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8 (1846) Kaaba bis Ligne
Entstehung
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416
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416 Kristallisation Ktesibius

die früher von einem andern krystallisirten Mineral eingenommenen Räume hinein «Klä-gern. Die Wissenschaft, welche sich mit der Lehre von den Krystallen abgibt, heißt Kry- Istallographie und hat unter den Deutschen vorzüglich W ei ß (s. d.), RoseundK. Fr. >Naumann (s. d.) viel zu danken. Insofern sie die Winkel der Krystalle mißt und diese ^danach berechnet, wird sie auch Krystallometrie genannt. Als Einleitung in die Kry-stalllehre sind vorzugsweise zu empfehlen G. Rose'SElemente der Krystallographie"(2.Aufl.,Berl. 1838). Im gewöhnlichen Leben heißt häufig der wasserhelle krystallisirteQuarz Krystall, und dieser Name wird dann auch auf das wasserhelle farblose Glas ^(Krystallglas) übertragen.

KrystallisativN ist der physikalische Vorgang bei Übergang gewisser Körper au- >dem flüssigen in den festen Zustand unter Annahme bestimmter Formen. Sie ist als einebesondere Art der Äußerung der Anziehungskraft der kleinsten Theije anzusehen und nmhat nach Hauy's Vorgang vielfach versucht, den Grund der verschiedenen Krystallforme»in einer Verschiedenheit der primairen Form der sich an- und aufeinander lagernden kleinste»Theilchen zu finden, während andererseits Ampere u. A. gezeigt haben, daß man auchaus einer gleichen primitiven Kugelgestalt aller Ätome die Krystallformen ableiten könne.Der dynamischen Ansicht von den Körpern kann natürlich weder die eine noch die andereAnsicht genügen. Die Körper krystallisiren theils beim Erstarren aus dem geschmolzenenZustande, wie Metalle, Harze, Fette und viele Salze, theils beim Erkalten heiß gesättigterAuflösungen, wenn sie in dem kalten Lösungsmittel weniger auflöslich sind, theils endlich,wenn man ihnen das Lösungsmittel durch Verdunstung entzieht. Befördert wird die Kri-stallisation durch Darbietung vieler Ansatzpunkte für die Krystalle und durch gelinde Be-wegung, verzögert wird sie durch möglichst niedrige Temperatur und völlige Ruhe. Jniletztem Falle entstehen die Krystalle langsamer und einzelner, aber sie werden größer uudausgebildeter. Je rascher man krystallisirt, desto zahlreicher werden die Krystalle, aber sie sbleiben kleiner, stören sich gegenseitig in der Ausbildung und man erhält krystallinisch!Massen statt deutlicher Krystalle. Diese Umstände müssen technisch benutzt werden. Soläßt man Salz unter stetem Umrühren krystallisiren, damit es kleinkörnig werde; Zuckerwird in den Formen gestört, um ihn feinkörnig-krystallinisch zu machen; Candiszucker Wman dagegen langsam und ruhig krystallisiren, indem man durch die Flüssigkeit Fäden oderStäbchen als Ansatzpunkte zieht. Metalle, Glas u. s. w. darf man nicht zu rasch erkalte»lassen, damit sie nicht im Innern krystallinisch und spröde werden. Dem Stearin gibt umeinen Zusatz von Wachs, damit es in den Kerzenformen nicht krystallinisch erstarrt u.s.f.Bei völliger Ruhe können geschmolzene Körper, z. B. Schwefel, oft weit über den Erster- ^rungspunkt abgekühlt, Salzlösungen, ;. B. Glaubersalzlösung, weit über den Krystallisa- ^tionspunkt concentrirt werden, ohne daß Krystallbildung eintritt; so wie aber eine leichteErschütterung stattfindet, erscheinen die Krystalle mit einem Male. Die Lehre von derKn)-stallisation gehört, was die Erklärung der Erscheinungen anlangt, noch zu den dunkelstenund schwierigsten der ganzen Physik.

Ktesias, ein berühmter griech. Geschichtschreiber aus Knidos in Karlen, ein Zeitge-nosse des Lenophon, machte die Schlacht bei Kunaxa, im I. 401 v. Ehr., als Leibarzt de-Perserkönigs Ärkaxerxes Mnemon mit, bei dem er in hohem Ansehen stand, ging aber einigeJahre darauf wieder in sein Vaterland zurück. Er schrieb im ionischen Dialekte 23 Bü-cherkersica", eine Geschichte der assyr. und pers. Monarchie, und eine kleinere SchriftIiulica", Nachrichten über Indien, die er während seines Aufenthaltes in Persien sam-melte, wovon man wegen der vielen fabelhaften Erzählungen und Beschreibungen uud ,der mannichfachen Widersprüche in den Angaben und Zeitbestimmungen Treue und Glaub-würdigkeit vermißt. Die ziemlich zahlreichen Bruchstücke, welche durch die häufigen An- ^führungen anderer Geschichtschreiber und besonders durch die Auszüge bei Athenaus und ^in derBibliothek des Photius auf uns gekommen find, wurden erläutert und besonders hcr-ausgegeben von Lion (Gött. 1823), am besten aber von Bahr (Franks. 182 - 1 ). Vgl.Rct-tig,Otesiae (lnitlii vit» cuin sppenüiee <1e libris Ltesise" (Hannov. 1827) und Blum,Herodot und K., die frühesten Geschichtforscher des Orients" (Heidelb. 1836).

Ktesibius, ein griech. Mechaniker, der ums I. ISO y. Ehr. lebte, erfand mikHeron,