannt, welcherdurch Destillation aus dem Kumiß gewonnen wird.

Kümmel, ist eine, besonders in der Gegend um Halle, in Thüringen und Anhaltcultivirte Gewürzpflanze. Das grüne Kraut des Kümmels ist ein sehr gutes Viehfutter, dieSamen dienen als Gewürz zu Speisen und unter Brot und anderes Backwerk. Auchbereitet man Branntwein und Ol aus ihnen. Außerdem dienen sie noch in der Medicinals blähungstreibendes und magenstärkendes Mittel. Einen großen Feind hat der Kümmelan der Kümmelmotte.

Kummet heißt derjenige Theil des Pferdegeschirres, woran die Pferde ziehen. ZmAllgemeinen sind alle Kummete den Pferden lästig. Sie verursachen nicht nur langwierigeäußere Krankheiten, sondern verhindern auch das Pferd am Ziehen, weshalb man vielfachvorgeschlagen hat, sie durch Sielenzeuge zu ersetzen.

Kumükeu heißt ein an den Nordostgehängen des Kaukasus, im Osten vom Terek biszum Kaspischen Meer wohnender, etwa aus 67000 Familien bestehender tatarischerStamm, der gegenwärtig sich fast vollständig den Russen unterworfen hat. Sie ähnelnden Nogaiern, sind ebenfalls Muhammedaner und beschäftigen sich mit Viehzucht und be-sonders mit Fischfang. Axai und Endery sind die Hauptorte ihrer vorzüglichsten Fürsten-