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8 (1846) Kaaba bis Ligne
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401
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Kroaten Kroatien -101

»- heißtfie äuffereoder diplomatische, im lchtern innere Kritik. Diese philologische

)ie ^ Kritik, welche in Verbindung mit der Auslegungskunst oder Interpretation einen Bestand-

im theil der höhern Philologie (s. d.) ausmacht, ist, was die altclassischc Literatur betrifft,

ie- im l 7. Zahrh. namentlich durch den Engländer N. Bentley (s. d.), in neuerer Zeit un-

aS ter den Deutschen vorzüglich durch F. A. Wolf (s. d.), G. Hermann u. A. auf einen

sehr hohen Grad der Vollkommenheit gebracht worden. Freilich sind die Untersuchungen,er- vorzüglich der inner» Kritik, oft an sehr leise Andeutungen der Wahrscheinlichkeit gebun-

m, den; allein da jede Zeit, jeder Ort, jedes Individuum der Eigenthümlichkeiten so viele hat,

ls- so bewährt es die Erfahrung doch, daß sie, wenn sie mit nöthiger Unbefangenheit, hin-

ese länglichem Scharfsinn, umfassender Sachkenntniß und ausdauernder Sorgfalt angestcllt

>ls > werden, meist eine bestimmte Entscheidung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit gewäh-

ren. A. W. von Schlegel (s.d.), Lachmann (s. d.), die Gebrüder Grimm (s.d.),'tt Grass (s.d.), Benecke (s. d.), Haupt (s.d.), H offmann (s. d.), Wackernagel, Ett-ng mülleru.A. haben dieseKritikauchaufdiealtdeutscheLitcraturangewendet.Die Kunst-dii kri t ik untersucht den innern, idealen oder ästhetischen Werth des Kunstwerks und heißt in-te- sofern ästhetische Kritik, oder beurtheilt nur die äußere körperliche und mechanischen> Bearbeitung, die regelmäßige Anwendung der Werkzeuge und Darstellungsmittel deruh Kunst oder eines Gewerbes, und heißt dann technische Kritik. Der gründliche Kri-»i- liker und Kunstrichter unterscheidet sich von dem Kritikaster oder Afterkritiker, dessen Ur-ie- theil ohne objectiven Grund und ohne Nothwendigkeit ist, oder sich auf willkürliche und con-

ventionelle Gesetze, oder endlich nur auf Kleinigkeiten und anscheinende Fehler gründet,

nd und somit nicht die Natur der Sache, sondern sein individuelles Besserwissenwollen geltend

an macht. Solche und ähnliche Fehler haben dem Namen der Kritik, sowie dem Geschäfte

sie des Kritisirens eine verdächtige Bedeutung gegeben. Der ästhetischen Kritik ist ihrem gan-

mi ^ zen Charakter nach verwandt die sittliche Kritik, die sich aus den Werth der Gestel-lt- nungen und Handlungen bezieht und in der Ethik ihre Haltepunkte findet, wie die ästhe-

ur tische Kritik in der Ästhetik.

Kroaten, eine der Infanterie zugehörende Truppenart im östr.Dienste, die ursprüng-ln lich aus Kroatien herstammte, werden namentlich im Siebenjährigen Kriege häufig er-

h" wähnt. Sie waren wenig disciplinirt und besonders auf Beute bedacht, aber doch zum

M Vorpostendienst und überhaupt zum kleinen Kriege gut zu gebrauchen und mit langen

he Flinten bewaffnet. Schon l 646 kommen Kroaten in franz. Diensten vor.

>er Kroatien, ein Königreich, umfaßt im weitesten Sinne das Land zwischen Ungarn,

e» der europ. Türkei, dem Adriatischen Meere und den östr. deutschen Staaten, nämlich das

>cr mit Ungarn verbundene Königreich Kroatien oder Provinzialkroatien, die kroatische Mitt-

est ^ tairgrenze oder Militairkroatien, das Ungar. Litorale und einen Theil von Bosnien oderer- das türk. Kroatien. Letzteres ausgenommen, gehört ganz K. zur östr. Monarchie und hat

>c- in dieser Beschränkung ein Areal von 46« mM. mit ungefähr I,«5«V«V E-; davon kom-

men aus Provinzialkroatien, welches in die drei Comitate Agram, Warasdin und Kreutze» getheilt ist, mit Einschluß des Ungar. Litorale (s. d.) 172 mM. mit 58«««« E. in

>er i 7 Städten, >6 Marktflecken und 168« Dörfern, und aus die kroatische Militairgrenze

sie 288 OM. mit 47«««« E. in sechs Städten, sechs Marktflecken und mehr als 12«« Dör-

> fern. (S- M i l i t a i r g r e n z e.) Es wird begrenzt von Ungarn, Slawonien, Bosnien, Dal-

i"' ! matien, Jllyrien und Steiermark, und ist bewässert von Drau, Sau, Kulpa und Unna.

Die Bewohner find Kroaten und Serben, gewöhnlich N aizen (s. d.) genannt, mit Deut-«t schon und Ungarn vermischt. Sie reden die slaweno-horwatische Mundart, bekennen sich zu-

!>e meistzurröm.-katholischenKircheundstehenimNufealsguteKrieger (s.Kroaten), aberin

d ) Rücksicht der wissenschaftlichen Ausbildung und des Gewerbfleißes auf einer nieder« Stufe.

Provinzialkroatien hat einen fruchtbaren Boden, indem nur niedrige Berge aus Steiermark>er l und Krain sich hineinziehen; das südlich gelegene Militairkroatien hingegen hat an derv-/ hosn. und dalmat. Grenze hohe Gebirge, die sich bis zu 54V« F. erheben, z. B. den Wellebit,

t>l das Plicheviczagebirge und das Srinergebirge, und sich bis in das Innere des Landes er«

der strecken, wo die Kapelld und der Klek zu bemerken sind. DaS Klima ist mild und gesunder

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