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8 (1846) Kaaba bis Ligne
Entstehung
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409
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Krüger (Ephraim Gottlieb) Krüger (Franz) 409

ordentlicher Professor der Logik und Metaphysik nach Königsberg und erhielt dort nachKraus' Tode auch die ordentliche Professur der praktischen Philosophie. Hier begann erseinSystem der theoretischen Philosophie" (3 Bde., Königsb. 180610; Bd. I,-t.Aufl., 1833; Bd. 2, 3. Aust., I83Ü; Bd. 3, 2. Ausl., l823) herauszugeben. Seineliterarische Thätigkeit wurde dadurch unterbrochen,- daß ihm der hohe Rath des sogenann-ten Tugendbundes (s. d.) die Function eines Obercensors.übertrug. Im I. 1809folgte er einem Rufe als ordentlicher Professor der Philosophie nach Leipzig. In Folgeder allgemeinen Begeisterung des deutschen Volks im I. >813, welche auch ihn ergriff,schloß er sich den reitenden Jägern des sächs. Banners an; nach Beendigung des Feldzugsließ er denEncyklopädischen Abriß der Kriegswissenschaften" (Lpz. 1815) erscheinenAn Allem, was die Zeit bewegte, Anthcil nehmend, erklärte er sich in Flugschriften über diewichtigsten Zeitgegenstände, zum Theil mit polemischer Tendenz gegen Schmalz, Ancillon,Ad. Müller, Haller, Harms, Stourdza, Kotzebue u.A. und galt bis zum1.1831 für einenVorkämpfer des deutschen Liberalismus. Im I. 1830 wurde er zum Doctor der Theolo-gie, später auch zum Doctor der Rechte ernannt, und 1833 nahm er als Deputirter andem ersten constitutionellen Landtage Antheil. Im I. 1834 wurde er von seiner Lehrstelleentbunden und pcnsionirt, behielt aber Sitz und Stimme im Senate und in der Facultät,und fuhr bis zu seinem am 13. Jan. >842 erfolgten Tode fort, philosophische Vorlesungenzu halten. Außer den schon erwähnten führen wir noch folgende seiner Schriften an:Geschichte der Philosophie alter Zeit, vornehmlich unter Griechen und Römern" (Lpz.1815; 2. Ausl., 1826);System der praktischen Philosophie" (3 Bde., Königsb. 181719; Bd. 1 und 2, 2. Aust., 183038);Handbuch der Philosophie und philosophi-schen Literatur" (2 Bde., Lpz. 182021; 3. Aust., >829);Geschichtliche Darstellungdes Liberalismus alter und neuer Zeit" (Lpz. 1823);Versuch einer neuen Theorie derGefühle und des sogenannten Gefühlsvermögens" (Königsb. 1823);Dikäopolitik, oderneueste Restauration des Staats mittels des Rechtsgesetzes" (Lpz. >824);Pisteologieoder Glaube, Aberglaube und Unglaube" (Lpz. 1825);Das Kirchenrecht, nach Grund-sätzen der Vernunft und im Lichte des Christenthums dargestellt" (Lpz. 1826);Allge-meines Handwörterbuch der philosophischen Wissenschaften" (4 Bde., Lpz. 182728;5. Bd., 182934; 2. Ausl., 183234) undUniversalphilosophische Vorlesungen fürGebildete beiderlei Geschlechts" (Neust, an derOrla >831). Die große Anzahl seiner meistsehr zeitgemäßen, kleinern theologischen, politischen, philosophischen, encyklopädischen undvermischten Schriften hat er selbst unter dem TitelGesammelte Schriften" (2 Bde.,Braunschw-, dann Lpz. 183041) herausgegebcn. Vgl. seine Selbstbiographie,MeineLebcnsreise in sechs Stationen, von Urceus" (Lpz. 1826; 2. Aust., 1842), und den Nach-trag dazuLeipziger Freuden und Leiden im 1.1830 oder das merkwürdigste Jahr mei-nes Lebens" (Lpz. 1831).

Krüger (Ephraim Gottlieb), Kupferstecher, geb. zu Dresden am 20. Juli 1756,besuchte die Akademie seiner Vaterstadt und genoß den Unterricht im Zeichnen bei Hutin,in der Kupferstechkunst aber bei Camerata. Er wurde 1804 Mitglied und 1815 außeror-dentlicher Professor bei der Akademie zu Dresden und starb daselbst am 9. Jan. >834Zu den vorzüglichsten unter seinen vielen Arbeiten gehören seine Blätter zu Becker'sAu-gusteum"; die keusche Susanne, der Bohnenkönig und Clorindens Tod für Robillard'sbillige Irsnyais"; ferner Ariadne auf Naxos; der Maler Netscher mit seiner Frau; Jo-seph, der seinen Vater dem Pharao vorstellt, und die Madonna des Gimignano. Auchvollendete er das von Schulze begonnene große Blatt nach Matthäi, der Tod des russ. Ge-nerals Fürsten Millesinow in der Schlacht bei Dresden im 1.1813.

Krüger (Franz), königlicher Hofmaler und Professor in Berlin, wurde 1796 imAnhalt-Dessauischen geboren. Autodidakt von Anfang an, verdankte er seine künstlerischeBildung blos dem Studium der Natur und der großen Meister. Seine Vorliebe ging be-sonders auf Darstellung von Thieren und Jagden, doch bewährte er sich schon früh auchals trefflicher Portraitzeichncr. Durch Ähnlichkeit seiner Portraits und schnelle Vollen-düng derselben erwarb er sich in Berlin allgemeine Gunst. Erst später begann er auch inOl zu malen, meist Kriegs - und Jagdscenen, bis ihm 1830 eine Bestellung des Kaisers