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8 (1846) Kaaba bis Ligne
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Krösus

Kröten

jedoch gibt er ein Hinderniß beim Athmen und Schlingen ab oder geht in eine wegen derbenachbarten Theile sehr gefährliche Entzündung über. Wird der Kropf sogleich bei seinerEntstehung bekämpft, so gelingt es oft, ihn zu heilen, und als Hauptmittel dagegen habensich besonders der gebrannte Meerschwamm und das Jod (s. d.) berühmt gemacht; letzte-res muß jedoch mit Vorsicht angewendet werden, theils weil es nicht für jede Art des Kro-pfes paßt und dann nur schadet, theils weil es,im Übermaß gebraucht, oft die traurigste»Folgekrankheiten nach sich zieht. Vgl. Beck,Über den Kropf" (Freiburg 1833).

Krösus, der letzte König von Lydien, Sohn des Alyattes, dem er 571, nach Ander»567 v. Ehr. in der Negierung folgte, machte sich die kleinasiat. Griechen zinspflichtig, dehntesein Reich im Osten bis an den Halys aus und gewann theils durch diese Eroberungen,theils aus den Bergwerken und dem Eoldsande des Paktolus so bedeutende Reichthümer,daß man mit dem AusdruckeReichthümer des K." später unermeßliche Schätze überhauptbezeichnete. Stolz auf den Besitz dieser Güter, ergab er sich einer ausschweifenden Pracht-liebe, hielt sich für den Beglücktesten aller Sterblichen und empfand es, der Sage nacheinst sehr übel, daß der weise Solon (s. d.), der an seinen Hof kam, trotz dieser ungeheuer»Schätze gegen ihn behauptete, Niemand sei vor dem Tode glücklich zu preisen. Bald abersollte K. die Wahrheit dieses Ausspruchs in ihrer ganzen Stärke an sich selbst erfahre»,da ihm sein geliebter Sohn Atys oder Attis (s. d.) auf der Jagd durch Adrastus, dk»Sohn des Gordius, aus Versehen getödtet wurde und ihm nur noch ein stummer Soh»übrig blieb, der freilich die Sprache später wieder erhielt, er selbst aber von Cyrus (s d.),den er nach einer falschen Deutung des delphischen Orakelspruchs angegriffen hatte, ge-schlagen und nach der Eroberung von Sardes im I. 557 v. Ehr- gefangen genommen undzum Scheiterhaufen verurtheilt wurde. Eingedenk der Solonischen Mahnung rief er drei-malO Solon!" Cyrus, als er den Sinn dieses Ausrufs erfuhr, wurde dadurch stgerührt, daß er ihm Leben und Freiheit schenkte und ihn zum steten Begleiter und Rath-geber aufseinen Feldzügen wählte und außerordentlich mild behandelte. Sein Todesjahrist zwar nicht bekannt, doch lebte er noch unter Kambyses (s. d.), dem unwürdige»Sohne und Nachfolger des Cyrus. Der von diesem über ihn verhängten Todesstrafe, weiler ihn wegen seiner verkehrten Handlungen Vorwürfe gemacht hatte, entging er nur durchdie List einiger Hofbedienten. Obschon Einige den Vorfall mit Solon leugnen, Andere duVerurtheilung zum Feucrtode nicht erwähnen, so bleibt doch K. ein lehrreiches Beispiel de«Glückswechsels und der Grundlosigkeit des menschlichen Vertrauens auf irdische GüterVgl. Vömel,Lxercitatio cüronol. cle aetate Lolonis cl 6roesi" (Franks. 1832).

Kröten sind Amphibien aus der Familie oder Ordnung der Batrachier (s.d.)Von den eigentlichen Fröschen unterscheiden sie sich durch dicken, warzigen Körper, kurzeHinterfüße und eine große längliche Drüse an jeder Seite des Kopfs, welche eine milchigeFeuchtigkeit ansschwitzt. Unter den in Deutschland vorkommenden Arten leben nur zweiim Wasser, nämlich die braune Wasserkröte und die schön gefärbte Feuerkröte oderUnke; die gemeine Kröte, die Kreuzkröte und die sogenannte A co u ch eu rkrötesind hingegen Landthiere, leben einsam und im Dunkel, die erstere zumal gern in modrigenKellerwinkeln oder sonst an schmuzigen Orten. Diese unheimliche Lebensweise, die wider-liche Warzenbildung der Haut, die sehr eigenthümliche, an Knoblauch, Schwefel oderSchießpulver erinnernde Ausdünstung, d'er mit Unrecht für giftig gehaltene schleimigeSaft, der bei Berührung oder Erschreckung aus vielen Körpertheilen hervortritt, endlichder starre, aber durchdringende Blick der großen goldfarbenen Augen, haben zusammenge-wirkt, um die Kröten zu verabscheuten und gefürchteten Thieren zu machen. Giftig ist keineKröte; denn der von ihnen weggespritzte Saft ist ihr Urin, der allerdings sehr übel riecht,aber weder ätzt noch Blasen zieht; keine kann mit ihren völlig zahnlosen Kinnladen beißenund bei allen sind dieBewegungen langsam. Jndeß kann die unerwartete Berührung einerKröte bei sehr reizbaren und phantasiereichen Personen wol einen kleinen Hautreiz, einenfrieselartigen Ausschlag Hervorbringen. Die Kröten leben von Insekten; die gemeine Krötegräbt sich mit ihren Hinterpfoten oft in lockere Gartenerde ein und überwintert da; dieandern verbergen sich in Felsenrihen oder unter Baumwurzeln. Die Lebensdauer scheintbei Landkröten 3V Jahre zu betragen. Jhre Lebenszähigkeit ist außerordentlich und erklärt,