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in der elegischen Poesie aus. Vgl. Weber, „De Oiti» Hmnnc," (Franks. 1824) und Hin-richs, „I)e 'Llieruincoi.-, Oiti-rc et 'l'irmsz-buli rebus et ingeuio" (Hamb. 1820). DieBruchstücke seiner Elegieen sind gesammelt von Bach (Lpz. 1827) und Schneidewin im„Uelectus ;>nesi4 gmec. elegiacne etc." (Bd. I, Gött. 1838), deutsch überseht von We-ber in den „Elegischen Dichtern der Hellenen" (Franks. 1820) und in Borberg's „Hellasund Rom" (Bd. >, Sruttg. >842).
Kriticismus nennt man seit Kant (s. d.) diejenige philosophische Denkart, ver-möge deren vor jedem Versuche, die Philosophie als systematisches Wissen aufzustellen,eine Untersuchung des Erkenntnißvermägens für nothwendig erklärt wird. Der Krikicis-mus sollte sich daher einerseits vom Dogmatismus (s. d.) als der Denkart, welche diesepropädeutische Arbeit vernachlässigt, andererseits von dem Skepticismus (s. d.), alsder Verzweiflung an der Möglichkeit alles Wissens, unterscheiden.
Kritik heißt zunächst die Bcurtheilung und Prüfung eines Gegenstandes, besonderswenn sie gründlich und ausgeführt ist; dann die Fähigkeit oder Kunst der Bcurtheilunggewisser Gegenstände, und endlich die Wissenschaft für die Bcurtheilung derselben oder diewissenschaftliche Darstellung der aus der Natur eines Gegenstandes hervorgehcnden Re-geln, nach welchen seine Wahrheit beurtheilt werden kann. Jede Kritik seht einen Gegen-stand als gegeben voraus, als gründliche Bcurtheilung und Beurtheilungskunst aber auiheine Theorie, durch welche die Idee eines Gegenstandes entwickelt wird; denn die vollkom-mene Bcurtheilung kann nur aus wissenschaftlich klarer Einsicht in das Wesen eines Ge-genstandes entspringen. Dem Gegenstände nach ist daher die Kritik ebenso verschieden, wiedie freie Thätigkeit selbst; besonders aber bezieht sie sich auf die höchsten Gegenstände undÄußerungen menschlicher Thätigkeit, Wissenschaft, Kunst und Gesinnungen samntt demdaraus hervorgehenden Handeln im weitern Sinne. In Beziehung auf die erste« ist stephilosophische oder historische Kritik. Philosophische Kritik im weitesten Sinne kanneine wissenschaftliche, durchgeführte, nur die Idee eines Gegenstandes und deren Verhälk-niß zur Darstellung betrachtende Kritik sein, die historische hingegen eine solche, welche nurdaü Äußerliche eines Gegenstandes oder Werks und seine Beziehung auf Zeit und Raum,sowie das daraus entspringende Verständniß desselben betrifft. Kant und seine Schülergaben dem Namen Kritik eine bis dahin ungewöhnliche Bedeutung dadurch, daß sie ihnauf die Prüfung des Erkenntnißvermögens oder auf die Untersuchung Dessen, was demMenschen überhaupt zu erkennen möglich sei, bezogen, und unterschieden in der Philosophieeine kritische Methode oder den Kriticismus (s. d.) von der dogmatischen und von derskeptischen. Die historische Kritik bezieht sich auf die Wirklichkeit äußerer Thatsachenund ihre durch Erfahrung erkennbare Beschaffenheit, und hat eS mit der Untersuchung derEcbtheit oder Authenticität gewisser, besonders schriftlicher, Zeugnisse zu thun. Sie istwieder so verschieden, wie die historische Wissenschaft selbst. Hauptsächlich aber gehört hier-her die historische Kritik im eigentlichen Sinne, welche die Echtheit und Beschaffenheit ge-wisser Angaben der Geschichtschreiber u. s. w. nach bestimmten, aus dem Zweck der Ge-schichte und der Natur der historischen Gewißheit hervorgehenden und auf die verschiedenenArten der historischen Quellen angewendeten Regeln prüft und einen Bestandtheil der ^historischen Kunst ausmacht. (S. Historisch.) Mit ihr steht in genauer Verbindung diephilologische Kritik, die Prüfung der schriftlichen Denkmäler, vorzüglich des Alter-thums, welche die doppelte Aufgabe hat, entweder den Text von fremdartigen, später hin-zugekommenen Zusätzen zu reinigen und die Echtheit ganzer Stellen oder selbst ganzerWerke, in Beziehung auf einen genannten Verfasser, zu untersuchen, oder die Nichtigkeiteinzelner Wörter und ihrer Verbindung zu einem Satze festzustcllen, in welcher Hinsicht sieauch, wenn das absichtlich oder durch Jrrthum Verdorbene durch bloße Conj cctur (s. d>)wiederherzustellen ist, Conjecturalkritik genannt wird. Elfteres nennt man die hö-here, Letzteres die niedere Kritik. Die höhere Kritik geht bei der Untersuchung der lEchtheit einer Schrift entweder von äußern Umständen, von Zeugnissen Anderer u. s. w-, ^oder von innern und wesentlichen Beziehungen, d.h. von Inhalt, Geist, Sprache und Stilder Schrift selbst aus, und bestimmt danach, ob dieselbe dem angegebenen Verfasser, oderwelchem andern Verfasser und welcher andern Zeit sic zuzuschreiben sei. Im erstem Falle