412 KrüniH Kruseman
ÄrüniH(Joh. Georg), Herausgeber der „Ökonomisch-technologischenEncyklopädie", <geb. zu Berlin 1728, studirte zu Göttingen und Frankfurt an der Oder Median, promo- !virte auch als Doctor, und kehrte > 759 nach seiner Vaterstadt zurück, wo er sein ganzesLeben literarischen Geschäften widmete und am 20. Dec. 1796 starb. Sein Hauptwerk ißdie „Encyklopädie", welche er 1773 begann und bis zum 73. Bd. fcrtführte, wo über demArtikel „Leiche" ihn der Tod ereilte. K. hat in diesem schätzbaren Werke mit guter Aus-wahl und der fleißigsten Benutzung der vorhandenen Quellen Alles geleistet, was man voneiner solchen Arbeit erwarten kann; indessen sind in demselben die verschiedenartigste,,Gegenstände mit unverhältnißmäßiger Weitläufigkeit ausgcführt, weil der Plan nicht gleich ^vom Anfänge an mit Bestimmtheit festgestellt wurde. Nach K.'s Tode setzten die BrüderFriedr. Jak. und Heinr. Eust. Flörke und seit >815 Joh.Wilh.Dav.Korth das Werk feit,welches bis zum 185. Bd. (Berl. 1834), der mit dem Artikel „Tonprüfung" schließt, ge-diehen ist. Ein unveränderter Abdruck der Bände >—97 erschien 1782—1814.
Kruse (Karsten, d. i. Christian), der Verfasser des „Atlas", geb. am 9. Aug. 175Zzu Hiddigwarden im Herzogthume Oldenburg, erhielt in dem Waisenhause zu Halle seineerste Bildung, studirte dann daselbst seit > 772 Theologie, und wurde nach Vollendungfeiner Studien am Gymnasium zu Oldenburg angestellt. Später mit der Wissenschaft,lichen Leitung der Prinzen August und Georg von Oldenburg beauftragt, begab er sich mitdenselben 1803 auf die Universität nach Leipzig. Nach seiner Rückkehr erhielt er 1805 alsScholarch die Aufsicht über die Unterrichtsanstalten und zwei Jahre darauf auch über da-von ihm selbst eingerichtete Schullehrerscminar. In Folge der Besetzung desHerzogthumSdurch die Franzosen sah er sich >811 genöthigt, seinen Aufenthalt in Leipzig zu wählen, woer 1812 die neugegründete Professur der historischen Hülfswissenschaften antrat und am4. Jan. 1827 starb. Von seinen verdienstlichen Schriften sind zu erwähnen „Zweck de§Sokrates und seiner Jünger" (Lpz. >785), worin er das durch die von Lessing heraus- ;gegebenen „Fragmente eines Ungenannten" gefährdete positive Christenthum in Schuh ^nahm; „Allgemeine Anweisung zur Orthographie" (Brem. 1787; 4. Ausl., 1815);„Praktische Anweisung zur deutschen Sprachlehre" (Oldenb. 1807; 3. Anfl., 1825),und die gründliche Abhandlung „Ile 6<is lävii recte aertimaixia" (LpZ. 1812); seinHauptwerk aber, auf dessen Ausarbeitung er fast sein ganzes Leben verwendete, ist der„Atlas und Tabellen zur Übersicht der Geschichte aller eursp. Länder und Staaten" (tHefte,Lpz. >804—12; 6. Ausl., von Fr. Karl Herm. K., 1841). — Sein Sohn, Friedr.Karl Herrn. K., geb. am 21. Juli >790 zu Oldenburg, besuchte das dasige Gymnasiumund die Thomasschule zu Leipzig und studirte seit 1810 in Leipzig, wo er sich vorzüglich mi>Geschichte beschäftigte. Im I. 1816 kam er an die Ritterakademie nach Liegnitz, balddarauf an die Magdalenenschule nach Breslau. Von hier folgte er 1821 einem Rust alSProfessor der Geschichte und alten Geographie nach Halle, wo ersich besonders als Secretairdes Thüring.-sächs. Vereins für Erforschung des vaterländischen Alterthums verdient machte.Später übernahm er daselbst die Leitung eines Privatinstituts, vertauschte aber zuletzt die-selbe mit der ihm 1828 angctragenen Professur der historischen Wissenschaften zu Dorpat.Unter seinen schriftstellerischen Leistungen erwähnen wir „Budorgis oder das altc Schlesi»vor der Einführung der christlichen Religion" (Dresd.1819), „Deutsche Alterthümer oder .Archiv für alte und mittlere Geschichte, Geographie und Alterthümer, insonderheit der lgerman. Völkerstämme" (3 Bde., Halle 1824—30), die Schriften „Über Herodot's Aus-messung des Pontus Euxinus u. s. w."(Bresl. 1818), „De Istri ostüs" (Brcsl. 1820),die „Fragen über mehre für das höhere Altcrthum wichtige Verhältnisse im heutigen Grie- ^chcnland" (Berl. 1827), besonders aber sein durch die neuesten Forschungen freilich MTheil schon unbrauchbar gewordenes Werk „Hellas" (2 Bde., Lpz. >825—27), sowieseine Karten vom alten Germanien und alten Griechenland (Lpz. 1833); ferner seine „Nc-crolivvnica oder Alterthümer von Liv--, Esth- und Kurland" (Dorp. 1842, Fol.) und „RustAlterthümer" (Dorp. 1844, 4.). . ^
Kruseman (Cornelis), einer der vorzüglichsten unter den neuern holländ. Histo- >rienmalern, geb. zu Amsterdam 1797, machte seine Studien in der dasigen Akademie undspäter unter Dainville. Ein längerer Aufenthalt in Italien gab ihm eine bleibende Rich>
tu
de
ge
ab
B
H
vo
Ze
nss
bei
wu
17
17
Co
Pa
stie
wi>
me
juo
geb
Ve
er,
lan
Ha
um
Au
ode
Wl
nöl
me!
gra
sch<
Na
wä
die
La,
Th,
Ä.'
Ru
Tit
ciiu
wu
(ru
„B
mi<
uni
Er
Oe
I>Id
„8
Wä
vv