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8 (1846) Kaaba bis Ligne
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390
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39» Kreuzspinne Kreuzzüge

gehören und jährlich eine ziemliche Menge Badegäste daselbst versammeln. Die alte, schon819 in Urkunden erwähnte Stadt liegt an der Nahe, 268 F. über dem Meere, in einerreizenden Umgebung, nicht weit vom Rhein und in der Nähe bedeutender Bergwerke. DieQuellen wurden schon im Z. 1478 entdeckt, zum medicinischen Gebrauche aber erst in derneuern Zeit benutzt. Man bedient sich dazu besonders des EliscnbrunnenS (6" R.), de«Karlshallerbrunnens (>3° R.) und der Quelle zu Münster am Stein (23" R.) theils alsGetränk theils zu den verschiedenen Arten von Bädern. Vgl. Engelmann,K., seine Heil-quellen und deren Anwendung" (2. Aust., Heidelb. 1843).

Kreuzspinne ist der Name einer in ganz Europa vorkommenden Gattung von Rad-spinnen, deren Netz nämlich aus lauter spiralconcentrischen, durch Radien getheiltenKreisenbesteht, in dessen Mitte sie, meist in verkehrter Stellung, sitzen. Die größte der einheimischenArten ist die gemeine Kreuzspinne, welche genau betrachtet sehr schön gezeichnet ist, vielenMuth und Kraft besitzt, sehr viele lästige Insekten wegfängt, und keineswegs giftig ist, wieim gemeinen Leben behauptet wird. Sie lebt nur im Sommer, und legt im Spätherbsteeinige Hundert rothgelbe mit Seide zu einer Kugel umsponnene Eier, aus welchen imnächsten Frühjahre die Jungen sich entwickeln.

Kreuzung nennt man die Paarung zweier verschiedener Thierarten, um dadurch eineNachkommenschaft zu erzielen, welche die gewünschten Eigenschaften des Stammthieres insich vereinigt. Der Kreuzung gerade entgegengesetzt ist dieInzucht (s.d.). Die Kreuzungist im Allgemeinen nur dann mit Vortheil anzuwcnden, wenn die vorhandene Race nochFehler zeigt und diese nur durch Zusammenpaarung mit vollkommneren Thieren beseitig!werden können. Sonst züchtet man die Thiere vortheilhafter in sick selbst fort, weil die In-zucht sicherer, wohlfeiler ist und schneller zum Ziele führt als die Kreuzung.

Kreuzzüge werden die von den christlichen Völkern des Abendlandes seit dem Endedes il. bis gegen Ende des >3. Jahrh. zur Eroberung Palästinas wiederholt unternom-menen Kriegszüge nach dem Morgenlande genannt. Schon frühzeitig war cs fromme Sittegeworden, nach dem heiligen Grabe in Jerusalem zu wallfahrten und die denkwürdigenOrte zu besuchen, wo der Erlöser einst lebte, wirkte und starb, und selbst Konstantin'« desGroßen Mutter, Helena, hatte noch in ihrem hohen Alter zu der von ihrem Sohne überdem heil. Grabe aufgeführten prachtvollen Kirche eine Wallfahrt unternommen. Unterden Ottonen waren mit der Steigerung des Glaubenseifers diese Wallfahrten häufiger ge-worden. Die Araber, seit dem 7. Jahrh. im Besitze der heiligen Stadt, achteten den from-men Sinn der Pilger, mit denen sie die Verehrung gegen Christus in gewissem Sinne theil-ten, und gestatteten ihnen Kirchen und ein Hospital zu Ehren Johannis des Täufers. Alsaber Palästina zu Anfänge des l t>. Jahrh. unter die Botmäßigkeit der Fatimidcn kam, be-gannen harte Bedrückungen gegen die Pilger, und namentlich wüthete der Khalif Hakem,der als Sohn einer Christin den Verdacht, daß er selbst geheimer Christ sei, widerlegenwollte, gegen Einheimische und Fremde, und untersagte bei schwerer Strafe allen christlichenGottesdienst. Die Bedrückungen steigerten sich noch, als l»78 die Seldschucken, ein türk.Nomadenvolk vom Kaukasus, Jerusalem und das heilige Grab eroberten. Seit dieser Zeitbrachten die Pilger des Abendlandes die traurigsten Nachrichten über Beschimpfung derheiligen Örter und die grausame Behandlung der anbetendcn Gläubigen aus Palästina zu-rück und ihre Erzählungen, verbunden mit der trotz der Gefahren wachsenden Liebe zu denPilgerungen, erzeugten endlich in den Gemüthern der abendländischen Christen den ernstenEntschluß, ihren Glaubensgenossen zu Hülfe zu eilen und das heilige Land den Händen derUngläubigen zu entreißen. Nicht ungern sahen die Päpste eine begeisterte Stimmung un-ter den Völkern Europas sich verbreiten, die ihren Plänen und Absichten so günstig entge-genkam und ihnen bei richtiger Benutzung so vielfache Vortheile versprach. Durch die Er-oberungszüge in jene Länder hofften sie das Christcnthum unter die Ungläubigen zu ver-pflanzen, ganze Nationen in den Schoos der Kirche zurückzuführen und zugleich unter denabendländischen Völkern nicht nur den Glaubcnseifer und die Ergebenheit gegen die Kirchezu erhöhen, sondern auch die weltlichen Waffen, die ihnen so oft bei der Ausbreitung ihrerMacht hindernd in den Weg getreten waren, auf eine andere Seite hinzulenken. Scho»Papst Sylvester II. hatte die Idee einer Eroberung Palästinas gefaßt, ohne sie jedoch zu