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tung auf die Historienmalerei, wahrend er früher mehr dem Genre gehuldigt hatte. Adelder Composition und der Zeichnung, Lieblichkeit desAusdrucks und Zauber der Beleuchtunggeben seinen Bildern einen hohen Werth. Dieselben umfassen sowol antike und biblischeals neuere Scenen und Gegenstände. Besonders berühmt ist sein Johannes der Täufer, seinBelisar, seine Magdalena und vor Allem eine Grablegung, die im Besitze des Königs vonHolland ist. Unter seinen modernen Bildern zeichnen sich aus seine Abreise Philipp's H.von Scheveningen, und eine Scene aus dem Kriege von 1831. Auch hat er noch in neuererZeit vortreffliche Genrebilder und Portraits geliefert.
Ärnsenstern (AdamJoh., Ritter von), russ. Mce-Admiral, der tüchtigste und kennt-nißreichste Seemann des russ. Reichs, der sich in den I. 1803—6, wo er noch Capitainder Marine war, den Ruhm erwarb, die erste Weltumsegelung unter den Russen zu leiten,wurde 1770 geboren, diente schon im Kriege von 1703 auf der brit. Flotte und war1798—99 auf einem brit. Chinafahrer in Indien und Canton. Bereits zu Ende des I.1799 reichte er seine Memoiren zurVerwandlung des Passivhandels der russ.-amerikanischenCompagnie mit Pelzwerk in einen Activhandel dem Petersburger Hofe ein, ohne indeß beiPaul I. Gehör und Unterstützung zu finden. Kaum aber hatte Alexander den Thron be-stiegen, als er sogleich K.'s Plan lebhaft aufnahm, und auf den Vorschlag des Admiral Mord-winow, sowie des Reichskanzlers Grafen Rumjänzow, K. selbst mit einer wissenschaftlich-merkantilischen Expedition beauftragte, die den doppelten Zweck haben sollte, die den Russenzugehörende Nordwestküste Amerikas näher zu untersuchen und die mit den Japanesen ab-gebrochenen Handelsverbindungen auss neue anzuknüpsen. Zwei Schiffe wurden zu seinerVerfügung gestellt, und am 7. Aug. 1803 segelte er aus dem Hafen von Kronstadt ab, woer, am 19. Aug. 1806, ohne auch nur einen einzigen Mann verloren zu haben, wiederlandete. Die Erfolge übertrafen alle Erwartungen, und wenn auch die Anknüpfung neuerHandelsverbindungen mit Japan nicht erreicht wurde, so war doch diese erste russ. Welt-umsegelung durch verschiedene neue Entdeckungen, z.B. derOrlowsinseln; durch die genaueAufnahme und Erforschung früher wenig bekannter Länder, wie der neuen Marquesas-oder Washingtoninseln, besonders Nukahiwa's, ferner der Meerenge von Sangaar, derWestküste der Insel Jedso, der Straße Laperouse, der Küste der Insel Sachalin und dernördlichen Kurilen; durch die Bestimmung der geographischen Lage von Nangasaki ausmehr als 1000 Mondslängen; durch so manche wichtige Berichtigung der nautischen Geo-graphie und endlich auch in physikalischer, naturhistorischer, ethnographischer und linguisti-scher Hinsicht durch die fleißigen Untersuchungen, Beobachtungen und Sammlungen derNaturforscher, sowie K.'s selbst, unstreitig eine der wichtigsten der neuern Reisen. Zu er-wähnen sind namentlich die linguistischen Sammlungen K.'s, Räsanow's und Langsdorfs;die Schilderung japan. Zustände von K. und Langsdorfs; K.'s Gemälde von Kamtschatka;Langsdorfs naturhistorische Schilderung der Kolonien; Tilesius' Abhandlungen über dieThierwelt; Horner's Untersuchungen über Gegenstände der physikalischen Geographie;Ä.'s Beobachtungen über die Strömungen im großen Ocean u. s. w. Zur Erhöhung desRuhmes dieser Expedition diente auch K.'s gediegene Beschreibung derselben unter demTitel „Reise um die Welt in den I. 1803—6" (3 Bde., Petersb. 1810—12, 3. miteinem Atlas von 103 Tafeln), die bald darauf in alle gebildete Sprachen Europas übersetztwurde. Hieran schließen sich ferner an Lißjanskoi's „Beschreibung seinerNeise um die Welt"(russ., 2 Bde., Petersb. 1810—1813; deutsch von Pansner) und Georg von Langsdorfs„Bemerkungen aus einer Reise um die Welt in den 1.1803—7" (2 Bde., Franks. > 812,3.mit Kupfern), sowie W. G. Tilesius' „Natnrhistorische Früchte der ersten kaiserlich russ.unter K. vollbrachten Erdumsegelung" (Petersb. u.Lpz. 1813). Als spätere Früchte dieserExpedition sind vor allen K.'s höchstwichtigc „Beiträge zur Hydrographie der größernOceane" (Lpz.1819, 3.) und „^tlas 6o I'Ocean kscillcpis" (2 Bde-, Petersb. 1323—27,8ol.) nebst dem „Recueil tle mömoires li^clrngrspliicpies, pour servir il'unulzse et tl'ex-plicstion ü I'^tlss Oe I'Ocean kaciligue" (2 Bde., Petersb- 1823 — 27, 3.) und den„Supplements uu Recueil 6e memoires bz'llryFrnpliicjues" (Petersb. 1835, 3.) zu er-wähnen. Auch enthalten die „Allgemeinen geographischen Ephemeriden", die „Lnnules 6esvo^sges", die „Hertha" und die „Annalen für Erd-, Völker-und Staatenkunde" von Berg-