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8 (1846) Kaaba bis Ligne
Entstehung
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402
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E Krodo Kronanwalt

als in dem benachbarten Slawonien. Die vorzüglichsten Produkte des Landes sind Wein,Taback, Getreide, Mais, Obst, besonders Pflaumen, Holz, Rindvieh, Pferde, Schaft,Schweine, Wild, Fische, Bienen, Eisen, Kupfer und Schwefel. Die Hauptstadt in Pro-vinzialkroatien ist Agram (s. d.), in der kroatischen Militairgrenze Karlstadt (s. d.).K. war in frühester Zeit von den Pannoniern besetzt, bis sie unter Augustus von den Rö-mern besiegt wurden, worauf es eine Provinz von Jllyrien bildete, die bei der Theilung desröm. Reichs im I. 395 zu dem abendländischen Reiche geschlagen wurde. Im I. 48Swurde es von den Gothen genommen und gehörte nun zu Italien, bis es im I. 535 derKaiser Justinian eroberte. Hierauf unterlag es der Gewalt der Avaren bis zur Mitte des7. Iahrh., wo die Kroaten hier einwandcrten, die nach langen Kämpfen im 8. Jahrh. denFranken unterlagen. Seitdem gehörte K. bald zu Baiern, bald zu Italien und in derzweitenHälfte des S.Jahrh.untcrwarf es sich sogar den griech. Kaisern. Hierauf schwänge«sich als Lehnssiaat der letztem zu einem Reiche und zu hoher Blüte empor, verfiel aber wiederin Folge innererKriege und des Kampfes mit Venedig. Seine Herrscher nahmen seit demEnde des l». Jahrh. den Titel als Könige von K. an, den sie aber um die Mitte de«II. Jahrh. mit dem eines Königs von Dalmatien vertauschten. Nachdem sie sich zuvordem Papste unterworfen, bemächtigte sich bei ihrem Aussterben gegen Ende des l >.Jahrh.der König Wladislaw von Ungarn des Throns. Hierauf hatte das Land wieder viel von denDenetianern zu leiden, bis der Sieg bei Zara im I. > l 17 zu Gunsten desselben entschied,und seit 1168 durch den griech. Kaiser, der es angeblich für den König Bela von Ungarnfast ganz eroberte. Doch erst nach des Kaisers Tode vermochte sich Bela durch Wässerige-gewalt in den Besitz des Landes zu setzen, das nun wieder als Königreich K. und Dalmatienzur Selbständigkeit gelangte, bis es 1342 durch König Ludwig von Ungarn nebst Dalma-tien und Slawonien mit Siebenbürgen vereinigt wurde und so unter die unmittelbareHerrschaft der Ungarn kam. Vgl. Csaplovicz,Slawonien und K." (2 Bde., Pesth ISIS)undKroaten und Wenden in Ungarn" (Presb. 1829).

Krodo soll der Name eines Gottes der alten Deutschen im Harze gewesen sein; dochziehen sehr Viele diese Sage in Zweifel. Er soll als ein alter Mann mit entblößtem Haupte,umgürtet mit einer weißen Binde, in der einen Hand ein Rad, in der andern ein Gefäß mitBlumen und Früchten haltend, und mit den bloßen Füßen auf den Flossen eines Fischesstehend, dargestellt gewesen sein. An der Stelle, wo sein Altar stand, soll die Harzburg(s. d.) erbaut sein, und noch gegenwärtig zeigt man in Goslar ein merkwürdiges Gerälhals seinen Altar. Vgl. Delius,Untersuchung über die Geschichte der Harzburg und denGötzen K." (Haiberst. 1826).

Krokodile bilden eine Gruppe unter den eidechsenartigen Reptilien und unterscheid«!sich von allen andern durch ihre panzerartige Bekleidung. Die größten aller Eidechsen ge-hören in diese Familie, die wieder in drei Gattungen und 14 Arten zerfällt. Alle sindeigentliche Amphibien, wechseln daher fortwährend ihren Aufenthalt, leben nur von andernThiercn, die sie theils durch Schnelligkeit bewältigen, theils im muthigen Kanrpfe besiegenund kommen nur in den wärmsten Ländern der Erde vor, wo sie zu den gefährlichsten Raub-thieren gehören und bisweilen, wie z. B. aus Borneo, eine wahre Landplage sein können.Zu den eigentlichen Krokodilen gehört das Nilkrokodil, welches in Ägypten seltener ge-worden, nur oberhalb der Nilfälle noch vorkommt, ausgewachsen an 39 F. lang ist, danneinen den Flintenkugeln undurchdringlichen Panzer trägtund in ganz Afrika häufig gefundenwird. Den Alten war es wohl bekannt und den Ägyptern sogar heilig, die die wilden fütter-ten und halbgezähmte in der Nähe der Tempel erzogen. Andere Arten bewohnen denindischen Archipel. Amerika hat an den Alligatoren oberKaimanen, von welchenmehre Arten bekannt sind, Repräsentanten der Krokodile der alten Welt. Sie sind in den süd-lichen Staaten Nordamerikas und im äquatorialen Südamerika sehr häufig, aber bei einigerVorsicht nicht gefährlich. Ihr nach Moschus riechendes Fleisch wird nur von den wildestenJndiancrstämmen gegessen; die Haut pflegt man in Nordamerika zu gerben und zu Sättelnzu verarbeiten. Südasien besitzt von Krokodilen die Gaviale, die durch schnabelartigeSchnauze sich auszeichnen und nur von Fischen leben.

Kronanwalt, s. Staatsanwalt.