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8 (1846) Kaaba bis Ligne
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428
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428 Kulmbach Rumänen

sich durch die preuß. Bataillone des linken Flügels einen Weg zu bahnen und der Ge-fangcnschaft zu entrinnen. Die übrigen Truppen wurden, nachdem die Quarre- von derschnell nachrückendcn Reiterei gesprengt waren, umzingelt, und mußten sich ergeben. Von-dämme nebst drei Generalen, unter ihnen Haxo, und lOONll M. wurden, nach einem Ve»lustevon 8l Stück Geschütz und 3«woTodten, gefangen genommen. Zugleich Warandiesem Tage das verbündete Heer ungehindert von dem Gebirge nach Teplitz hinabgezogen,wo cs sich wieder zum Vorrücken nach Sachsen ordnete. Napoleon wagte jetzt keinen ernst,lichen Angriff auf Böhmen und die Stellung bei Teplitz; er begnügte sich, die Gebirgspässezu behaupten. Ein späterer Versuch, doch noch vorzudringen, scheiterte theils an demWiderstande der verbündeten Truppen bei Nollendors, am > 6. und > 7. Sept. >813, theilsund noch mehr an der Überzeugung, die er gewonnen, daß sein erschöpftes Heer diesemschwierigen Boden nicht gewachsen sei. Der König von Preußen erhob nach der Schlachtden General Kleist zum Lohne seiner Tapferkeit in den Grafenstand unter Beilegung desNamensNollendors" und feierte am I. Sept. mit seinem ganzen Heere den Sieg durcheinen Gottesdienst auf freiem Felde bei K. Ein besonderes Todtenfeld in Teplitz umschließtdie Gebeine der an ihren Wunden gestorbcnenKrieger, und bei Arbisau erinnern ein preuß.,ein dem Fürsten Colloredo-Mansfeld (gest. 23. Juli 1822) errichtetes, östr. und ein ruff.Denkmal zu Ehren des Generals Ostermann, welches 1833 errichtet wurde, an diesen Sieg.

Kulmbach» eine Stadt im bair. Kreise Oberfranken, hat etwa 4 mm E., die ansehn-liche Bierbrauerei, Gerberei und Obstbau treiben. In der Nähe liegt die ehemalige Bcrg-festung Plassenburg, die >8tM den Franzosen durch Capitulation von den Preußen über-geben und l 8t>8 geschleift wurde und gegenwärtig als Zuchthaus dient. Das Markgraf-thum Brandenbnrg-Kulmbach oder Baireuth, welches zufolge der Erbtheilungdes Kurfürsten Albert Achilles von Brandenburg bei seinem Tode im I. > 18 >> seinemjüngsten Sohne Sigismund zu Theil wurde, fiel nach dessen kinderlosem Ableben imJ.l üt)3 an dessen Bruder, den Markgrafen Friedrich den Ältern von Ansbach, der es aufseinen Sohn und Enkel vererbte, und nach desLetztern Tode l.33'? wieder an Ansbachss.d.).

Kuluglis oder Kuruglis werden in der Berberei, insbesondere in Algier, dieseneingewanderten Türken und eingeborene» Frauen erzeugten Kinder genannt. Sie hattenzwar nicht gleiche Rechte wie der herrschende Stamm der eigentlichen, eingewanderkenTürken, jedoch bedeutende Vorrechte vor den unterdrückten Völkerschaften der Mauren,Araber und Berbern, und waren zu vielerlei, wenn auch nicht den wichtigern Ämternfähig. Seit der Eroberung Algiers durch die Franzosen hat sich die rechtliche Stellung derKuluglis sehr zu deren Gunsten geändert, indem sic, unter allen Mohammedanern derBerberei immer am wenigsten fanatisch, ganz der franz. Herrschaft sich anschlossen, und ihrim Felde wie in der Verwaltung mit vieler Treue und Tapferkeit große Dienste leisteten.Übrigens gehen sie nach und nach ganz dem Aussterben entgegen, da ein neuer Zuwachs inAlgier gar nicht möglich ist, in Tunis und Tripolis aber wegen der schwachen türk. Ein-wanderung nur sehr sparsam sein kann.

Kuma heißt ein an den Nordgehängen des Kaukasus, in der Nähe des Elbrus ent-springender, von vielen Quellflüsscn verstärkter Fluß, der, unmittelbar nachdem er dieHochgegenden des Kaukasus verlassen, in die russ. Provinz Kaukasien tritt, wo die wichtigeBergfcstung Georgiewsk an seinen Ufern liegt. Die Kuma mündet nach einem nicht unbe-trächtlichen Laufe und mit einem breiten Liman in das Kaspische Meer. Im Norden diesesLimans wohnen zahlreiche Kalmückenhordcn.

Rumänen oder Komanen, ein Volk türk. Stammes, wahrscheinlich nicht ver-schieden von den Uzen bei byzantin. und den Güssen bei arab. Schriftstellern, werden vonden Ungarn Kuni, von den Slawen Polowci, d. i. Bewohner der Flächen, genannt,woraus die deutschen Chronisten Falawen bildeten. Von dem Lande hinter der Wolga unddem Jaik her brachen sie um die Mitte des l i.Jahrh., die stammverwandten Chasarenund Petschenegen überwältigend, in Europa ein, breiteten sich an dem nördlichen Ufer dcSSchwarzen Meeres bis zu der Donaumündung hin aus und wurden durch verwüstendeNaubzüge den Byzantinern sowol als den Ungarn und den Russen gefährlich. Ihre Haupt-macht erlag in der ersten Hälfte deS i s.Jahrh, den Mongolen, vor denen ein Haufe von