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Kuh Kühn
herauskam (Lpz. 1840 fg.), und eine Sammlung seiner „Gedichte" (Stuttg. und Tüb.1840). Seine reifste und bedeutendste Leistung aber ist das „Handbuch der Kunstge-schichte" (Stuttg. >841—42), worin er cs zuerst versuchte, die ganze Kunstgescbichtc inEiner großen Übersicht und in Verbindung mit den welthistorischen Epochen zu behandelnund ihren Entwickelungsgang im Großen und Ganzen nackzuweisen. Außerdem erwähnenwir noch seine „Pommersche Kunstgeschichte" in den „Baltischen Studien" (Srctt. l 840),und ,K. F. Schinkel. Eine Charakteristik seiner künstlerischen Wirksamkeit" (Berl. > 842).
Kuh (Ephraim Moses), Dichter, geb. >731 zu Breslau von reichen jüd. Altern,wurde anfangs von seinem Vater für die jüd. Gelehrsamkeit, und als er hierzu keine be-sondere Neigung zeigte, für den Kaufmannsstand bestimmt. Nach dem Tode des Vaterstrat er als Gehülfe in die Handlung eines Oheims in Berlin, wo er bald die FreundschaftMendelssohn's, Ramler's, Lessings u. A. sich erwarb, durch deren Umgang er poetisch an-geregt wurde. Übertriebene Gutherzigkeit, verbunden mit einer an Verschwendung grcn-zendcn Bücherliebhaberei, erschöpfte indeß in wenigen Jahren sein ansehnliches Vermögenund seinen Credit. Er verließ Berlin, durchreiste Holland, Frankreich, Italien, die Schweizund Deutschland, und gerieth am Ende in eine so hülflose Lage, daß seine Familie ihn un-terstützen mußte. Sein Misgeschick brachte ihn in Schwermuth und endlich in förmlichenWahnsinn. Zwar wurde er nach sechs Jahren wieder curirt, doch hatte er das Unglück,>785 durch einen Schlagfluß gelähmt zu werden, der ihn sogar der Sprache beraubte.Erst fünf Jahre nachher am 3. Apr. >7!»» erfolgte sein Tod. Seine besten Gedichte, de-stehend in Epigrammen, Liedern, Oden und Fabeln, lieferte er im Zustande der Schwer-muth; gesammelt wurden sie als „Hinterlassene Werke" von Hirschel und Kausch (2 Bde.,Zür. 1792).
Knhistan, d. i. Bergland, eine Provinz Persiens, die, zwischen Irak Adschemi,Khorassan und der großen Salzwüste des Innern von Iran gelegen, die eigentliche Schei-tclfläche der westlichen Hälfte dieses Plateaulandes einnimmt, hat einen Flächenraum vonungefähr l 299 IHM., ist im Ganzen nichts weniger als fruchtbar und daher auch nursparsam bevölkert. Der größte Theil der Bevölkerung conccntrirt sich in Birdschun, duHauptstadt und Residenz des pers. Statthalters.
Kühlapparat, s. Branntweinbrennerei.
Kühn (Karl Gottlob), Mediciner, geb. am > 3. Juli <754 zu Spergau bei Merse-burg, wo sein Vater, Joh. Christian K., vor seiner Versetzung als Pastor und Consisto-rialrath nach Merseburg Pfarrer war, besuchte die Schule zu Merseburg und die Fürsten-schule zu Grimma und studirte dann auf der Universität zu Leipzig Medicin. Nachdem er>779 in der philosophischen und 1783 in der medicinischen Facultät promovirt hatte, wurdeer 1793 außerordentlicher Professor der Medicin, 1891 ordentliches Mitglied der medici-nischen Facultät, 1892 ordentlicher Professor der Anatomie und Chirurgie und 1819 derPhysiologie und Pathologie. Als solcher starb er am 19. Juni 1849. Von jeher hatte K.eine bedeutende Vorliebe für die klassischen Studien genährt und trug sie, als er seinen Be-ruf gewählt hatte, auch auf diesen über, was schon seine beiden ersten schriftstellerischen Ar-beiten „De via »c ratione, Him ^elirmus Lozibistrc in bistoria snimalium conscribencla»SIIS est" (Lpz. 1777) und „8clle«>iasma <je causa mortis acjiia sukmersorum eosgue i»vitain revocsncii ratione, veteribus Llraecis usurzrata" (Lpz. 1778) bezeugen. Späterbehandelte er in dieses Fach schlagende Gegenstände in einer großen Menge von Program-men, aus welchen er selbst die bedeutendsten auswählte und als „Opuscula acaclemics etpliilologstca" (2 Bdc., Lpz. 1827 — 28) herausgab. Außerdem veranstaltete er noch andereSammlungen und die vollständige Ausgabe der „Oper» meclicorum 6raecnr„m, qua«supersunt" (29 Bde., Lpz. 1821—39) in der Ursprache mit der lat. Übersetzung, sowieer auch eine große Menge ausländischer Schriften übersetzte. Von seinen eigenen größernWerken ist noch anzuführen die „Geschichte der medicinischen und physikalischen Elektricitätund der neuesten Versuche in dieser Wissenschaft" (2 Bde., Lpz. >783 und 85), die erspäter unter dem Titel „Die neuesten Entdeckungen in der medicinischen und physikalischenElektricität" (2 Bde., Lpz. —97) fortsetzte. — Sein Sohn, Otto BernhardK-,ordentlicher Professor der allgemeinen Chemie an der Universität zu Leipzig, geb. am 6.