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8 (1846) Kaaba bis Ligne
Entstehung
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374
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374 Kratinus Krätze

Herzen Aller, mit denen er umging, so sehr, daß ihm trotz seiner körperlichen Häßlichkeitdie durch Schönheit ausgezeichnete Hipparchia, die Tochter eines seiner Schüler, aus wah-rer Zuneigung ihre Hand als Gattin bot. Die unter seinem Namen vorhandenen 38Briefe, welche zuletzt Boissonade in den „Polices et extrsits <le msouscr. cke Ir» I,it>1. dl,roi" (Bd. 9, Par. 1827) am vollständigsten herausgegeben hat, gehören einer spätern Zeitan. — Verschieden von ihm ist der berühmte griech. Grammatiker Krates, aus Mallujin Cilicien, daher auch Mallotes genannt, welcher seine Bildung zu Tarsus erhielt, hier,auf an den damals glänzenden Hof des Attalus nach Pergamum ging und daselbst einebesondere grammatische Schule gründete, die in ihren Grundsätzen hinsichtlich der Kritikder Homerischen Gesänge der alexandrinischen Schule des Aristarchus (s. d.) feindlich «entgegentrat. Auch hielt er später in Rom, wohin er in Begleitung der Gesandtschaft desAttalus im J. 167 v. Chr. gekommen war, mit großem Beifall öffentliche Vorträge undscheint daselbst das Studium der Grammatik zuerst hervorgerufen zu haben. Die Bruch-stücke seiner Commentare über Homer und andere griech. Dichter, sowie einiger andernSchriften sind am besten zusammengestellt worden von Wegener, „De aula ^.Italic», lite- !rsrum »rtiumqu« läutrics" (Kopenh. 1836).

KratlNUs, ein berühmter griech. Lustspieldichter um 500—430 v. Chr., war nebstseinen jünger» Zeitgenossen, den Athenern Eupolis und Aristop Hanes (s. d.), der um-digste Vertreter der ältern attischen Komödie, indem er die Kunstform und den Gehakt der-selben namentlich dadurch zu heben suchte, daß er die Zahl der sprechenden Personen aufdrei Hauptrollen, reducirte und nicht blos das Privatleben, sondern auch die öffentliche»Gebrechen und Übelstände zum Gegenstand des Spottes machte, wobei selbst Männer wiePerikles nicht verschont blieben. Von seinen 21 Lustspielen, die ihm neunmal den Siezverschafften, besitzen wir nur noch Bruchstücke, welche von Lucas in „Oatinu, et Lupviis"(Bonn 1826), Runkel (Lpz. 1827) und zuletzt von Mcineke in den „Fragments cvmico- irum grase." (Bd. 2, Berl. 1840) zusammengestellt worden sind. — Der jüngere Kra-tinus, von dem die Alten ebenfalls mehre Stücke anführen, lebte im 3. Jahrh. v. Chrbis in die Zeiten des Ptolemäus Euergetes und gehört der sogenannten Mittlern Komödie an.

Kratylus, nach welchem Platon seinen Dialog vom Ursprung und Wesender ^Sprache benannte, war ein Schüler des Sophisten Protagoras und Lehrer des Platon.

Krätze (scsbies oder psors) ist eine ansteckende, fieberlose, chronische Hautkrankheitwelche den Menschen mehrmals befallen kann. Sie beginnt mit einem heftigen Hautjucken,welches besonders in der Hitze, im Bett und nach dem Genüsse geistiger Getränke sich stei-gert und die Krankheit beständig begleitet. Der Ausschlag zeigt sich besonders an den Stel-len des Körpers, wo die Haut feiner ist, jedoch nie im Gesicht, in Form kleiner Bläschen,die auf einmal an verschiedenen Stellen, namentlich zwischen den Fingern, Hervorbrechenund entweder sehr klein bleiben und nur eine durchsichtige Lymphe enthalten oder großerwerden, zusammenfließen, sich mit Eiter füllen und die sogenannten Krätzpusteln dar-stellen. Diese Bläschen schuppen sich entweder trocken ab, indem sie sich mit Schorfen be-decken (trockene Kr ätze, scabies sicca) oder ergießen eine scharfe Flüssigkeit, welche dieHaut wund macht und größere Schorfe erzeugt (feuchte Krätze, »caliies dimiiäs).Während dieser Vorgänge kommen jedoch immer neue Bläschen zum Vorschein. Der Aus- >schlag wird durch contagiöse Ansteckung und durch Berührung damit behafteter Menschenoder solcher Gegenstände, welche Krähgift enthalten, hervorgerufen. Zn neuerer Zeit hatman in den Bläschen ein Insekt, die sogenannte Krätzmilbe (»csrus sxnlcerans) ent-deckt und dieses vielfach für die alleinige Ursache der Krätze gehalten, eine Annahme, welchejedoch noch keineswegs als erwiesen betrachtet werden kann. Sehr begünstigt wird oieAnsteckung durch Unreinlichkeit und Vernachlässigung der Hautcultur. Die Krähe ist anund für sich gefahrlos, wird jedoch gefährlich durch längere Dauer, indem sie dann einewirkliche Kachexie zur Folge hat, durch unvorsichtige Unterdrückung, welche durch falscheBehandlung, Erkältung u. s. w. stattfinden kann und sehr häufig bedenkliche Krankheiteninnerer edler Organe, besonders der Lungen, nach sich zieht, und durch ihre Complicationen,namentlich syphilitische und skrophulöse. Als Mittel gegen die Krätze werden Schwefel,