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8 (1846) Kaaba bis Ligne
Entstehung
Seite
349
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Koronea Körperschaft 349

so mehr als es der Küste an guten Häfen fehlt. Um die Mitte des Apr. fangen die Süd-winde an, welche bis zur Mitte des Oct. dauern, und im Verlaufe dieser Monate kann mansich mit Sicherheit der Küste nähern. Während dieser Jahreszeit weht den Tag über nichtselten ein brenncndhcißerWind, der dasAthmen erschwert, doch erfrischt der kühle Seewindüber Nacht das Land. Das Klima ist im Ganzen gesund; für Europäer freilich nur soweitdies überhaupt in irgend einem tropischen Klima möglich ist. Die sandige Beschaffenheitfast der ganzen Küste ist dem Reisbau nicht günstig; dagegen ist die in Menge erzeugteBaumwolle eine Quelle der Wohlhabenheit für die gewerbfleißigen Bewohner.

Koronöa oder Koroneia, eine Stadt in Böotien, auf einem Hügel südöstlich vonChäronea und westlich vom See Kopais, ist jetzt fast spurlos verschwunden, war aber imAlterthume berühmt durch das allgemeine böotische Bundesfesi, welches in der Nähe der-selben bei einem Tempel der Minerva gefeiert wurde, und durch den freilich nicht entschei-denden Sieg, den die Spartaner hier unter Anführung des aus Asien zurückberufenen Age-silaus(s. d.)gegen die Thebaner, Athenerund deren Verbündete in einer mörderischenSchlacht im I. 39t v. Ehr. erkämpften.

Körper heißt jede Materie in der Natur, insofern wir sie nicht als gestaltlos, sondernals einen bestimmten Raum einnehmend betrachten. Zur Körperlichkeit (matermlitas)gehört also zuerst Räumlichkeit, und diesen Begriff verbanden auch die altern Philosophenmit dem Worte Körper, wie dies ihre Definition beweist: Körper ist, was sich nach allenSeiten auf bestimmte Weise ausdehnc oder bestimmte Raumbegrenzung hat. In der Geo-metrie nennt man daher diese bestimmt begrenzten Räume selbst, ohne alle Rücksicht auf ihreMaterie, Körper, welche dann nach der Art ihrer Begrenzung in Körper mit ebenen oderkrummen Grenzflächen eingethcilt werden. Unter den ersten sind die merkwürdigsten diePrismen und Pyramiden; unter den andern die Kugel und das elliptische Sphäroid. Au-ßerdem gibt cs Körper, die von ebenen und krummen Flächen zugleich begrenzt werden, wiez. B. Cylinder und Kegel. Allein was in der Mathematik Körper genannt wird, ist nochkein eigentlicher oder physischer Körper, sondern nur körperliche Figur. Dies sahen auchdie Stoiker ein, welche die freilich zu weite Definition aufstellten: Körper sei, was thut undleidet. Nichtiger wird Das Körper genannt, was mit empfindbaren Qualitäten den Raumfüllt. In der Naturlehre thcilt man die Körper, in Beziehung auf den Aggregatzustand ih-rer Materie, in feste oder flüssige, letztere in liquide oder tropfbarflüssige, und in expansibleoder clastischflüssige, wie z. B. Luft und Licht. Bei den festen unterscheidet man wieder harteund weiche, spröde und elastische u. s. w. Ferner werden die Körper cingetheilt in organi-sirte, die mittels gewisser innerer Einrichtungen und Lebenskräfte fähig sind, sich selbst zuentwickeln, zu erhalten und fortzupflanzen, und in unorganisirte, die beim Mangel allerLebenskraft nur durch Anhäufung von Außen durch mechanische Kräfte entstehen und ver-ändert werden. Die organischen Körper aber sind beseelte oder unbeseelte. Die Körperlehreist daher theils allgemeine Naturlehre, theilS specielle, wie Astronomie, Mineralogie, Bo-tanik, Geologie und die Somatologie im engern Sinne, d. h. die Lehre vom menschlichenKörper, welche einen wesentlichen Theil der Anthropologie ausmacht.

Körperschaft oder Corporation nennt man einen dauernden Verein Mehrer zueinem bestimmten Zwecke, sodaß derselbe Dritten gegenüber als juristische Einheit erscheint.Der zu erstrebende Zweck kann ein sehr verschiedener sein und beschränkt sich oft nur aufdas Interesse der Mitglieder, ohne an sich gemeinnützig zu sein. Die Korporationen sindhinsichtlich ihres Zwecks kirchliche, staatsrechtliche, gewerbliche, wissenschaftliche u. s. w. Jh-ren Zweck erreichen sie bald durch ihre Stellung Dritten gegenüber, bald durch ihre Tätig-keit im Innern der Corporation. Die Thätigkeit selbst besteht bei der einen in einem Zu-sammenwirken, bei der andern werden die Mitglieder durch Einen vertreten u. s. w. DieCorporationen sind wieder insofern verschieden, als ihnen entweder ein zu gewissen Zweckenbestimmter Vcrmögenscomplex zur Grundlage dient, oder ihr Zweck zunächst die persön-liche Thätigkeit der Mitglieder in Anspruch nimmt. Das Dasein der Corporation steht imengsten Zusammenhänge mit der Verfassung derselben. In Folge der letzter», die sehr vcr-schiedcnartig ausgebildet sein kann, hat die Corporation einen Vorstand zunächst für dieLeitung ihrer innern Angelegenheiten; durch einen solchen wird sie aber auch nach Außen