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klcidung, wahrscheinlich weil sie durch die Bänder, womit sie geschnürt wurden, mehr Putzzuließcn und zugleich den Fuß der Tänzer in den Chören zierlicher umschlossen, zuerst beiden Schauspielern in der Tragödie ein, und unter den verschiedenen Arten des Kothurnerwähnen wir den vorzugsweise sogenannten tragischen Kothurn, wie er Götter- und He-roengestalten zukam, welcher aus einer vierfach übereinandergelegten Korksohle bestand, diewenigstens vier Quersinger hoch, oft aber nach der Proportion des Ganten von noch weitbeträchtlicherer Dicke war und anfangs eine viereckige Form hatte, bis sie der Geschmackmehr nach der Gestalt des Fußes abrundete. Später galt der Kothurn als Sinnbild desTrauerspiels und namentlich verstand man darunter die tragische Sprache und Ausdrucks-weise, bisweilen auch, wie noch,gcgenwärtig, überhaupt eine hochtrabende und schwülstigeDarstellung. Vgl. Böttiger, „Über die Stelzcnschuhe der alten Griechinnen", in seinen vonSillig herausgegebenen „Kleinen Schriften" (Bd. 3, Dresd. und Lpz. >838).
Kotopapi, ein feuerspeiender Berg von 17700 F. Höhe über dem Meere, elf Mei-len südöstlich von Quito, ist bis zum Gipfel mit Schnee bedeckt, nach oben von regelmäßigerKegelgcstalt, und wirft Schlacken, Bimsstein, Wasser und Eisblöcke aus. Er ist der furcht-barste unter den Cordilleras (s. d.) von Quito, und die Schlacken und die Felsenblöcke,welche er nach und nach ausgeworfen, bedecken mehre Quadratmeilen Landes. Die merk-würdigsten Ausbrüche desselben fanden in den I. 1688, wo mehre Dörfer und die StadtTacunga mit drei Biertheilen ihrer Bewohner verschüttet wurden, 1738, 173-1, 1766,1768 und im Jan. 1803 statt, wo, nachdem 20 Jahre hindurch dem Krater weder Rauchnoch Dunst entstiegen waren, in einer einzigen Nacht das unterirdischeFeuer so thätig war,daß schon am Morgen der geschmolzene Schnee in gewaltigen Strömen sich in die benach-barten Thäler stürzte und Verwüstung und Tod verbreitete. Im I. 1802 versuchte ihn A.von Humboldt zu ersteigen, gelangte aber unter den größten Schwierigkeiten nur bis zurGrenze des ewigen Schnees.
Kotschube'l (Viktor Pawlowitsch, Fürst), ein um Rußland hochverdienter Staats-mann, gcb. in Kleinrußland 17 58, war unter der Kaiserin Katharina II. Gesandter inKonstantinopcl. Unter Paul I. leitete er die auswärtigen Angelegenheiten, siel jedoch spä-ter in Ungnade. Beim Regierungsantritt Alexanders nahm er Theil an der Bildung derMinisterien und verwaltete dann selbst das Ministerium des Innern. Da er sich indeß ge-gen die Allianz Rußlands mit Frankreich und gegen das in Folge des tilsiter Friedens an-genommene Continentalsystem erklärte, so mußte er abermals von seiner Stelle zurücktrc-tcn und wurde erst seit 1812 wieder im Staatsdienst verwendet und zwar als Mitgliedder Regierungscommission, welche in Abwesenheit des Kaisers die Geschäfte leitete. Kränk-lichkeit vcranlaßte ihn, >825 auch dieser Function zu entsagen; doch blieb er Mitglied desNeichsraths. Nach seiner Rückkehr von einer Reise in Deutschland im Sommer 1826 er-nannte ihn der Kaiser Nikolaus > 828 zum Präsidenten des Reichsraths und des Ministcr-comites und später zum Reichskanzler für die innern Geschäfte. Er starb zu Moskau am2.(13.) Juni 1833 und wurde im Kloster des Alexander Newskij in Petersburg beigesctzt.
Kottäbos hieß in Griechenland ein bei Gastmählcrn und Trinkgelagen sehr belieb-tes Gesellschaftsspiel, welches aus Sicilien dorthin verpflanzt wurde und im Verlaufe derZeit mancherlei Abänderungen erfuhr. Die gewöhnlichste Art dieses Spiels bestand darin,daß man die Neige des Bechers, aus dem man getrunken, in eine Wagschale, deren Balkenan der Spitze eines senkrechten Stabes oder Leuchterstocks angebracht war, so geschickt zuschleudern suchte, daß dieselbe, von den Tropfen gefüllt, auf eine darunter stehende metalleneFigur aufschlug und einen Klang verursachte, wobei man meist noch an einen geliebten Ge-genstand dachte oder dessen Namen aussprach und aus dem mehr oder weniger vollen undreinen Klange auf Zuneigung oder Abneigung schloß. Minder schwierig war eine zweiteArt,'indem man die Weintropfcn in kleine Schalen, welche auf einem mit Wasser gefüll-ten, von der Decke hcrabhängenden Becken schwammen, so zu spritzen verstand, daß dieseuntcrgingcn oder umstürzten. Vgl. Jacobs, „Über den K.", in den „Vermischten Schrif-ten" (Bd. 6, Lpz. 1837).
Kottus, s. Centimanen.
Kotyledonarpflanzen werde» diejenigen Pflanzen genannt, weiche aus einem