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8 (1846) Kaaba bis Ligne
Entstehung
Seite
421
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Kugellager Kugler 421

Raubmörders »ahc bei Dresden am 27. März >820. Idealisiere Forme», dichterische Com-position und ein blühendes Colorit zeichnen in» Allgemeinen seine Werke aus. SeinBruder, Karl von K., lebte meist auf dem Gute seines Schwagers, des Frecheren vonManteuffel, -u Kurkrill in Liefland, und im Winter in Petersburg, bis er I 827 nach Revalzog, wo er am 6. Jan. > 832 starb. Für den Kaiser Alexander malte er unter Anderm einekrimschc Galerie in 30 Blättern und eine ähnliche landschaftliche Galerie von Finnland;auch gab er eineMalerische Reise in die Krim" (Petersb. >823) heraus. Vgl. Hasse,

Leben Gerhard von.K.'s, nebst einigen Nachrichten aus dem LebenKarl von K.'s"(Lpz.l 823).

Kugellager nennt man diejenige Vertiefung in der Seele der Geschützrohre, welchesich an der Stelle, wo das Geschoß aufliegt, durch den Druck desjenigen Theils des Pul-vergases bildet, der über die Kugel durch den Spielraum weggeht. Bei gepflasterten Ku-geln und in Büchsenläufen kommt das Kugellager nicht vor, weil kein Spielraum vorhan-den ist. In Gewehr-, Karabiner- und Pistolcnläusen ist es fast nie bemerkbar, weil diebleierne Kugel auf den eisernen Lauf nicht leicht Eindrücke machen kann. Auch in eiser-nen Geschützrohren bildet sich das Kugellager viel später und in weit gcringerm Maßeaus als in bronzenen ; in den lehtern nimmt cs aber, wenn es einmal angeseht, mit steigenderSchnelligkeit zu, und kann leicht so groß werden, daß das Geschoß durch die Heftigkeit desAnschlags an den »ordern Rand des Kugellagers und das dadurch vermehrte Batte-ment (s. d.) im Rohre zertrümmert wird. Alle dergleichen unbrauchbar gewordene Ge-schütze noch für den Nothfall benutzen zu können, seht man zwischen die Ladung und dasGeschoß einen Holzcylinder ein, durch welchen das letztere über die gefährliche Stelle hin-weg und weiter vorgeschoben wird. Der Schuß verliert aber dabei an Kraft und auch anWahrscheinlichkeit des Treffens.

Kustelunst, f. Ballotage.

Kugler (Franz Theodor), Professor der Kunstgeschichte an der Akademie derKünsteund Dvcent an der Universität zu Berlin, geb. am >6. Jan. >868 zu Stettin, widmetesich, bei vielseitigen Anlagen, leidenschaftlich der Musik, Poesie und Malerei, bis er, umPhilologie zu ftudiren, > 826 die Universität zu Berlin bezog. Auf einer Reise nach Süd-deutschland, noch in demselben Jahre, dichtete er das Lied von der RudelsburgAn derSaale Hellem Strande", welches seitdem ein Lieblingslied, besonders der Studenten, ge-worden ist. Den Sommer 1827 brachte er in Heidelberg zu, wo er durch Mone mehr undmehr demStudium der mittelalterlichen Kunst, besonders der Architektur, zugeführt wurde,und mit Rosenkranz in ein enges Freundschaftsverhältnis; trat. Nach Berlin zurückgekehrt,fesselte ihn das Studium der Kunstgeschichte bald für immer, wobei er zugleich auch Poe-tisch thätig blieb. Im I. > 836 erschienen seinSkizzenbuch" (Berl.), eine Auswahl sei-ner Gedichte, musikalischen Compositionen und Zeichnungen, und ein Heft vonDenkmä-lern der bildenden Kunst im Mittelalter in den preuß. Staaten" (Berl.); >831 seine Disser-tationDelVerinksr», 8»ec. XII. monaclio tegernscensi" (Berl.) und ein HeftchenLe-genden" (Berl.); im J. >833 lieferte er den Text zu denArchitektonischenDenkmälern derAltmark Brandenburg" (Berl.) von Strack und Meycrheim, und begann die HerausgabedesMuseums" (Berl.), einer an höchst gediegenen Aufsätzen reichen Zeitschrift für bil-dende Kunst, von welcher indeß nur fünf Jahrgänge erschienen. Gleichzeitig gab er mitReinick dasLiederbuch für deutsche Künstler" (Berl. > 833) heraus. Im 1.1833 wurdeer Professor an der Akademie und Docent an der Universität; zwei Jahre später schrieb erseine AbhandlungÜber die Polychromie der griech. Architektur und Sculptur und ihreGrenzen" (Berl.), welche in der schwierigen Frage wesentlich das Richtige festgestellt zuhaben scheint. Eine Reise nach Italien, welche er zum Theil in Gaudy'S Gesellschaft imI. 1833 ausführte, vervollständigte seine kunsthistorischen Studien; eine Frucht derselbenwar seinHandbuch der Geschichte der Malerei von Konstantin dem Großen bis auf dieneuere Zeit" (2 Bde., Berl. 1837), das reich an neuen Resultaten ist. Hierauf lieferte erdie mit Fr. Ranke gemeinschaftlich herausgegebeneBeschreibung und Geschichte derSchloßkirche zu Quedlinburg" (Berl. 1838); seineBeschreibung der Kunstschähe vonBerlin und Potsdam" (2 Bde., Berl. >838); dieGeschichte Friedrick's des Großen",welche, von Adolf Menzel illustrirt, zum Jubiläum der Erfindung der Buchdruckerkunst