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8 (1846) Kaaba bis Ligne
Entstehung
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375
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Kraus Krause (Karl Christ. Friedr.) 375

innerlich und äußerlich, und Quecksilber, äußerlich, angewendct, jedoch müssen diese Mittelstets durch sorgfältige Beobachtung der Reinlichkeit und strenge Diät unterstützt werden.

Kraus (Christian Jak.), einer der geistreichsten und gelehrtesten Männer, geb. 1753zu Osterode, wo sein Vater Wundarzt war, begann seine Studien 1770 auf der Universitätzu Königsberg, wo die Verbindung, in die er mit Kant kam, und der Umgang mit Hamannund mit Hippel wesentlich zu seiner Bildung beitrugen. Von seinem Plane, Theologie zustudiren, ging er sehr bald ab und widmete sich humanistischen, mathematischen und philo-sophischen Studien. Von Berlin aus, wohin er sich 1779 begab und wo er die Aufmerk-samkeit des Ministers von Zedlitz auf sich zog, ging er als Führer eines Studirenden nachGöttingen, wo Heyne und Schlözer seinem Geiste eine entschiedene Richtung auf Literaturund Geschichte gaben. Im I. l78l wurde er Professor der praktischen Philosophie undKameralwissenschaften zu Königsberg, wo er am 25. Äug. 1807 starb. K. überstrahlte anGelehrsamkeit und ausgebreiteter Sprachkenntniß selbst Kant; erst nachdem er alle Tiefender Mathematik und speculativen Philosophie durchwandert hatte, wendete er sich zur prak-tischen Philosophie. Seine Vorlesungen über dieselbe, über griech. Schriftsteller, Geschichteund Mathematik waren zahlreich besucht, in spätem Jahren auch von angesehenen Beam-ten, besonders als er sich mehr der Staatswirthschaft zuwendete. Nicht minder wirkte erdurch die magische Kraft, die er besaß, jedes Talent, das ihn berührte, zu wecken, zu leitenund zu begeistern. Obgleich ganz den Wissenschaften lebend, war er doch nichts wenigerals ungesellig, sondern nützte durch seinen Umgang vielleicht ebenso viel als vom Katheder.Literarische Celebrität war nicht sein Streben. Aus seinem handschriftlichen Nachlassewurden von dem Oberpräsidenten von Auerswald die „Staatswirthschaft" (5 Bde., Kö-nigsb. 1808—l I) und eine „Sammlung vermischter Schriften" (7 Bde., Königsb. 1808— 12) herausgegeben, der in einem achten Bande (Königsb. 1819) Joh. Voigt eine Bio-graphie K.'s nebst Auszügen aus dessen Briefen hinzufügte.

Krause (Joh. Friedr.), protestantischer Theolog und Kanzelredner, geb. am 26. Oct.1770 zu Neichenbach im sächs. Voigtlande, erhielt seine Vorbildung aus der Landesschulezu Meißen und studirte zu Wittenberg, wo er sich auch habilitirte. Im I. 1793 wurde erDiakonus in seiner Geburtssiadt, 1801 Domprediger und Schulinspector zu Naumburg,wo er besonders wohlthätig für die Domschule wirkte, die unter seiner Leitung neu aufblühte,und 1810 Consistorialrath, Professor der Theologie und Pfarrer an der Löbenicht'schenKirche zu Königsberg. Wegen geschwächter Gesundheit dachte er daran, eins seiner Ämterniederzulegen, als er 1819 den Ruf als Oberhofprediger und Generalsuperintendent zuWeimar erhielt. Er folgte demselben, doch starb er schon am 31. März 1820. Von seinenSchriften sind nächst den „Opuscula tKevIoFics," (Königsb. 1818) die „Predigten übereinige Landesgesetze" (Lpz. 1797) und „Predigten über die Sonn- und Festtagsevange-lien" (3 Bde., Lpz. > 803—5; 2. Jahrgang, 2 Bde., 1808—9) zu erwähnen. Auch lie-ferte er den dritten Band von Joh. Wilh. Schmid's „Theologischer Moral" (Jena 1799).

Krause (Karl Christian Friedr.), ein tüchtiger Gelehrter und ein ebenso tüchtigerMensch, der sich als Philosoph einen Namen erworben, den vielleicht die Nachwelt höherstellen wird, als die Gegenwart, wurde am 6. Mai 1781 zu Eisenberg im Altenburgischengeboren. Er besuchte das Gymnasium zu Altenburg und studirte in Jena, wo er sich l 803als Privatdocent habilitirte. Die Ansicht, die er gewann, daß die Menschheit aufErden einTheil eines Hähern Geisterreichs sei, das, auf den Weltkörperu unsers Sonnensystems ver-breitet und, wieder nur Theil des Geisterreichs auf höhern Sonnenbauen, nothwcndig undorganisch mit dem gesammten Geisterrciche oder mit der gesammten Menschheit zusammen-hange und mit diesen höhern Theilen ein ewiges Ganze bilde, das eine Geisterreich unddas eine Mcnschheitreich im Weltall, — diese Ansicht gab seinem Studium wie seinemWirken eine eigenthümliche Richtung rmd bildete den Grund seines Lehrsystems, das alsdie Aufgabe der Menschheit auf Erden darstellte, sich als ein Ganzes in allen ihren Theilengleichförmig zu vollenden und sich zu einem organisch und harmonisch lebenden Wesen her-auszubilden. Diese Ausbildung des ganzen, ungetheilten Menschheitlebens, als eines Or-ganismus der gesammten menschlichen Geselligkeit und darin auch jedes Einzelmenschen,als ganzen, ungetheilten und dem Ganzen der Menschheit wesentlich verbundenen Menschen,