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8 (1846) Kaaba bis Ligne
Entstehung
Seite
403
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Kronborg Kronenthaler 403

Kronborg, ein festes Schloß, auf einer Erdzunge der dän. Insel Seeland am Sund,ganz nahe bciHelsingör, Helsingborg gegenüber, wurde vom Könige Friedrich l l. 1574 erbaut.Es bildet ein Viereck, 232 F. lang und 214 F. breit, hat in jeder Ecke einen Thurm undfür die Besatzung gewölbte Casamatten. In K. müssen alle den Sund passirende Schiffeden Zoll erlegen; nahe dabei befindet sich eine königliche Gewehrfabrik und weiter entferntliegt das königliche Lustschloß Marienlyst, wo ein Hospital für kranke Seeleute eingerichtetist. Daß die Feste K. den Sund nicht zu sperren vermöge, bewies die engl. Flotte, welcheam 28. Mär; > 8NI ohne bedeutende Beschädigung ihn durchsegelte.

Krone stammt vom lat. oornna, das eigentlich Kranz bedeutet. Kränze wurden vonGriechen und Römern bei festlichen, frohen Anlässen vielfach angewendet. Als besondereAuszeichnung kommt der Kran; (Stephanos) bei den Griechen theils als ein Amtszeichen,z. B. der Archonten, theils als Schmuck der Sieger in den öffentlichen Wettspielen, theilsals Ehrenzeichen für verdiente Bürger vor, welches letztere anfangs aus Zweigen, nament-lich des Ölbanms gewunden, später aus Gold gebildet wurde. Bei den Römern wurde diecirons besonders als kriegerisches Ehrenzeichen ertheilt; am höchsten war die cnron»ob si ilio na lis geschätzt, die von einer Besatzung oder einem Heerhaufen Dem, der sie vonden belagernden Feinden entsetzte, aus Gras, welches auf dem eingeschloffenen Raume ge-wachsen war, gewunden wurde. Eine Auszeichnung Dessen, der entweder die Mauer ei-nes belagerten Orts oder den Bord eines feindlichen Schiffs zuerst erstiegen hatte oder inden feindlichen Lagerwall zuerst eingebrochen war, waren die coronu muruli8, einReif mit Mauerzinnen, die coronu rostratu oder nsvkriis, ein Reif mit Schiffs-schnäbeln, die corons vallsris oder ca8tronsi8, ein Reif mit Schanzpfählen, ent-weder aus Gold oder vergoldet. Die corona eivics oder die Bürgerkrone, aus Eichen-laub, wurde Dem zu Theil, der einem Bürger das Leben gerettet. Beim Triumph trugder Triumphator die c o r 0 ll u trinmpliulis, ausLorbern, bei der Ovation die corollllovsIi», aus Myrthen geflochten. (S. Triumph.) In den neuern Staaten wurde dieKrone an der Stelle des Diadems (s. d.) das ausschließende Zeichen fürstlicher Würdeund sehr verschieden gestaltet, bis die Heraldik ihr zur Bezeichnung des Grades der Herr-scherwürde wieder eine genau bestimmte Gestalt vorschrieb. So entstand die Kaiser-, Kö-nigs-, Herzogs-, Fürsten-, Grafen-, Freiherrn- und die adelige Krone, während der Papstsich die dreifacheKrone (s. Tiara) beilegte. Figürlich gebrauchte man nach und nach Kronestatt Kroninhaber oder Herrscher, ja sogar gleichbedeutend mit Staat, wie man denn z. B.noch gegenwärtig von einer Krone England spricht. Jndeß hat doch die neuere Zeit die Be-griffe Krone und Staat wieder zu scheiden angefangen, indem man im Gegensätze zumStaate unter Krone den Inbegriff aller der Rechte und Vorzüge versteht, die dem Regen-ten, als einer besondern vom Staate verschiedenen Person, zukommen. In diesem Sinnespricht man im Gegensätze der Staatsgüter von Kr ond omainen und Krongütern,mit denen man meist einen ähnlichen Begriff, wie vormals in Deutschland mit den Cha-toullgütern (s. Chatoulle) verbindet. Die neuere Zeit unterscheidet indeß auch hier wiederzwischen Krön- und Privatdomainen, von denen die erstem in der Regel unveräußerlichsind und dem jedesmaligen Herrscher blos zum Nießbrauch anheimfallen, und nur die letz-tem gleich andern Privatbesißungen veräußert werden können. Auch der ursprüngliche Be-griff von Kronä intern hat sich in neuerer Zeit sehr geändert. Die Kronämter warenschon in den alten Staaten größtentheils Hofwürden, zum Theil aber auch wahre Staats-ämter, wie z. B. in dem ehemaligen Deutschen Reiche und noch gegenwärtig in Ungarn,wobei noch zu bemerken ist, daß sie gewöhnlich in bestimmten Familien erblich waren.(S. Erbämter und Erzämter.) Dagegen bestehen die in neuern Staaten errichtetenKronämter beinahe ausschließend in Hofdiensten; nur hier und da sind mit einigen militai-rischen Würden Kronämter verbunden, wie z. B. in Frankreich. (S. Digni tare.) Auchfindet in den neuern Staaten eigentlich keine Erblichkeit der Kronämter mehr statt.

Kronenthaler, Krone oder Silberkrone (couronne oder ecu <le klsnüre),eine ursprünglich für die östr. Niederlande bestimmte Silbermünze, war nach dem Neichs-suß ausgeprägt, gleich den frühem Albertusthalern (s.d.); Der Revers zeigte das

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