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8 (1846) Kaaba bis Ligne
Entstehung
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392
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392 Kreuzzüge

Deshalb befahl Papst Eugen III. einen neuen allgemeinen Kreuzzug gegen die Unglaube-gen und gewann durch den schwärmerischen Bernhard von Clairvaux (s. d.) sogarden Kaiser Konrad III. (s. d.) und den König von Frankreich Ludwig VII. für die Theil-»ahme an demselben- Beide zogen > >47 mit beträchtlichen Heeren aus, erlitten aber, wiedie früher» Heere, in Asien durch das Schwert der Sarazenen und die Heimtücke der Grie-chen harte Verluste und mußten, nachdem sic erst Damask, dann Askalon vergeblich bela-gcrt, unverrichteter Sache heimkchren. Die Eroberung Jerusalems durch Saladin im I.

1187 nach der blutigen Schlacht bei Tiberias hatte den dritten Kreuzzug zur Folge. Abertrotz dem, daß diesmal die Begeisterung in Europa höher als selbst zu Anfänge der Kreuz,züge aufflammte und die Beherrscher der drei europ. Hauptreiche, der Kaiser Friedrich I.,der König Philipp August von Frankreich und der König Richard!, von England, sich >18!«entschlossen, persönlich ansehnliche Heere gegen die Ungläubigen zu führen, blieben doch all!dieseAnstrcngungen ohne Erfolg. Fricdrich I. (s. d.) kam, nachdem er unter vielen Müh-seligkciten und mit großem Menschenvcrlust bis Seleucia gelangt war, im Flusse Kaly-cadnus um, worauf sein Heer zum Theil sich zerstreute, zum Theil unter Friedrich vonSchwaben mit dem übrigen Kreuzhceresich vereinigte- Philipp August und Richard, welcheI > 9 l zur See anlangtcn, waren zwar so glücklich, gemeinschaftlich Acre oder Ptolemaiszu erobern, aber verschiedenes Interesse verfolgend, entzweiten sie sich bald und kehrten ein-zeln, Richard, nachdem er vorher mit Saladin einen Waffenstillstand auf drei Jahre abge-schlossen hatte, nach Europa zurück. Ein neuer Kreuzzug, den Papst Jnnocenz III. vonFrankreich aus in Bewegung setzte und welchen der staatskluge Doge Dandolo von Vene-dig mit Schiffen zu unterstützen versprach, beabsichtigte seinen Angriff zunächst auf Ägyx-tcn und von dort aus erst aufPaläsiina zu richten, fand aber in der Umstürzung des byzantin.Throns und in der Errichtung des lat. Kaiserreichs auf den Trümmern desselben zu frühsein Ziel. Ohne Erfolg mußte auch der Kriegszug bleiben, welchen, von Jnnocenz aufsneue angeregt, 3990» franz. und 20000 deutsche Knaben unter Anführung von Priesternunternommen haben sollen; in.Palästina angclangt, kamen sic entweder im Elende umoder wurden als Sklaven nach Ägypten verkauft. Mit mehr Glück dagegen endigte dirKreuzzug, zu dem Honorius I!I. 1217 den König Andreas II. von Ungarn in Folge einergegebenen Versprechens zu bewegen vermochte und den man gewöhnlich als den viertenrechnet. Von den Königen von Jerusalem und Cypcrn unterstützt, eroberte er daS festeSchloß auf dem Berge Tabor und einige andere kleine Bergfestungcn, kehrte aber, der Treu-losigkeit und Uneinigkeit seiner Bundesgenossen in Palästina müde, schon 1218 nachHausczurück, dem Grafen Wilhelm von Holland das Feld überlassend, der in demselben Jahre,vereint mit den Königen von Jerusalem und Cypern, in Ägypten landete, Damiette angriffund am 5. Nov. 1219 wirklich eroberte. Doch bald wendete sich das Glück und Damietteging 1221 wieder verloren. Dieser Unfall veranlaßt den Papst HonoriuS, vom KaiserFriedrich II. (s. d.) die Erfüllung seines in der Jugend gegebenen Versprechens, einenKreuzzug zu unternehmen, erst mild, dann gebieterisch zu fvdern. Auch unternahm Friedrich,als er nicht länger ausweichcn konnte, im I. >228 wirklich den sogenannten fünftenKreuzzug, landete zu Acre, befestigte Jaffa und schloß, trotz der Gegenwirkungen des ihmfeindlich gesinnten Papstes, mit dem Sultan von Ägypten einen zehnjährigen Waffenstill-stand, nach welchem den Christen Jerusalem, Bethlehem und Nazareth nebst einem großenLandstrich ausgeliefert wurden, und setzte endlich 1229 in Jerusalem selbst sich die Königs-krone auf. Die Reihe der Helden, welche um die Eroberung des heiligen Landes kämpften,schloß der König Ludwig der Heilige von Frankreich, welcher 1248 den sechsten Kreuz-zug unternahm. Unaufgefodert vom Papste, seinem eigenen religiösen Bedürfnisse folgend,schiffte er sich im Juni 1248, von 4009V Streitern umgeben, nach Cypcrn ein, von wo auser durch die Eroberung Ägyptens sich den Weg nach Palästina zu eröffnen beschloß. Auchgelang es ihm, eine Aussöhnung der Hospitaliter und Templer zu bewirken, in den Besitzder Küste Ägyptens sich zu sehen und Damiette zu erobern- Als er aber die EroberungAlyeandrias vernachlässigte und weiter in Ägypten vordrang, um Kahiras sich zu bemäch-tigen, erlitt er eine bedeutende Niederlage bei Mansura, während gleichzeitig durch eineRevolution die Dynastie Saladin's gestürzt wurde und die Herrschaft der Mamluken sich